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Doshin the Giant im Gamezone-Test


1 Bilder Doshin the Giant im Gamezone-Test

Großer Riese auf kleiner Insel

Als Gamecube-Spieler hat man es wirklich zur Zeit nicht leicht. Kaum exclusiver Softwarenachschub lässt die Besitzer des Cube sehnlichst auf frische Titel warten. Um die lange Wartezeit auf das heiß ersehnte "Mario Sunshine" zu verkürzen, hat Nintendo ein ganz besonderes Zuckerl für den europäischen Markt parat: "Doshin the Giant". Der sympathische gelbe Hauptdarsteller des Spiels hatte bereits in Japan auf dem eher unbekannten N64DD einen Auftritt und darf sich auf Nintendo's neuster Konsole nun richtig austoben.

Bei diesem Spiel handelt es sich in erster Linie um ein Aufbau-Götter-Strategiespiel das aus der Feder von Peter Molyneux stammen könnte. Viele Elemente und Möglichkeiten in "Doshin the Giant" legen durchaus die Vermutung nahe, dass sich die japanischen Entwickler kräftig bei Klassikern wie "Populus" oder auch "Black&White" mit Ideen versorgt haben.

Wir übernehmen die Kontrolle des Riesen Doshin, der auf der kleinen Insel Barudo für mehr oder weniger Ordnung sorgen soll. So können wir den Inselbewohnern bei ihrer Entwicklung behilflich sein, indem wir z.B. Bäume, welche grüne Energie liefern, in ihren Dörfern pflanzen. Auch unebenes Gelände kann dank unserer magischen Kräfte angehoben oder auch gesenkt werden. Die einzelnen Bedürfnisse der Inselbewohner werden durch kleine Symbole über ihren Köpfen angezeigt und wenn wir gutes für unsere Schützlinge tun, wird dies mit kleinen Herzchen belohnt, welche ab einer bestimmten Anzahl unseren Riesen weiter wachsen lässt.

Wer allerdings nicht immer auf der Seite der "Guten" stehen will, kann sich auch auf Knopfdruck in "Jashin" verwandeln. Diesem Riesen sieht man sofort an, dass er nichts gutes im Schilde führt, denn nicht nur unser Aussehen verändert sich, sogar die ganze Umwelt der Insel wird in ein düsteres, böses rot getaucht. In diesem Modus können wir die Bauten der Insulaner zerstören und auch sonst allerlei Bosheiten anstellen. Belohnt wird dies mit kleinen Totenkopfsymbolen, die uns ebenfalls wachsen lassen, allerdings kommt man in diesem Zustand nicht sonderlich weit im Spiel. "Gut" zu sein zahlt sich auch in diesem Spiel aus, für eine kleine Lektion ist "Jashin" aber immer bestens geeignet.

Nach einem virtuellem Tag auf der Insel Barudo bekommen wir eine sehr detaillierte Auswertung von unseren Handlungen und außerdem noch kurz die Meinung, die die Inselbewohner über uns haben, mitgeteilt. Am nächsten Tag bleibt die Insel zwar so wie wir sie Verlassen haben, unser Riese ist allerdings wieder in seiner ursprünglichen, kleinen Form und muss neu aufgelevelt werden.

Auf der kleinen Insel hat man also sehr viel Freiheit und eine Fülle von Handlungsmöglichkeiten. Wer Lust hat, verwandelt Berge in Seen oder lässt seiner Wut einfach mal freien lauf an den Eingeborenen. Ziel des Spiels ist es allerdings alle "Monumente" zu errichten und zu sammeln. Diese eindrucksvollen Gebäude bauen unsere Schützlinge automatisch, wenn ihr Dorf groß genug geworden ist und wir eine magische Blume ins Dorf gebracht haben.

Grafisch ist das Spiel stellenweise sehr ansprechend aber auch des öfteren noch auf N64-Niveau. Die Inselbewohner bestehen zum Beispiel bestenfalls aus 10 Polygonen, hier hätte man viel besser machen können. Dafür läuft das Spiel aber auch die ganze Zeit flüssig, egal wie weit wir hinein- oder herauszoomen. Da man sich aber immer auf der selben Insel befindet, wird einem das grün-gelb-blaue Farbgemisch schnell langweilig.

Noch schlimmer hat es den Sound erwischt: Die Hintergrundgeräusche sind viel zu laut eingestellt und ein sehr markant klingender Vogel hat uns bereits nach kurzer Zeit tierisch genervt. Leider reichten unsere Handlungsmöglichkeiten im Spiel nicht so weit, dass wir dem Federvieh den Hals hätten umdrehen können...

Mit der KI des Spiels ist es an manchen Stellen leider auch nicht so weit her: So möchten unsere drolligen Dorfbewohner manchmal zuerst eine Stelle der Landschaft abgesenkt bekommen, aber bereits eine Minute später soll die selbe Stelle wieder erhöht werden. Nach einigem hin und her sind sie dann endlich damit zufrieden und der Spieler fragt sich wieso dies denn nicht gleich so funktioniert hat.

  • - GreenAcid"-"
  • Man kann also bei Doshin nie sterben und eigentlich alles machen was man möchte. Leider ist genau dies das Problem, denn es gibt nicht allzu viel zu tun in diesem Spiel. Nach einiger Zeit ist man entweder vom Sound oder auch von den ständig wiederkehrenden Aufgaben etwas genervt. Wer allerdings viel Zeit mitbringt und sich auch vom nintendo-typischen Design nicht abhalten lässt bekommt mit "Doshin the Giant" ein brauchbares Strategiespiel geboten, dass zwar nicht gerade viel Innovation bietet, aber dennoch Spaß machen kann.
Doshin the Giant (GC)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
witziges Spielprinzip
Extras zum Entdecken
nicht-lineares Gameplay
nervende Hintergrundgeräusche
unausgereifte KI
teilweise detaillose Grafik
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