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Divine Divinity im Gamezone-Test


1 Bilder Divine Divinity im Gamezone-Test

Die Mischung macht's!

Krieger, Magier oder Überlebenskünstler? Für welches Schicksal entscheidet ihr euch? Von der Wahl des Spielers hängt ab, in welche Richtung sich "Divine Divinity" entwickelt: zum Hack'n'Slay oder zum klassischen Rollenspiel! In jedem Fall sind wir laut Prophezeiung der Auserwählte. Als solcher können nur wir das sagenumwobene Land Rivellon vor der Unterwerfung durch die Macht des "Lord des Chaos" retten.

Wer das Spiel zum ersten mal sieht, wird es sich nicht verkneifen können an "Diablo 2" zu denken. Ja, "Divine Divinity" spielt sich auch die meiste Zeit ziemlich ähnlich, es gibt allerdings einige feine Unterschiede die das Spiel zu einem absolut neuen Erlebnis machen! Da hätten wir schon mal die ausgeprägten Möglichkeiten mit der Umwelt zu interagieren: Fast jeder Gegenstand, kann bewegt oder aktiviert werden. An diese Freiheit werden sich noch viele Spieler von Ultima 7 und 8 gut erinnern können. Dadurch sind völlig neue Puzzles möglich und auch so mancher Geheimgang verbirgt sich unter einem Stapel Kisten...

Außerdem bietet das Fähigkeitensystem von Divine Divinity ebenfalls viel mehr Freiheit als die Genrekonkurrenz: Es gibt 96 für den Spieler verfügbare Fähigkeiten. Diese sind in drei Gruppen von je 32 Fähigkeiten unterteilt, welche den drei Wegen entsprechen unter denen man zu Beginn des Spiels wählen muss. Um Zugang zu einer neuen Fähigkeit zu erhalten, muss der Spieler diese zuvor erforschen. Um eine bestimmte Fähigkeit zu erlernen, muss der Spieler sie zunächst auswählen und dann eine Anzahl an Erfahrungspunkten erlangen, die den Kosten der Fähigkeit entsprechen. Gegebenenfalls muss der Spieler zuerst auch noch gewisse Vorbedingungen erfüllen. Durch diese verschiedenen Fähigkeiten kann das Spiel ganz unterschiedlich gespielt werden. Denkbare Spielstile reichen dabei von der actionlastigen "Hack'n'Slay-Variante" zum traditionelleren Ansatz der klassischen Rollenspiele.

Die Unmenge, der im Spiel enthaltenen NPC's vergeben nicht nur Quests sondern erzählen auch die Story weiter. Je nach dem wie wir uns im Gespräch verhalten, ändern diese Figuren ihre Einstellung uns gegenüber. Es können also durch geschickte Wahl der Antworten einige Kämpfe umgangen, oder auch die Preise bei Händlern beeinflusst werden.

Die Steuerung ist ebenfalls sehr gut gelungen: Mittels gehaltener STRG-Taste und einem Mausklick auf eine beliebige Stelle auf dem Bildschirm greifen wir automatisch den nächsten Gegner an und solange man die STRG-Taste festhält wird automatisch weiter angegriffen bis der Feind vernichtet ist. Somit spart man sich einige Mausklicks und auch das versehentliche Danebenklicken ist nicht mehr möglich. Gegenstände auf dem Boden werden mit Der Alt-Taste angezeigt, hier muss man leider immer noch wie bei "Diablo" jeden Gegenstand einzeln anklicken um ihn aufzunehmen, eine Auto-Sammel-Funktion wie bei "Dungeon Siege" wäre auch hier sehr praktisch gewesen. In Shops kann leider nicht das gesamte Diebesgut einfach verkauft werden, da hier mehr oder weniger ein Tauschhandel geschieht. Da aber Händler auch nur einen bestimmten Goldvorrat haben, kann man leider nicht unbegrenzt viele Waffen und Rüstungen loswerden. Die zahlreichen Quests die wir auf unseren Reisen von vielen Unterschiedlichen NPC's erhalten, werden allesamt sauber und ordentlich in unserem Tagebuch vermerkt, hier kann man außerdem Anmerkungen auf der Auto-Map hinterlassen und auch sonst ist das Menüsystem absolut brauchbar.

Grafisch ist Divine Divinity zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber durch die Möglichkeit der höheren Auflösungen (bis 1024x768) wirkt die Umwelt sehr detailliert. Lichteffekte oder auch Spiegelungen im Wasser sind sehr schön und auch die Animationen der Helden und Gegner sind wunderbar gelungen, so flüssig wandern selbst Polygone nicht über den Bildschirm. Klar bei 2D-Grafik fehlt die Möglichkeit das Geschehen frei zu zoomen und zu drehen, dadurch bleibt aber auch die Übersicht besser erhalten und die Steuerung vereinfacht sich ebenfalls.

Der Sound ist sehr passend und schafft es die Atmosphäre des Spiels noch um einiges zu steigern. Vom Titellied bis zu den Sphärenklängen in den Dungeons ist wirklich alles sehr gut gelungen.

Leider haben wir auch einige Ungereimtheiten beim Testen feststellen müssen, so kann es anscheinend passieren, dass manche Levelabschnitte nicht richtig geladen werden können. Außerdem ruckelt das Spiel ab und zu wenn es im Hintergrund nachlädt. Ob dies nun an unserer Testkonfiguration oder einem echten Bug liegt, konnten wir bisher nicht feststellen. Wer Probleme mit dem Spiel hat, sollte auf jeden Fall im passenden Forum unter www.larian.com nachsehen.

  • - GreenAcid"-"
  • Wer eine gute Mischung aus Diablo2, Ultima und Dungeon Siege sucht, bekommt mit Divine Divinity einiges geboten. Die schön gezeichnete Grafik, der wunderbare Sound und das zwar bekannte, aber dennoch neue Gameplay machen das Spiel zu einem kleinen Hit. Gerade die Vielzahl der Fähigkeiten und Quests bescheren auch dem erfahrenen Dungeon-Metzler etliche Stunden an Spielspaß. Wer also diesen Sommer nicht immer in der Sonne liegen will, der sollte sich mal mit Divine Divinity befassen!
Divine Divinity (PC)
  • Singleplayer
  • 8,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
einfache Steuerung
sehr viele Quests
viel Interaktion möglich
Shopsystem etwas gewöhnungsbedürftig
teilweise kleine Ruckler
kein Multiplayer
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