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Destroyer Command im Gamezone-Test


1 Bilder Destroyer Command im Gamezone-Test
"Destroyer Command" stellt eine eigenständige Marine-Simulation dar, die als besonderes Feature mit der "Silent Hunter II" U-Boot-Simulation kooperieren kann. Wer sich noch an "Silent Service II" auf dem Amiga erinnern kann, der findet sich sehr schnell in dieser Simulation zurecht. Mit den F-Tasten wechselt man zwischen den verschiedenen Bildschirmen hin und her, welche diverse wichtige Standorte an Board repräsentieren, wie die Brücke, den Maschinrenraum, den Torpedoraum, den Funk- und Sonarraum etc. Ganze 14 verschiedene Schauplätze zu interagieren gibt es. Neben diesen primären Funktionen besitzt "Destroyer Command" noch einige nette Zusatzfeatures, wie ein historisches Tagebuch oder einen virtuellen Rundgang auf einem Zerstörer. Das Umschalten zwischen dem Hauptmenü und den Zusatzprogrammen funktioniert leider nicht immer und bringt das Programm zum einfrieren. Hier bleibt wohl nur das Hoffen auf einen Patch.

Um uns trotz des über 40 Seiten starken Handbuchs und der zig belegten Tasten einen schnellen Einstieg zu ermöglichen, existieren mehrere Tutorial Missionen, in denen wir das umgehen mit den Navigationsinstrumenten ebenso wie den richtigen Einsatz der Torpedos und Wasserbomben erlernen sollen. Allerdings beschränkt sich besagtes Tutorial darauf, uns die zu meisternde Aufgabe zu stellen und wartet dann geduldig ab. Kein Hinweis wie wir das zu bewerkstelligen haben, das steht ja im Handbuch.

Nach dem enttäuschendem Tutorial wenden wir uns den Missionen zu, die allerdings nur in sehr geringer Anzahl vorliegen, dafür aber auf geschichtlichen Ereignissen beruhen sollen. Um dieses Manko auszugleichen besitzt "Destroyer Command" einen integrierten Missions-Editor, welcher für Kurzweil sorgen soll.
Das Gameplay gestaltet sich leider nicht mehr Zeitgemäß. Was vor 15 Jahren auf einem Homecomputer noch überzeugen konnte ist heutzutage einfach langweilig. Irgendwann hat man die Nase einfach voll von den diversen Statusschirmen und den ewigen Fahrten, die zwar per "Zeitstauchung" verkürzt werden können, deswegen aber kein bisschen interessanter werden. Die Grafik leistet ihr übriges um der Langeweile Tür und Tor zu öffnen. Für was dieses Spiel die DirectX 8 Schnittstelle benötigt wird wohl ein Geheimnis der Programmierer bleiben.
Irgendwann ist es dann soweit, der erste Feindkontakt steht bevor. Wie schon in "Silent Service II" wird die Geschwindigkeit des Feindkontaktes anhand der Peilgeräte der eigenen Geschwindigkeit angepasst und versucht die Torpedos in der richtigen Richtung ins Wasser zu lassen. Unterstützt werden wir dabei meistens von mehreren Zerstörern und Versorgungsschiffen, die sich dermaßen dumm verhalten, dass man sie am besten abseits des Geschehens postiert, da sie sich ansonsten schon mal gegenseitig rammen. Doch auch die Gegner KI ist alles andere als schlau. So genügt es oft einfach zwischen zwei Feinden hindurch zu stoßen, woraufhin sich deren Projektile und Torpedos gegenseitig treffen. Generell kann man sich diesen Umstand leicht zunutze machen, indem man sich immer zwischen den Feinden aufhält, was zwar wenig realistisch ist, bei der minderbemittelten KI der Gegner allerdings für manchen Kolateralschaden sorgt.

"Destroyer Command" ist eine Empfehlung für alle Retrofreaks die schon seit langem auf eine Neuauflage von "Silent Service II" gewartet haben. Zwar kann man mit einem Zerstörer nicht tauchen, bis auf das fehlen dieser Funktion aber scheint man den alten Klassiker, inklusive des damaligen Grafikstandards, einfach kopiert zu haben. Die mitgelieferten Missionen sind eindeutig zu wenig und auch nicht ausgereift genug um über längere Zeit zu begeistern. Ebenso die Soundkulisse, welche bis auf das monotone Motorengeräusch sowie die Explosionen der Projektile nichts zu bieten hat. Zu guter Letzt kann auch die Multiplayer Option nicht begeistern, die zum einen technisch noch nicht ausgereift zu sein scheint, und zum anderen mit zwei Missionen sehr dürftig ausgefallen ist. So oder so, "Destroyer Command" weiß nicht zu begeistern und ist einfach nicht mehr up to date.

Destroyer Command (PC)
  • Singleplayer
  • 4 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 3/10 
    Sound 4/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 4/10 
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