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Dead or Alive 2: Gimme more, stay alive - Leser-Test von Van_Helsing


1 Bilder Dead or Alive 2: Gimme more, stay alive - Leser-Test von Van_Helsing
Wir schreiben das Ende des 20.ten Jahrhunderts und müssen miterleben, wie ein bedeutsamer Mann ermordet wird. Dieser Mann, sein Name war Fame Douglas, war Sponsor und Initiator des überaus beliebten und vor allem legendären „Dead or Alive 1 Combat Championship“. Mit seinem Tod veränderte sich alles ... Die Welt stürzte in ein absolutes Chaos und zeigte sich einmal mehr orientierungslos, da kein großer Führer mehr vorn anstand und allem Halt und Gleichschritt gab.
Doch dann, man glaubte es fast nicht, wurde eine zweite „Dead or Alive Meisterschaft“ angekündigt. Aber leider nicht mit den Idealen und der Bedeutung, die einst durch Douglas entstand und mit ihm gestorben sind. Die nun anstehende Meisterschaft unterliegt keinem geringeren als Tengu – einem bösartigen Führer, der sich die Welt unterwerfen will. Viel schlimmer allerdings: Tengu ist für den Tod von Douglas verantwortlich. Die Bevölkerung ist in Angst und Schrecken versetzt und nun heißt es für das angetretene Kämpferteam, bestehend aus allen Teilen der Erde, erfolgreich sein .. Mit dieser Grundlage schlüpft man nun in die Rolle der einzelnen Kämpfer und versucht die Meisterschaft zu gewinnen und damit die Welt vor der Heimsuchung Tengu’s zu bewahren.

Das ist die grundlegende Story für Dead or Alive 2 für den Dreamcast (unterscheidet sich auch nicht von der Basis für die PS2 Version) und die zu erfüllende Mission dürfte damit hinreichend geschildert sein.
Für den Erfolg stehen einem wahlweise 12 verschiedene Kämpfer zu Verfügung; männlich wie weiblich – und die weiblichen dürften für manch’ männlichen Gamer durchaus mehr als nur ansehnlich sein *g*. Alle verfügen über unterschiedliche Kampfstile, die von Ninjutsu über Thai-Boxen bis hin zum Wrestling reichen und damit unterschiedliche Schwerpunkte bei den Charakteren vorherrschen. Diese sollte man sich zum erfolgreich sein in jedem Fall zu Gemüte führen (werden gut in der Anleitung beschrieben) und sich damit dann auch gleich die vorteilhaftesten Moves einprägen – welche gleichfalls dargestellt werden. Grundsätzlich ist das Kampfprozedere während des Spiels gleichfalls leicht zu erlernen. Aber nicht nur die Figuren stehen zur Verfügung, sondern auch eine Vielzahl an Kostümen; die aber – wie sollte es anders sein – erst durch mehrfaches Durchspielen zur Verfügung stehen. Und hier sei gesagt: bis zu 200 Mal ist nicht wirklich ungewöhnlich *g*.
Zu den weitern Wahlmöglichkeiten hinzu gesellen sich die Spiel-Modi, die bei Dead or Alive 2 ein umfassendes Repertoire zu bieten haben. Gesamt stehen acht verschiedene Modi zur Verfügung und der Story-Mode oder der Team-Battle-Mode sind gerade mal zwei Beispiele dafür. Besonders hervorheben sollte man den Story-Mode, der während dem Kampfgeschehen mit schönen Zwischensequenzen aufwarten kann. Hinzu kommt, hat man den Endgegner bezwungen, eine kurze aber gleichfalls gute gemachte Schlusssequenz.
Grafisch zeigt sich Dead or Alive 2 für den Dreamcast solide und gut ausgereift. Alles in allem sind die Bilder sauber und klar und geben keinerlei Anlass für eine negative Aussage. Besonders hervorzuheben sind die großen Kampfarenen, die sich mit Liebe zum Detail darstellen. Es gibt Arenen, da kommt man einfach nur ins Staunen! So z.B. im Story-Mode die zweite Arena; hier präsentieren sich einem super gemachte Spiegeleffekte am Boden der Arena sowie ein unglaubliches Figuren-Schattenspiel. Wobei diese Schatteneffekte bei jeder Kampfsequenz auszumachen sind. Toll gemacht ist auch die Möglichkeit mit seinem Kämpfer über diverse Ebenen zu gehen; heißt: eine marode Stelle oder ein splitterwilliges Glas findet man fast überall und man kann so mit einer gezielten Schlag-Wurf-Kombination seinen Gegner eine Etage tiefer befördern ... was einem selbst aber auch passieren kann *g*.
Mögliche Klipping-Fehler, Flimmern oder sonstige störende Aspekte in der Grafik konnte ich nicht wirklich ausfindig machen, bzw. sind mir nicht unbedingt aufgefallen. Grundsätzlich bin ich persönlich der Ansicht, dass die grafische Gestaltung der Dreamcast Version um einiges besser ausgefallen ist, als die PS2-Variante. Besonders auffällig: betrachtet man sich die Proportionen der einzelnen Figuren. Die DC-Version zeigt sich hier filigraner und ausgewogener!
Wie schon kurz angesprochen, ist die Steuerung für Dead or Alive 2 eingängig und stellt einen nicht wirklich vor Schwierigkeiten. Alle Tasten des Joypads sind belegt und weisen eine gewisse Logik auf. Für diverse Moves müssen – wie üblich – Tastenkombinationen benutzt werden. Darüber hinaus sollte man sich bestimmten Techniken ganz ausführlich widmen: und zwar dem Abfangen von gegnerischen Schlägen. Dies erfordert ein gutes Gefühl und natürlich Timing.
Die Musikhinterlegung bei Dead or Alive 2 ist meines Erachtens sehr gut gelungen. Die gewählten Musikstücke sind ziemlich Hardrock-lastig (und damit mein Fall *g*). Alles in allem sind die Songs aber super abgestimmt auf die jeweiligen Arenen und tragen so zur optimalen Flair-Vermittlung bei. Die Soundkulisse ist – wie bei den meisten Beat’em Ups – „drastisch“ ausgefallen – denn die Schläge übertönen bisweilen die eigentliche Musik – was aber keinen Grund darstellt dieses Game im Ansatz zu schmälern!
Die deutsche DC-Variante bedient sich bei der Sprachausgabe – ja die Kämpfer sprechen (z.B. als Kampfansage) – der japanischen Originalsprache, im Gegensatz zu der PS2-Version, die komplett in Englisch gehalten ist. Zur besseren Verständigung – bei der DC-Version - sind aber gleichzeitig Untertitel in englischer Sprache eingestellt.
Was den Schwierigkeitsgrad betrifft, so ist Dead or Alive 2 individuell einstellbar. Je nachdem wie gut (oder nicht) der jeweilige Spieler, lässt sich das im Game entsprechend anpassen. Ist zum Beispiel der Gamer sehr geschickt und gewohnt mit solchen Anforderungen umzugehen, wird er in jedem Fall die schnellere Variante bevorzugen. Und ein wenig geübter Gamer wird sich die mittlere oder leichtere Abstufung auswählen. Die Einstellung über das Spieltempo und damit der zugehörige Schwierigkeitsgrad ergibt sich aus dem Alter der jeweiligen Kämpfer.
Dead or Alive 2 kann klassisch allein gespielt werden oder aber bis zu vier Gamern gleichzeitig. Allerdings ist diese Variante nur im Tag-Team Modus verfügbar. Andernfalls sind die bekannten „Mann-gegen-Mann“ (respektive Frau *g*) Varianten möglich oder natürlich gegen den Computer selbst.
Abschließend bleibt dann noch zu sagen, dass auch Dead or Alive 2 mit der mittlerweile doch recht häufigen Wahlmöglichkeit zwischen 50 und 60 Hz aufwartet. Es dürfte wohl ziemlich außer Frage stehen, dass sich gerade bei einem Beat’em Up der 60 Hz Modus geradezu aufdrängt *g* und sollte auch in jedem Fall von denjenigen genutzt werden, die einen entsprechenden TV ihr eigenen nennen.

Mein Fazit: Nein, ich werde mich jetzt hier nicht hinreißen lassen und sagen, dass mir die eine oder die andere Version besser gefallen hat. Beide haben ihren Charme und mir hat es Spaß gemacht, beide Versionen (PS2 und DC) durch zu zocken. Natürlich kam ich auf dem DC zuerst in den Genuss und ich kann Dead or Alive 2 einfach nur wärmstens empfehlen. Und das nicht nur an reine Beat’em Up Fans sondern auch an diejenigen, die sich mit diesem Genre anfreunden wollen. Geübten als auch ungeübten Gamern bietet es Fun und langen, langen Spielspaß auf der ganzen Linie. Vom jetzigen Stand gesehen denke ich auch, dass die Dead or Alive Serie zukünftig in jedem Fall eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Tekken- oder Virtua Fighter-Serie werden wird (wenn sie es nicht schon irgendwie ist *g*).

Negative Aspekte:
fällt mir irgendwie nix ein

Positive Aspekte:
eigentlich alles; wirklich geniale Grafik

Infos zur Spielzeit:
Van_Helsing hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Van_Helsing
  • 9.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 7.8/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 8/10
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