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Dead or Alive 2: Dead or Alive 2: Hardcore - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Dead or Alive 2: Dead or Alive 2: Hardcore - Leser-Test von buckshot
Als beinharte Prügelkonkurrenz für "Tekken Tag Tournament" entpuppt sich "Dead or Alive 2: Hardcore" auf der Playstation 2! Nachdem das Beat'em Up schon in der Spielhalle auf dem Naomiboard und dem Dreamcast glänzen konnte, ist hier erstmals der direkte Vergleich zwischen den beiden Next Generation Konsolen von Sony und Sega möglich. Also, wie schneidet die PS 2 mit der ultimativen und umfangreichsten Version des Prüglers ab?

Wie schon in den voran gegangenen Versionen wissen vor allem die butterweichen Animationen und lebensechten Modellierungen der Charaktere auf Anhieb zu gefallen. Gesichtzüge, wehende Haare, selbst die Bewegungen der Finger wurden penibel genau berücksichtigt und in eine äußerst flüssig spielbare Fighting-Engine integriert. Erfreulich dabei die Tatsache, dass das Flimmern der japanischen Version behoben wurde, das gesamte Spiel jedoch weiterhin mit flotten 60 Hz läuft! Dies trifft im Storymode auch auf die Cutscenes zu, was allerdings höchstens für absolute Grafikpuristen von Bedeutung sein wird. Dafür hat die PS 2 mit dezenten Anti-Aliasing Problemen, und damit verbunden leichter (!) Treppchenbildung zu kämpfen, die aber durch die neu hinzugefügten, wunderschönen Lightsourcing Effekte - checkt nurmal die tollen Sonnenuntergänge - sowie einige weitere Neuerungen in Form eines minimal erweiterten Movereportiers, weiteren Tag Throws, Outfits und Kampfarenen locker zu verschmerzen sind.

Am Spielprinzip ansich wurde hingegen nichts grundlegendes geändert, warum auch? Die zahlreichen Moves und Combos gehen, genauso wie spektakuläre Kontermanöver, mit nur drei Actionbuttons für Punch, Kick und Konter/Wurf sowie dem linken Analogstick, für freie 3-D Bewegungsfreiheit in den Arenen, locker von der Hand. Als taktische Komponente lassen sich die wunderschön ausgearbeiteten Stages für besonders vernichtende Attacken nützen. So ist es beispielsweise möglich, die Gegner durch Fensterscheiben, über Abgründe hinab oder Treppen hinunter zu prügeln um den Kampf anschließend auf einer anderen Ebene fortzusetzen. Für Multiplayer Duelle mit bis zu 4 Spielern, über ein Multitap, eignet sich besonders der Tag-Team Modus in dem die Kämpfer in Zweierteams gegeneinander antreten. Um auch absoluten Freaks auf die Dauer eine echte Herausforderung bieten zu können, hätte in Sachen Gameplay höchstens das Combosystem und die Specialmove-Palette etwas komplexer ausfallen können. So sind eher defensiv ausgerichtete Spieler mit Countermoves im Vorteil die, wenn geglückt, dem Gegner etwas zu viel Energie abziehen.

Anyway, der einzig schwerwiegende Kritikpunkt an Tecom's Martial Arts Spektakel bisher: die fehlende Langzeitmotivation. Erspielbare Kämpfer, Stages, Costumes oder andere Secrets waren auf dem Dreamcast leider Fehlanzeige! Hier bietet die Playstation 2 Variante etwas mehr für euer hart verdientes Geld. Das spärliche Lineup von ehemals nur 12 auswählbaren Fightern, wurde um zwei erspielbare Raufbolde erweitert. Sowohl, der vom ersten PSX-Teil bekannte, "Bayman" wie auch Endboss "Tengu" können nach ausgiebigen Runden erspielt werden, womit der Auswahlscreen dann immerhin über 14 Kämpfer verfügt. Im Vergleich zu "Tekken Tag Tournament", mit seinen insgesamt 34 Fightern, natürlich ein immernoch relativ bescheidenes Aufgebot.

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