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Das Ding aus einer anderen Welt im Gamezone-Test


1 Bilder Das Ding aus einer anderen Welt im Gamezone-Test

Eisiges Gruseladventure

"The Thing" - bei diesem Titel denken viele unwillkürlich an John Carpenters gleichnamigen Film von 1982, und das zu recht, denn "The Thing" ist nicht bloß ein moderner Klassiker des Gruselkinos, sondern laut Entertainment Weekly auch einer der furchteinflößendsten Streifen aller Zeiten, neben "Alien", "Der Exorzist" und "Der weiße Hai". Allerdings ist Carpenters "The Thing" keineswegs ein originäres Werk, sondern ein mit reichlich Action und spektakulären Effekten angereichertes Remake von Howard Hawks' Schwarzweißfilm aus dem Jahre 1951.

Dort wo Carpenters neuaufgelegter Klassiker endet, beginnt das Spiel: Zwei Sonderkommandos der Army werden abgesetzt, um den mysteriösen Ereignissen im arktischen Eis auf den Grund zu gehen. Wie sollte es anders sein, plötzlich passieren unvorhergesehene Dinge und der Funkkontakt zu den Teams reißt ab. Wir stehen nun fast völlig alleine da - mitten im Eis ohne zu wissen was für grauenvolle Dinge noch vor uns liegen mögen.

The Thing ist, zumindest in seiner US-Version, extrem blutig und nichts für schwache Nerven. Dies soll aber nicht heißen, dass man hier hauptsächlich wild um sich ballert, denn der Fokus liegt ganz klar auf dem geschickten Einsatz unser Teamkollegen um Rätsel zu lösen. Der Teamgedanke wird hier sogar noch einen Schritt weiter gedacht, da die einzelnen Teamkollegen erst Vertrauen zu einem aufbauen müssen und manchmal vor lauter Angst auch mal ausrasten können. Dem kann man entgegenwirken, indem man die Jungs mit Waffen oder Medikamenten versorgt. Leider hilft dies nicht immer, denn wie auch im Film kann jeder vom "Thing" befallen sein und zur blutrünstigen Bestie werden. Gut das es ein Bluttestgerät gibt, mit dem wir feststellen können wie es um unsere Kameraden wirklich steht. Hier ist aber auch einer der Minuspunkte des Games versteckt: Es kommt vor, dass wir gerade einen Kameraden als "thing-negativ" getestet haben, er aber dennoch nur einige Sekunden später zum Monster mutiert. Außerdem werden die Kollegen, die benötigt werden um in der Mission weiterzukommen nicht befallen und man kommt auch sonst ganz gut ohne fremde Hilfe aus. Somit ist es einem nach kurzer Zeit relativ wurscht ob man nun im Team unterwegs ist, oder nicht.

Die Steuerung kann leider nicht immer ganz mithalten. Da man das Spiel normalerweise nur aus der Third-Person-Ansicht sieht, ist man stark auf die automatische Zielfunktion angewiesen, welche leider eher schlecht als recht funktioniert. Es kann zwar auf Ego-Ansicht umgestellt werden, in dieser können wir uns allerdings nicht frei bewegen. Es handelt sich hier also um einen leicht vermurksten Spagat zwischen zwei Ansichten im Spiel.

Grafisch kann das Spiel eigentlich immer voll überzeugen, liebevolle und hochauflösende Texturen, geschickt mit Bump-Mapping verziert, stellen auch das erfahrene Spielerauge vollends zufrieden. Lediglich die wirklich gruselig aussehenden Gegner sind oft etwas zu klein geraten um deren Qualität erkennen zu können.

Der Sound war in Carpenters Filmen immer einer der wichtigsten Stimmungsmacher, leider ist beim Spiel zum Film viel zu selten etwas von dem einfachen aber sehr treibenden Tönen Carpenters zu hören. Darunter leidet natürlich auch ein wenig die Stimmung im Spiel, welche mit passender Hintergrundmusik noch besser gewesen wäre.

Trotz dieser Mängel verbreitet "The Thing" eine unglaublich dichte Atmosphäre und auch wir sind während des Testens so manches mal vor Schreck zusammengezuckt. Besonders die Cutscenes, in denen die Geschichte weiter erzählt wird, sind sehr gut gemacht und laufen komplett in der Spielegrafik ab. Die Rätsel und auch die vielen Items, welche wir im Spiel verwenden können schaffen viel Abwechslung und "zwingen" einen fast schon dazu bis zum Ende weiterzuspielen.

  • - GreenAcid"-"
  • "The Thing" hat leider durch diverse Designmängel nicht ganz den Sprung auf die 80er Marke geschafft. Wer aber dem Gruselgenre nicht abgeneigt ist, wird hier seine Freude haben und Fans des Films können sowieso zugreifen. Da das Spiel in recht übersichtliche Level eingeteilt ist, will man immer wieder etwas weiter spielen und genau dieser Drang lässt einen bis zum Schluss auch nicht mehr los. Wir freuen uns auf jeden Fall, daß diese Filmlizenz endlich mal richtig gut umgesetzt wurde!
Das Ding aus einer anderen Welt (XB)
  • Singleplayer
  • 7,9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
stimmige Grafik
gute Atmosphäre
Filmlizenz
sehr gute deutsche Übersetzung mit der Stimme von Bruce Willis!
seltsame Steuerung
Team-Feature nicht ganz durchdacht
wenig Hintergrundsound
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