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Die Hard Vendetta im Gamezone-Test


1 Bilder Die Hard Vendetta im Gamezone-Test

Yippiyayee, Schweinebacke!

"Die Hard - Vendetta" spielt ungefähr zehn Jahre nach dem letzten Kinofilm "Stirb langsam: Jetzt erst recht!". McClane hat sich inzwischen nach Südkalifornien versetzen lassen, in der Hoffnung, dort etwas weniger ärger als in New York zu haben. Doch daraus wird nichts, denn McClanes bewegte Vergangenheit holt ihn ein: Der Sohn seines alten Erzfeinds Hans Gruber, den McClane einst vom Dach des Nakatomi-Gebäudes geworfen hat, taucht auf, um alte Rechnungen zu begleichen und grausame Rache für den Tod seines Vaters zu üben. Als der Bösewicht McClanes Tochter Lucy entführt, gibt es kein Halten mehr und er macht sich auf die Suche, um mit nicht immer ganz feinen Tricks und Sprüchen den Bösewichten das Handwerk zu legen.

Spielerisch handelt es sich in erster Linie natürlich um einen klassischen Egoshooter, ein besonderer Schleichmodus verleiht dem Ganzen aber noch einen ganz besonderen Flair. So ist es sogar möglich, dass man manche Missionen oder einzelne Ziele in den Leveln auf mehren Wegen lösbar sind. Auch die Interaktion mit der Umwelt und vor allem den zahlreichen anderen Personen, die im Laufe des Spiels auftauchen ist außergewöhnlich gut. So können wir nahezu jede Person ansprechen, oft sogar mehrfach um weitere Informationen aus ihr herauszubekommen. Dadurch wirkt das Spiel weitaus realistischer als es mit übertriebenen blutigen Animationen gewesen wäre. Die KI der Gegner ist ganz gut und reagiert so teilweise sogar etwas zu empfindlich, dafür aber realistisch.

Die Steuerung wurde ebenfalls sehr gut gelöst, alle möglichen Aktionen wurden vorbildlich auf das Joypad verteilt. Nur der relativ kleine gelbe "C-Stick" ist nicht immer ideal zum punktgenauen Zielen geeignet, dafür kann aber das Spiel nichts, da ist Nintendo schuld.

Grafisch ist "Die Hard - Vendetta" leider nicht unbedingt eine große Nummer. Die Texturen in den Leveln wirken sehr weichgespült, und auch mit den Details hat man stark gespart. Ja, Geiz ist geil, aber bitte nicht bei der Gestaltung von Egoshooter-Leveln, denn dadurch leidet die Atmosphäre schon sehr stark. Besonders hart hat es die Animation der Charaktere und deren Mimik erwischt: Schon im ersten Level kamen wir aus dem Lachen nicht mehr heraus, denn der dort auf uns wartende Polizist hatte wohl eher etwas mit einem Roboter der an Schüttellähmung leidet gemeinsam, als mit einem echten Menschen. Seltsamerweise beginnen viele der Figuren zu zittern sobald wir uns ihnen zu sehr nähern und auch die Mimik beim Sprechen besteht eigentlich nur aus Mund auf - Mund zu. Der Gamecube hätte auf jeden Fall viel mehr aus der Grafik herausholen können, wenn man ihn nur mit der richtigen Engine gefüttert hätte. In den Zwischensequenzen, sind die Animationen wiederum superflüssig und wirken sogar realistisch, wieso also nicht überall so im Spiel?

Was grafisch nicht so gut gelungen ist, wird dafür fast vom Sound wieder gut gemacht: Die deutsche Synchronstimme von Bruce Willis, Manfred Lehmann hat dem Hauptdarsteller seine unverwechselbare Stimme geliehen und schafft damit eine wirklich sehr gute Stimmung. Vor allem die Dialoge und manch heftiger Wortwechsel sind dafür verantwortlich, dass wirklich echtes "Die Hard-Feeling" aufkommt, auch wenn die Grafik dies stark erschwert.

  • - GreenAcid"-"
  • "Die Hard - Vendetta" ist zwar grafisch nicht gerade zeitgemäß, bietet aber dank der witzigen und sehr gut gesprochenen Dialoge und den nicht immer ganz linearen Missionen viel Raum zum experimentieren. Der erhoffte Knaller ist das Game aber dennoch nicht, dafür bietet es zu wenig Innovation und grafische Details.
Die Hard Vendetta (GC)
  • Singleplayer
  • 7,1 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
sehr gute Dialoge
die deutsche Bruce Willis-Stimme
Schleichmodus
schlechte Grafik und sehr unrealistische Animationen
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