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Dead or Alive 3: Optik schlägt Spielspaß - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Dead or Alive 3: Optik schlägt Spielspaß - Leser-Test von HALLofGAME
Manchmal kommt es mir noch immer vor, als wäre es gestern gewesen. Plözulich gab es da dieses Beat Em Up, das zwar spielerisch nicht im entferntesten an die damaligen Genregrößen heranreichte, aber mit dem "Bouncing Breast" Modus offenbar über genug Innovation verfügte, um den Grundstein für die neben Tekken und Virtua Fighter dritte erfolgreiche Prügelserie zu legen. Was damals schon gerne Meilenstein gewesen wäre, hatt unter dem Strich gerade das Zeug zur erinnerungswürdigen Anekdote. Erst mit Dead Or Alive 2 gelang Tecmo dann für alle sichtbar der Anschluß an das Führungsduo, welches sich mit Tekken Tag Tournament und Virtua Fighter 3tb inzwischen aber auch nicht mehr in Optimalform präsentierte.

Mit Dead Or Alive 3, das gemeinsam und exklusiv mit Microsofts XBox an den Start ging, schickt Tecmos Team Ninja nun quasi den Enkel des ersten DoA in den Ring, um diesmal die vorhandene und noch kommende Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Und in der Tat stehen die Chancen diesmal gut und das sogar gänzlich ohne einstellbares Wippverhalten weiblicher Oberweiten, denn zweifellos hat das Gekloppe diesmal optisch mehr zu bieten, als jedes Prügelspiel zuvor! Obwohl tatsächlich erst wenige Jahre zwischen Großvater und Enkel liegen, könnte der Unterschied nicht größer sein! Butterweich animierte Bewegungen von hervorragend herausgearbeiteten Figuren inmitten von detailreichen animierten Locations, die ohne weiteres den nächsten Spielhallenbesuch überflüssig machen. Natürlich sind auch diesmal wieder einige der Schauplätze über mehrere Etagen verteilt, sodaß nicht nur animierte Details wie Flammen, Fische, Wasseroberflächen oder Lichstrahlen das Auge erfreuen, sondern auch wieder spektakuläre Stürze, diesmal filmreifer denn je! Man kann sagen was man will, die Dead Or Alive 3 Grafik hat definitiv nur ein einziges Problem: Die notwendige Anschaffung der nicht gerade billigen XBox!

Spielerisch sieht das schon wieder etwas anders aus. Wo man flüssige Bewegungen, geglättete Kanten oder opulente Gewänder nicht einfach wegreden kann, entscheidet in Punkto Spielmechanik viel eher die persönliche Vorliebe. Wo der eine auf die umfangreiche, wenn auch nicht immer logische Buttonbelegung des trägeren Tekken schwört, bevorzugt der nächste vielleicht eher die minimalistische Belegung der Virtua Fighter Serie und das dahinter verborgene, unglaublich umfangreiche Aktionsrepertoire. Dead Or Alive 3 wiederum setzt zwar in Punkto Buttonbelegung ähnlich auf Minimalismus wie Segas Virtua Fighter Serie, bleibt aber dahinter erstaunlich unkompliziert und intuitiv. Vom Anfänger bis zum Profi dürfte jeder Spieler problemlos mit der Steuerung zurecht kommen und auch ohne stures Auswendiglernen ellenlanger Movelisten Erfolgserlebnisse haben und auch immer wieder neue, überraschende Moves entdecken (davon abgesehen gibt es inzwischen auch eine einsehbare Moveliste). Das blutige Anfänger deswegen per Buttonsmshing auch ausgefuchste Profis aufs Kreuz legen, steht dabei glücklicherweise nicht zu befürchten. Einen kleinen Makel hat das Ganze aber doch, wobei weder Spiel noch Entwickler dafür verantwortlich sind: Den Aufbau des XBox Pads! Die Knöpfe liegen hier so ungewohnt nah beieinander, das man in der Hektik der rasend schnellen Kämpfe schon mal ungewollt danebenlangt, was dann oft eher "dead" als "alive" bedeuten kann!

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