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Demon's Tomb - The Awakening: Gruselig! - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Demon's Tomb - The Awakening: Gruselig! - Leser-Test von RAMS-es
Demon's Tomb - The Awakening

Es gibt Textadventures, die in Hinsicht auf Spielwitz und originelle Ideen solch hochwertige Produkte wie FINAL FANTASY X um Längen schlagen ohne mit der Wimper zu Zucken. Leider gibt es auch Vertreter dieses Genres, die, die Welt wirklich nicht braucht. Genau in letzte Kategorie gehört auch DEMON'S TOMB - THE AWAKENING von der traditionsreichen australischen Softwarefirma Melbourne House. Das Spiel erschien für Amiga, Atari ST und Personal Computer Mitte 1990 und wurde von Virgin vertrieben.

Gehen wir gleich in Medias Res. In DEMON'S TOMB - THE AWAKENING darf man die Rolle gleich zweier Personen nacheinander ausfüllen. Zunächst die Figur des Professors Edward Lynton und anschließend die seines Sohnes Richard Lynton. Die Geschichte spielt in einem feuchten englischen Waldstück, in dem der Professor Ausgrabungen an einer mythischen Grabstätte vornimmt. Dabei stößt er auf ein dunkles Geheimnis. Diese läßt ihn nicht mehr zur Ruhe kommen bzw. sorgt im Endeffekt für seine ewige Ruhe. Er findet nämlich den Tod durch ein scheinbar zufälliges Zuklappen einer schweren Steintür, so daß ihm keine Fluchtmöglichkeit mehr blieb. Als Akademiker fügt er sich gottergeben seinem Schicksal, versucht vor seinem Ableben möglichst viel Beweismaterial zusammen zu tragen, damit sein Sohn die Geschehnisse aufklären kann. Außerdem sollen die Ergebnisse seiner Forschungen der Nachwelt erhalten bleiben und deshalb sucht er ein vernünftiges Versteck für diese Dokumente. Bei dieser Suche wird die Grabstätte durch eine umgefallene Laterne entzündet. Geschah dies mit Absicht oder war es nur ein unglücklicher Zufall? Auf jeden Fall ist die Zeit knapp bemessen um ein passendes Versteck zu finden und möglichst viele Hinweise zu erhalten. Das Leben des Professors ist aber in keinem Fall mehr zu retten.

Im zweiten Teil von DEMON'S TOMB - THE AWAKENING übernehmen wir die Rolle des Sohnes und versuchen die mysteriösen Umstände des Unglück zu klären. Per Texteingabe werden bei DEMON'S TOMB - THE AWAKENING die Befehle eingegeben. Wahlweise werden aber auch alle möglichen Befehle im unteren Viertel des Bildschirms angezeigt. Diese können dann mit der Maus oder den Pfeiltasten angewählt werden. Auf diese Weise gelangt man auch in die weit verzweigten Untermenüs. Dieses Feature wird sicherlich von einige Spielern als große Hilfe angesehen. Für mich persönlich nimmt es aber etwas vom Reiz des selbständigen Kombinierens. Nichts desto trotz muß man die Entwickler für diese Idee loben, denn Denkfaule sparen sich so etwas Zeit und Mühe. Grafisch versinkt DEMON'S TOMB - THE AWAKENING aber geradezu in einem Loch der Niveaulosigkeit. Die Ansichten der Räume sind einfach nur dürftig. Erst einmal füllen sie weniger als ein Fünftel des Bildschirms aus und zweitens sind sie so gut wie farblos und meist auch noch schlecht gezeichnet, so daß man keine Hinweise durch sie erhält. Da hätte man sich den Aufwand sparen könne. Zu Beginn sollte man tunlichst die wichtigsten Gegenstände in Sicherheit bringen, so zum Beispiel die Tasche, den Kugelschreiber und den Notizblock. Gelangt man in den zweiten Abschnitt von DEMON'S TOMB - THE AWAKENING sollte man besonders auf das Verhalten von Sam, unseres vierbeinigen Freundes achten. Wer nicht mehr weiterkommt sollte mal ins Handbuch schauen, dort finden sich nützliche Hinweise.

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