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Die Hard Vendetta: ein NAJA - Shooter - Leser-Test von agony


1 Bilder Die Hard Vendetta: ein NAJA - Shooter - Leser-Test von agony
So lang ist es schon her - seit Mitte der 80er Jahre schien Bruce Willis alias John McClane gleich 3x am falschen Ort zur falschen Zeit zu sein. In den berühmten und bereits heute schon kultverdächtigen Actionfilmen Stirb Langsam 1-3 legte sich der mehr als unkonventionelle und verdammt witzige New Yorker Cop mit zahlreichen Bösewichten an. Nach verschiedensten Die Hard - Spielen auf Sega Saturn, Playstation bzw. PC ist nun exklusiv für Nintendos Gamecube Die Hard Vendetta erschienen.
Doch dieses Mal treibt sich der schräge Bulle nicht in seiner Heimatstadt sein Unwesen, sondern im sonnigen Los Angeles, ca. 10 Jahre nach dem letzten Kinofilm. Doch das Ausruhen ist offenbar ein Fremdwort für den bereits in die Jahre gekommenen McClane. Der Sohn seines ehemaligen Erzfeindes Hans Gruber erscheint, um sich zu rächen. Wie kann es anders sein, wird McClanes Tochter von ihm entführt, die zufällig die Polizeiakademie zuvor abgeschlossen hat.
Jetzt ist es McClanes Aufgabe, die Schurken zur Strecke zu bringen.

An dieser Stelle beginnt das Spiel, es sei denn, man interessiert sich für die umfangreiche Trainingsmission, welche bereits zu Beginn zur Verfügung steht. Hier werden dem Spieler die zahlreichen Waffen vorgestellt, die Möglichkeit des Schleichens und des Springens erklärt und hilfreiche Tipps gegeben, um im wirklichen Spiel schnell zurecht zu kommen. Schon hier bemerkt man, dass zwar die Geschichte zu gefallen weiß, die Grafik dagegen nicht.

Bevor man die erste Mission startet, wird man in dieser Feststellung verstärkt, da das Intro für heutige Grafik-Verhältnisse einfach grausig gestaltet worden ist. Magere Texturen, unheimliche Figuren und die nicht lippensynchronen Mundbewegungen lassen eher das Gefühl aufkommen, ein Nintendo 64 - Spiel zu spielen.

Die Hard Vendetta selbst ist ein klassischer 3D-Egoshooter im Stil bekannter anderer Spiele wie z. B. James Bond. Doch beschränkt sich das Spiel nicht nur auf wilde Gangster-Jagd mit zahlreichen Schießereien, sondern bietet die Möglichkeit, auch mit anderen Spielfiguren zu kommunizieren, um evtl. im Spielverlauf voranzukommen. Genau diese Kommunikation ist an zahlreichen Stellen ungemein wichtig und die Möglichkeit, mit nahezu jeder Person sprechen zu können, gibt dem Spieler das Gefühl, wirklich zu interagieren. Informationen müssen gesammelt werden, um Probleme lösen zu können. Eine Mission ist meist in verschiedene Untermissionen unterteilt, in denen jeweils verschiedene Aspekte erfüllt werden müssen, um erfolgreich zu sein. Durchaus spannend ist dabei das Feature, dass man eine Mission auf verschiedenen Wegen lösen kann. So ist man auch später motiviert, ein und dieselbe Mission auf eine andere Art und Weise durchzuspielen. Leider vermisst man die Speichermöglichkeit innerhalb des Spiels. Nur nach Beendigung einer kompletten Mission darf man dies, was gelegentlich zu Frustmomenten führen kann. Auch der einfachste der insgesamt 3 Schwierigkeitsgrade ist nicht sonderlich einsteigerfreundlich, so dass man sehr oft eine Untermission neu starten muss, um irgendwann einmal speichern zu dürfen.

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