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Disciples 2: Dark Prophecy im Gamezone-Test


1 Bilder Disciples 2: Dark Prophecy im Gamezone-Test
Disciples II: Dark Prophecy ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, dessen Vorgänger mit dem Beinamen "Sacred Lands" zwar durchaus gelungen war, aber trotzdem kaum Beachtung fand. Einige Verbesserungen und vor allem eine ansprechendere Präsentation sollen dafür sorgen, dass wenigstens der Nachfolger die Fans dieses Genres begeistern kann.

Die Story ist zehn Jahre nach den großen Kriegen im Vorgänger "Sacred Lands" angesiedelt. Wie schon im ersten Teil kriegen sich die vier Rassen der Fantasy-Welt gewaltig in die Haare, wobei jede der Gruppen das Land im Namen ihrer eigenen Götter erobern will. Zu Beginn wählt man eine von fünf spielbaren Rassen, für die es jeweils eine eigene Kampagne gibt. Zur Auswahl stehen: The Empire, The Undead Hordes, Legions Of The Damned und die Mountain Clans. Nachdem man sich entschieden hat beginnt die erste Quest und man befindet sich in der Hauptstadt des Landes. Dort können die verschiedensten Gebäude errichtet werden und neue Zaubersprüche werden erforscht.

Zuerst muss der Spieler allerdings einen Anführer und ein paar zusätzliche Einheiten anheuern, damit schon bald gegen die ersten Feinde gekämpft werden kann. Man erhält ein bestimmtes Startkapital an Goldmünzen, was dazu führt dass man natürlich nicht wahllos sämtliche Krieger "kaufen" kann. Jeder der Anführer hat spezielle Stärken und Schwächen und man muss sich überlegen welcher am besten für die jeweilige Aufgabe geeignet ist. Wenn genug Gold vorhanden ist kann man allerdings so viele Anführer gleichzeitig einsetzen wie man will. Zur Unterstützung der Helden werden zusätzliche Einheiten wie zum Beispiel Knappen, Bogenschützen und Heiler benötigt. Die Anführer können pro Runde nur eine bestimmte Zahl von Feldern zurücklegen, deshalb ist es zu Beginn des Spiels besten, möglichst nah an der Stadt zu bleiben und solange einfache Gegner zu besiegen bis der Erfahrungslevel der Figuren ausreichend angestiegen ist.

Später können sich die Einheiten auch weiter spezialisieren und man kann durch den Bau von besonderen Gebäuden entscheiden wie sich die Truppe entwickelt. Wenn der Spieler zum Beispiel ein Verließ baut wird der Knappe zum Hexenjäger. Wenn man dagegen einen Stall errichtet wird er zum Ritter. Andere Gebäude sorgen unter anderem auch dafür, dass Einheiten geheilt, oder neue Zaubersprüche erforscht werden. Jedes Haus kostet aber Geld und man darf nur ein Gebäude pro Tag errichten. Abgesehen von Gold gibt es noch vier andere Ressourcen, nämlich verschiedene Mana-Sorten. Je nach dem, welche Gebäude man erobert hat, bekommt man pro Runde eine bestimmte Menge an Mana. Diese Energiequelle wird zum Zaubern benötigt. Im Text gibt es auch eine gute Beschreibung des Kampfsystems und es werden Infos zum Ausbauen der Städte gegeben. Nach jeder gelösten Aufgabe darf man übrigens einen Anführer und fünf Gegenstände auswählen und in die nächste Mission mitnehmen.

Die Grafik ist einfach bombastisch. Selten hat man solch liebevoll und eindrucksvoll gestaltete Charaktere in einem Spiel gesehen. Auch die teils animierten Hintergründe, Menüs und Kämpfe sind grafisch ebenfalls ein echter Augenschmaus und es wurde nicht mit Details gegeizt. Der Sound ist ebenso passend wie stimmungsvoll und fügt sich wunderbar in die Gesamtpräsentation des Spiels ein.

Einziger Minuspunkt: Das Spiel ist unglaublich schwer. Selbst auf der leichtesten Stufe werden auch Profis einiges zu grübeln haben um die Missionen zu bewältigen.

Runden-Strategie-Fans sollten sofort zugreifen, Neueinsteiger haben bei diesem Spiel aber auch genau die richtige Gelegenheit um sich mit dem Genre anzufreunden.

Disciples 2: Dark Prophecy (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
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