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Delta Force: Urban Warfare im Gamezone-Test


1 Bilder Delta Force: Urban Warfare im Gamezone-Test

Die Delta Force Reihe dürfte inzwischen den meisten Spielern, nicht nur vom PC her, bekannt sein. Mit "Urban Warfare" bekommen wir nun den zweiten Teil für die PSX präsentiert. Dabei handelt es sich, wie erwartet, um einen Egoshooter mit frei erdachtem realen Hintergrund. In Zeiten der Terroristenhatz also genau das Richtige. Dementsprechend übernehmen wir die Rolle eines Eliteforce Soldaten der so allerhand menschlichen Abschaum aus der Welt zu räumen hat.
Das Design der Missionen muss sich dabei nicht vor seinen großen Brüdern verstecken, denn auch hier liegt das Hauptaugenmerk auf taktischem und vorsichtigem Vorgehen und nicht beim wilden Herumballern. Jede Mission beginnt mit einem Briefing in dem wir nicht nur die Missionsziele erklärt bekommen, sondern auch gleich unsere Bewaffnung zusammenstellen müssen. Meist allerdings stellt sich die vorgeschlagene auch als die Beste heraus. Haben wir dies hinter uns gebracht geht es auch schon ab in den Kampf. Je nach Ausstattung können wir neben der recht umfangreichen Waffensammlung noch auf diverse andere Hilfsmittel zurückgreifen, wie ein Wärmesuch- oder ein Nachtsichtgerät, Granaten und fernbedienbare Bomben, Tränengas, Rauchgranaten und sogar eine Panzerfaust. Doch auch ein sehr nützliches Fernglas und ein noch viel nützlicherer Decoder stehen uns zur Verfügung, welcher jedes elektronische Schloss zu knacken vermag.

Die Missionen gestalten sich durch die Bank nach bekannten Strickmustern, so gibt es Terroristen auszuschalten, irgendwelche geheimen Pläne zu besorgen oder Geiseln zu befreien, alles immer im Namen der allwissenden und guten Regierung. Dank der ausgereiften Steuerung macht dies auch ziemlich Spaß und man kann sich voll auf das Geschehen konzentrieren ohne im Handbuch wühlen zu müssen wie denn nun Waffe A mit Munition B zu laden ist. Freilich hat die kleine Playstation schon des öfteren mit der Datenflut zu kämpfen, was sich bei schneller Gangart oder Drehung durch deutliche Slowdowns bemerkbar macht. Generell kann man über die Grafik nicht meckern, trotzdem präsentiert sich alles sehr grau in grau und auch meist in dunkler Nacht. Das passt zwar wunderbar zu dem Flair des Games, stellt aber nichts Besonderes dar.

Die Soundkulisse hingegen gibt sich recht professionell und hat weit mehr zu bieten als die Waffengeräusche. Wie selbstverständlich geben alle Akteure mehr oder minder laute Geräusche von sich die man taktisch ausnützen kann, die Projektile prallen deutlich hörbar von metallenen Trägern ab oder bohren sich durch das Blech der Autos, selbst das Radio in ihm dudelt fröhlich vor sich hin während man den feindlichen Funkverkehr abhört oder Instruktionen vom Leader bekommt.

Das Gameplay hingegen bietet nur bekannte Kost wie man sie sich als Käufer dieses Titels auch erwartet. Die Missionen sind allesamt sehr ausgeklügelt und geben einem immer wieder die Möglichkeit sein eigenes Vorgehen zu optimieren, denn auf Anhieb dürfte man keine einzige schaffen ohne den virtuellen Tod zu sterben.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Delta Force - Urban Warfare" gibt sich alle Mühe aus der PSX das maximal Mögliche herauszuholen, wobei besonders der Sound überzeugen kann der kräftig für Stimmung sorgt. Ebenso ausgereift gibt sich die Steuerung die so ausgelegt ist wie man sie schon von vielen anderen Shootern her kennt. Nicht ganz mithalten kann da das Design der Level, die alle etwas trist und grau wirken, was aber bis zu einem bestimmten Punkt sicher so beabsichtigt war und darüber hinaus an die Grenzen der schwachen Hardware stieß. Damit kann man Freunden dieses Genres das Game bedenkenlos empfehlen, aber auch Einsteiger dürften dank der zuschaltbaren Zielautomatik schnell zurecht kommen.
Delta Force: Urban Warfare (PS1)
  • Singleplayer
  • 6,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Ausgereifte Soundkulisse und gut umgesetzte Steuerung
Deutliche Slowdowns bei schnellen Bewegungen
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