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Die Fugger 2: immer noch gut - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Die Fugger 2: immer noch gut - Leser-Test von Restrictor
Die Fugger 2 von Sunflowers ist eine sehr ungewöhnliche Wirtschaftssimulation. Eigentlich lässt es sich gar nicht ausschließlich in diese Kategorie einordnen, denn neben Erfolg in euren wirtschaftlichen Geschäften müsst ihr euch auch in der Gesellschaft hocharbeiten bzw. bestechen.

Zuerst einmal der Aspekt der Witschaftssimulation. Ihr bestimmt wo und welche Güter (z.B. Getreide, Fischfang, Gemüse) anbauen bzw. abbauen oder fangen wollt. Dazu müsst ihr Arbeiter beschäftigen und dafür sorgen, dass die Ware auch auf den Marktplatz zu den Menschen kommt, natürlich vorzugsweise in die Ortschaft in der die besten Preise für die jeweilige Ware gezahlt wird.

So nehmt ihr also euer erstes Geld ein und mit der Zeit wird es immer mehr werden. Eure Geschäfte werden expandieren ihr werdet Lager in anderen Städten errichten und euch auch an neue Geschäftsfelder in anderen Anbaugebieten wagen.

Schön und Gut, aber der Gutsherr von Welt muss sich ja auch in der Gesellschaft des Spätmittelalters beweisen. Er kann daher Posten in der Poltik, als Jurist oder von kirchlicher Seite anstreben. Das Prinzip läuft dabei so ab, dass die „Vorgesetzten“ eine Wahl abhalten um über einen vakanten Posten zu besetzen. Natürlich könnt ihr darauf vertrauen, dass euer gesellschaftliches Ansehen schon alleine zum Wahlsieg ausreicht, aber ein bisschen Bestechung hat ja auch noch nie geschadet. Habt ihr später einen Posten könnt ihr auch selbst wählen, euch bestechen lassen und euch auf diese Art und Weise unliebsame Konkurrenten vom Hals schaffen.

Sehr viel Macht habt ihr beispielsweise in der Position eines Richters. Ihr könnt gegen ein Opfer ein Urteil fällen und wenn ihr vorsitzender Richter seid könnt ihr ihm eine sehr empfindliche Strafe zuführen. Ihr könnt ihn in den Knast stecken, ihr könnt ihm einen Teil seines Besitzes wegnehmen oder ihr enthebt ihn seines politischen Amtes, vielleicht weil ihr selbst scharf drauf seid.

Aber wer so etwas tut sollte aufpassen, dass er sich nicht all zu viele Feinde schafft. Denn sonst könnte man zum Duell gefordert werden. Hier kann man bei einem Fechtkampf zwar nicht sofort sterben, aber es kann die Lebenserwartung erheblich verkürzen. Denn sterben werdet ihr in diesem Spiel auf jeden Fall mehrmals. Nach einigen Runden werdet ihr nämlich das Zeitliche segnen und alle eure Geschäfte gehen dann an eines eurer Kinder über.

Um aber erstmal an Kinder zu kommen ist es natürlich nötig den Partner fürs Leben zu finden. In einer Partnervermittlung lernt ihr Kandidaten kennen um die ihr euch mittels Geschenken bemühen könnt, bevor ihr um die Hand anhaltet. Könnt ihr damit nicht beeindrucken werdet ihr wohl abgeblitzt. Habt ihr aber keine Kinder und stirbt ist das Spiel erbarmungslos zu Ende. Das kann manchmal sehr unfair sein, denn es kann sein, dass ihr sehr alt werdet und das älteste Kind früh stirbt, so dass der keine Zeit hat sich um Nachwuchs zu kümmern.

Im Mehrspielermodus muss jeder Spieler eine geheime Aufgabe erfüllen, die auf einer Ereigniskarte steht, die dem Spiel beigelegt sind. Allerdings sind manche Aufgaben ungerecht schwer, während andere nach wenigen Runden bewältigt werden können.

Das Spiel bekommt im Übrigen bald eine Fortsetzung, das Spiel „Die Gilde“.

Mein Fazit: In der Tat ein sehr ungewöhnliches Spiel. Der Wirtschaftssimulationsteil ist sehr simpel ausgefallen, aber die Gesellschaftssimulation macht sehr viel Spaß mit den ganzen Bestechungen, Intrigen und sonstiger Böshaftigkeiten. Meine Wertung: 85%, die auch heute noch uneingeschränkt gültig sind.

Negative Aspekte:
Game Over durch Zufall

Positive Aspekte:
man kann im Spiel richtig fies sein

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 7.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 9/10
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