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Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen im Gamezone-Test


1 Bilder Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen im Gamezone-Test
Die "goldene Zeit des Aufbruchs und des freien Geistes", wie das europäische Spätmittelalter von Zeitgenossen genannt wird, ist die Ära der Freidenker und Kaufleute. Unter der Verwaltung des Bürgertums und der Kaufleute gedeihen die Städte gar wunderbar: Der Handel blüht und einige Bürger gelangen zu immer mehr macht und Einfluss. Die Stadt birgt aber nicht nur die Hoffnung auf den von jedermann angestrebten Wohlstand. Immer wieder grassieren schlimme Seuchen, Diebe und Halsabschneider lauern aller Orten auf Beute, und der Konkurrenzkampf zwischen Handwerkern und Kaufleuten wird auf den Buckeln der einfachen Stadtbewohner erbarmungslos ausgetragen.

In diese Zeit hinein wird der Spieler in "Die Gilde" versetzt, wobei er einen der vielen Handwerklichen Berufe ergreifen kann, wie Schlosser, Wirt oder Bauer, aber auch akademische Berufe wie der des Apothekers oder Pfarrers sind erlernbar. Eines haben jedoch alle gemein, so wollen Geld verdienen und Macht erlangen.
Der Spieler agiert dabei in einer grafischen Umgebung die bis ins Kleinste detailliert ist. Jedes Haus kann per Doppelklick betreten werden um die darin verborgenen Funktionen zu benutzen. Die Stadt wird von allerlei Menschen Bevölkert die geflissentlich ihrer Tagesaufgabe nachgehen. Diese lassen sich auch für eigene Zwecke missbrauchen, indem man sie anstiftet andere "wichtige Bürger" zu belauschen, den die Intrigen spielen eine wichtige Rolle bei dieser Wirtschaftssimulation. Genauso wie Waren oder Schriften zu produzieren, wofür man wiederum bestimmte Rohstoffe benötigt, die auf dem Markt zu erhandeln sind. Auf diese Weise steigt mit den erwirtschafteten gewinnen auch die Zahl der eigenen Angestellten, welche ihrerseits gut behandelt und bezahlt werden wollen, auf das sie ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen.

Die gesamte Welt in "Die Gilde" ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und bewegt sich trotz des rundenbasierten Konzeptes in Echtzeit. Je höher die Sonne steht desto kürzer sind die Schatten der Häuser und Bäume, immer mehr Bürger bevölkern den Marktplatz und beleben das Dorfgeschehen, und Abends findet man die meisten Bewohner in der Schänke, wo Neuigkeiten und Tratsch ausgetauscht werden. Begleitet wird das Ganze von einer dem Mittelalter angepassten Hintergrundmusik die sich alle Mühe gibt nicht zu sehr aufzufallen.

Die Steuerung ist logisch aufgebaut und man hat sie schnell erlernt. Fast das ganze Spiel lässt sich mit der Maus bedienen, nur einige spezielle Funktionen sind per Tastendruck erreichbar. Ein Druck auf die STRG-Taste verrät einem auf einen Blick alle momentan möglichen Optionen.

"Die Gilde" ist eine rundenbasierte Wirtschaftssimulation mit Echtzeitanleihen und ziemlicher Spieltiefe. Es ist kein Game zum eben mal schnell anzocken, denn selbst die leichtesten Aufgaben benötigen mindestens zwei Stunden um gelöst zu sein. Es ist genau das richtige Spiel um seine Nächte davor zu verbringen und die Welt um sich zu vergessen. Den Freunden von ausführlichen Wirtschaftssimulationen sei dieses Spiel wärmstens ans Herz gelegt, denn es kann für eine lange Zeit faszinieren und begeistern.

Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
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