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Der erste Kaiser: Aufstieg des Reichs der Mitte im Gamezone-Test


1 Bilder Der erste Kaiser: Aufstieg des Reichs der Mitte im Gamezone-Test

Es gibt Aufbau-Simulationen in die man sich erst einarbeiten muss um einen Erfolg feiern zu können. So ist ohne die Kenntnis über die diversen Gebäude und Einheiten ein vernünftiges Gamen nicht möglich. Anders bei "Der erste Kaiser", welches trotz der vielen Möglichkeiten einen sehr leichten Einstieg gestattet, da die verwendeten Gebäude und Einheiten so logisch wie nur möglich gehalten wurden. Unterstützt von dem etwas trockenem aber sehr informativen Tutorial hat man innerhalb kürzester Zeit alles Nötige intus um ein vernünftiges Reich aufzubauen. Dazu gesellt sich die Lehre des Feng-Shui, welche fest ins Geschehen eingebunden wurde. Demnach kann man ein Wohnhaus hinbauen wo man will, allerdings gibt es nach dieser Lehre bessere und schlechtere Stellen, je nach Energiefluss. In der Praxis wird uns das durch verschieden farbige Untergründe signalisiert, wie gut der Energiefluss an gewünschter Stelle ist. Damit schleicht sich, im wahrsten Sinne des Wortes, ein recht interessantes neues Element in das Gameplay ein, welches besonders in den späteren Spielstadien zum tragen kommt, da sich die Energieflüsse nicht nur auf die Marktwirtschaft sondern auch auf die Leistungsfähigkeit unserer Kämpfer auswirkt. Doch auch die Entwicklung unseres Volkes wird maßgeblich von diesen Energieströmen beeinflusst, je besser der Standort eines Wohnhauses zum Beispiel gewählt wurde, desto schneller evolutioniert dieses in die höheren Ränge.
Ansonsten bietet uns "Der letzte Kaiser" alles was man von einem vernünftigem Aufbau-Sim erwartet, gut verpackt und präsentiert allerdings für eingefleischte Genrekenner fast etwas zu leicht.

Die Grafik weiß durch ihre vielen und detaillierten Animationen zu begeistern. Innerhalb kürzester Zeit tummeln sich die Dorfbewohner auf den Strassen und vor den Häusern, gehen ihrer Tagwerk nach, bestellen das Feld, beliefern den Markt oder erlernen die Kampfeskünste. Schade nur, dass die Ansicht weder dreh- noch zoombar ist, denn manchmal würde man den Leuten schon gerne auf die Finger schauen können, wie sie in ihren prächtigen Kleidung das Nötige verrichten. Doch auch die Gebäude selbst glänzen in einer Detailvielfalt wie man sie sich nur wünschen kann.

Ebenso ausgeglichen wie die Grafik gibt sich der Sound, der nicht nur mit wunderbar chinesischen Klängen aufwartet sondern auch recht gut ins Deutsche synchronisiert wurde, was ja nicht immer selbstverständlich ist. Je nachdem wo sich die Kamera gerade befindet, können wir die Geräusche aus den Häusern hören und auch die Umwelt meldet sich mit wilden Tieren und dem Flusslauf zu Worte.

Das Interface gibt sich recht aufgeräumt und übersichtlich, besonders als erfahrener Spieler dürfte es einem vor keinerlei Probleme stellen. Doch auch als Einsteiger bemerkt man schnell das durchdachte Design, welches einem vor wilden Klickorgien oder den ganzen Schirm umfassenden Nachgreifaktionen schützt. Die gesuchte Option befindet sich immer dort wo man sie auch vermutet und unnötiges wird, soweit es geht, dem Spieler nur bei Bedarf angezeigt. Auch wenn so manche Option durch die ins Bild hineinklappenden Buttons das Design etwas zerreißt, lernt man sie doch schnell zu schätzen, da sie immer nur wenige Zentimeter von der zuletzt ausgewählten Funktion entfernt ist.

Das Gameplay gibt sich sehr flüssig und Einsteigerfreundlich, so dass man tatsächlich nach der Installation direkt loslegen kann ohne das Handbuch wälzen zu müssen, welches übrigens sehr ausführlich ausgefallen ist und wirklich alle Aspekte des Games berücksichtigt. Die Aufgabengebiete der diversen Gebäude sind so klar gegliedert, dass man nie Probleme hat zu erkennen wie der Handelskreislauf geschlossen werden muss. Sollte man doch einmal eine Funktion übersehen, wird man per kleinem Textfenster auf das Manko hingewiesen. So ist z.B. die Anbindung der Gebäude an die Strassen sehr wichtig, da ansonsten die Waren nicht transportiert werden können, worauf wir freundlich hingewiesen werden wenn wir doch ein Haus ohne Strasse platzieren. Das gleiche Gilt für den Brennofen, der ohne eine Tongrube nur wenig Sinn macht etc. Allerdings sollte man nicht unerwähnt lassen, dass der Schwierigkeitsgrad sich irgendwo im mittlerem Segment anordnet, richtig eingefleischte Strategen also etwas unterfordert sein dürften.

Leider unterlief Vivendi bei den ersten Stückzahlen ein Produktionsfehler, so dass diese keinen kompletten CD-Key enthalten, womit sich das Game nicht installieren lässt. Betroffene Kunden bekommen diesen aber per Telefon oder eMail nachgeliefert, da der öffentlich gemachte Key nur zum offline spielen taugt und online nicht benutzt werden kann. Nähere Informationen dazu gibt's direkt bei Vivendi und in deren Forum.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Der erste Kaiser" ist ein wunderbar gelungenes Aufbau-Strategie Game welches es versteht uns die chinesische Kultur ein Stück näher zu bringen. Das Gameplay gestaltet sich vorbildlich flüssig und die Grafik kann dank der vielen Animationen begeistern, lediglich eine Zoom- oder Drehfunktion vermissten wir im Test, die ist allerdings nicht unbedingt vonnöten. Ansonsten kann man diesen Titel allen Freunden von Aufbau-Simulationen bedenkenlos empfehlen, denn von den augenblicklich aktuellen Titeln dieses Genre gibt sich "Der letzte Kaiser" sehr gut spielbar und bringt mit dem Feng-Shui Feature ein neues Element ins Game.
Der erste Kaiser: Aufstieg des Reichs der Mitte (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Sehr flüssiges und einsteigerfreundliches Gameplay
nette Animationen
Für Profis etwas zu leicht
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