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Deus Ex: Ein Hauch von Akte X - Leser-Test von Psycho-Freak


1 Bilder Deus Ex: Ein Hauch von Akte X - Leser-Test von Psycho-Freak
Die Welt wird von einer geheimnisvollen aber schrecklichen Krankheit heimgesucht, die die Menschen der Welt dahinrafft. Das Gegenmittel Ambrosia ist sehr knapp und Terroristen haben mal eben den Kopf der Freiheitsstatue New Yorks gesprengt.
Nun bist du als J.C. Denton am Zuge und sollst der UNATCO helfen, den Terror zu besiegen.
Nachdem du ein kurzes Trainingscamp absolviert hast, bekommst du gleich deine ersten Auftrag: Du musst die von Terroristen besetzte Statue of Liberty infiltrieren.
Doch im Laufe des Spiels merkst du, welch schmutziges Spiel die Regierung treibt und wechselst die Seiten (sprich zu den Terroristen). Du lernst auch noch andere mysteriöse Gruppen wie die Illuminaten kennen und weißt am Ende nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist.
Du kämpfst in über 20 Missionen in New York, Hong Kong, Paris, einer Unterseestation und am Ende sogar in der berühmt/berüchtigten Area 51 für das Gute, wobei es sehr schwer ist, zu erkennen, wer gut und wer böse ist.
Du kannst zwischen 4 Schwierigkeitsgraden wählen, von Sehr Leich bis Realistisch. Während man im einfachsten Modus noch ganze Salven abkriegen kann ohne draufzugehen, reicht im Realismusmodus schon ein Headshot des Gegners um ins Gras zu beißen.
Als Waffen stehen dir unter anderem die einfache Pistole, das Sturmgewehr, das Scharfschützengewehr, die Schrotflinte, die abgesägte Schrotflinte, der Flammenwerfer, der Raketenwerfer und die Armbrust zur Verfügung. Du musst die Gegner allerdings nicht immer töten, sondern kannst sie auch durch Betäubungspfeile oder den Elektroschocker bewusstlos machen, was die Anti-Gewalt-Fans beruhigen dürfte. Die Waffen lassen sich durch Updates auch modifizieren (z.B. eine Präzisionsmodifikation für die Pistole).
Du spielst in der typischen Ego-Shooter-Perspektive, das heißt mit Tastatur und Maus und kannst bewundern, was die Entwickler von Ion Storm aus der veralteten Unreal-Engine rausgeholt haben, denn das kann sich durchaus sehen lassen:
Nette Lichteffekte und Spiegelungen sorgen teilweise für Entzücken. Doch die Levels sind meistens sehr düster und grau gehalten. Die Einsätze finden immer Nachts statt und in den düsteren Gassen Hong Kongs und den verschmutzten U-Bahn-Stationen New Yorks bekommt man manchmal richtig Angst, zumal der Sound das übrige hinzu tut:
Düstere Klänge in den Tunnels und in unterirdischen Gängen sowie chinesische Melodien auf dem Marktplatz Hong Kongs. In den Diskos ist dann fetzige Musik angesagt.
In den Levels findet man viele Zivilisten, Obdachlose, die in den Parks um Geld und Hilfe betteln, Prostituierte in den U-Bahn-Stationen, Krankenhäuser überfüllt mit armen Menschen, Dealer, die dir Drogen anbieten, aber auch feine Herren in den Diskos.
Die Welt von Deus Ex ist unglaublich interaktiv. Man kann sich mit so ziemlich jeder Person unterhalten, oft erhält man hierdurch nützliche Hinweise oder Tipps.
Unerreicht ist die fast völlige Handlungsfreiheit in Deus Ex. Die Aufträge sind nie linear und es gibt immer verschiedene Wege ans Ziel zu kommen. Manche Aufträge sind auch nur optional und nicht verpflichtend, bringen aber Boni.
Man kann die Levels in Rambo-Manier durchstreifen, aber auch leise und hinterlistig einen Gegner nach dem anderen ausschalten.
Für das Erreichen von Zielen erhält man Skillpunkte, die sich auch verschiedene Fähigkeiten verteilen lassen. So kannst du dich spezialisieren und ein Scharfschütze werden oder lernen, mit schwerem Kriegsgerät umzugehen.
Außerdem ist J.C. Denton ein Nanokrieger (Ein Mensch mit Implantaten) und kann dadurch kräftiger werden und schwere Kisten wegschieben, kann durch giftige Flüssigkeiten schwimmen ohne Lebensenergie zu verlieren oder sich selbst heilen. Die Implantate findet man im Laufe des Spiels, sie verbrauchen aber Bio-Energie, die man sich durch Roboter wieder aufladen kann. Andere Roboter heilen dich und geben dir deine Lebensenergie zurück.
Die Story könnte auch einem AkteX-Drehbuch entstammen, denn an Spannung und Verwirrung ist es unübertrefflich.
Die verschiedenen Lösungswege sowie die Spezialisierungsmöglichkeiten machen auch ein mehrmaliges Durchspielen schmackhaft, das Ende bringt dann auch noch eine Überraschung.
Ihr könnt euch beim Finale für ein Ende von 3 möglichen entscheiden. Ihr müsst dann für euch wissen, was gut und was böse ist.
Deus Ex ist für Aktion-, RPG-, sowie Akte X-Fans ein Muss!

PS: Mittlerweile gibt es einen Multiplayer-Patch im Internet, mit dem ihr auch Deathmatches spielen könnt. Deus Ex ist bereits als Budgetversion verfügbar...

Negative Aspekte:
leicht angestaubte Grafik

Positive Aspekte:
Geniale Story, Handlungsfreiheit, cooler Sound, verschiedene Lösungswege

Infos zur Spielzeit:
Psycho-Freak hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 10/10
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