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Deadly Skies im Gamezone-Test


1 Bilder Deadly Skies im Gamezone-Test
Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde das menschliche Genom entschlüsselt, eine Entwicklung die zum Wohle der Menschheit führt. Sogar die meisten schweren Krankheiten konnten besiegt werden, die Lebenserwartung der Bürger stieg an und die meisten Krankheiten galten als besiegt. Durch die folgende Bevölkerungsexplosion aber wurden die Ressourcen immer wichtiger. Zu deren gerechter Verteilung gründete man die "United Front", welche sich zur Aufgabe gemacht hat die vorhandenen Ressourcen gerecht auf die Menschheit zu verteilen. Die Länder, denen die Ressourcen fehlten stimmten freudig zu, die reichen Länder jedoch sahen nicht ein zu teilen. Sie gründeten eine eigene Allianz welche ihre Ressourcen schützen sollte. So passierte das was passieren musste. Es entbrannte der härteste Krieg den die Menschheit je gesehen hatte, schließlich ging es um nichts geringeres als das Überleben der Menschheit.

In "Deadly Skies" übernehmen wir die Rolle eines Kampfpiloten der "United Front". In mehreren voneinander abhängigen Missionen kämpfen wir für Freiheit und Gerechtigkeit. Zu Beginn steht uns dafür nur ein Jagdflugzeug zur Verfügung, jedoch schon nach der ersten erfolgreich abgeschlossenen Mission haben wir genug verdient um uns ein Zweites zu leisten. Im Spiel können wir entweder die Pilotensicht aus der Kanzel heraus benutzen, oder die 3rd-Person Perspektive, welche das Flugzeug von hinten zeigt. An Waffensystemen stehen uns ein Maschinengewehr sowie ein ganzer Satz zielsuchender Raketen, die aber mit bedacht eingesetzt werden wollen, da wir während der Mission keine neuen hinzuladen können. Das Anvisieren der Gegner geschieht automatisch, insofern man den Feind lange genug im Blickfeld gehalten hat. Das Radar gibt Auskunft über alle wichtigen Einheiten, egal ob Freund oder Feind, zusätzlich kann man sich auch noch eine Karte zur besseren Orientierung einblenden lassen. Man weiß also immer wo man sich gerade befindet und muss keine Angst haben verloren zu gehen.

Die Steuerung ist einfach und schnell erlernt, allerdings nicht besonders Realistisch, so wie das komplette Flugverhalten der Jäger. Hier wurde ganz offensichtlich mehr Wert auf eine Arcade-like Verhalten und Steuerung gelegt. Allerdings kommt man einer Simulation relativ nahe wenn man die Steuerungsmodus auf PRO stellt.

Die Grafik ist in Bodennähe schön anzusehen nimmt aber mit zunehmender Flughöhe rapide ab. Besonders das verschlieren des Horizonts in größerer Flughöhe erinnert stark an die MotionBlur Effekte der PS2, was der Xbox nicht besonders gut zu Gesicht steht. Die Bodeneinheiten, Flugzeuge und Stellungen hingegen sind ausreichend detailliert und geben keinen Grund zur Klage. Auch Slowdowns oder Pumpeffekte sucht man vergeblich in dem Spiel, selbst wenn man mitten durch eine Explosion hindurch fliegt scheint die Framerate kein Stück einzubrechen.

Der Sound besteht aus den üblichen Kampfgeräuschen welcher technisch in Dolby-Digital 5.1 umgesetzt wurde, was ein raumfüllendes Erlebnis verspricht. Die auf den Weg geschickten Raketen kann man richtig schön orten, wie sie sich seitlich von den Tragflächen lösen und dann nach Vorne verschwinden. Die Musik, welche selbstverständlich auch leiser gedreht oder ganz abgeschaltet werden kann, bewegt sich in Richtung Heavy Metal und passt hervorragend zum Kampfgeschehen.

Das Gameplay weiß zu begeistern, der Einstieg fällt leicht und bereits nach der ersten Mission ist man nicht mehr an lineares Vorgehen gebunden sondern kann die Missionen, welche aus mehreren Einsätzen bestehen, in fast beliebiger Reihenfolge abhandeln. So bleibt genug Motivation über um nach erfolgreichen beendigen der Missionen noch einmal von Vorne zu beginnen.

"Deadly Skies" ist kein brandneues Game mehr, Dreamcast Besitzer konnten es schon vor einem Jahr spielen, auch die Idee dahinter ist einem wohl schon öfter über den Weg gelaufen, trotzdem beherbergt es eine Menge Spielspaß wenn man dem Genre der Flug- und Kampfsimulationen etwas abgewinnen kann. Der Schwierigkeitsgrad der Missionen ist angenehm ausgereift und siedelt sich in der goldenen Mitte an. Man braucht also keine Angst zu haben mitten im Spiel an einer unfairen Stelle hängen zu bleiben. Im Gegenteil, etwas mehr Spiellänge hätte nicht geschadet, denn hat man die Steuerung erst einmal intus jagt man manchmal schneller als es einem lieb ist durch die Missionen.

Deadly Skies (XB)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 9/10 
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