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Dark Cloud im Gamezone-Test


1 Bilder Dark Cloud im Gamezone-Test

Storyline:
Auf dem alljährlichen Fest zu Ehren der Sterne kommt es in dem Fantasy-Dorf Norn zur Katastrophe. Gerade als die ausgelassene Stimmung ihren Höhepunkt erreicht hat, erscheint ein gigantischer Dschinn bösartiger Natur am Firmament. Kontrolliert vom General Flag, dem obersten Befehlshaber der verfeindeten 'Lagoon Republic Force', fährt der mächtige Flaschengeist wie ein Berserker in die Stadt. Häuser und Stallungen zerbrechen wie Streichhölzer, Bäume werden entwurzelt, als seien sie Grashalme, und panikerfüllte Menschen irren ziellos durch ein flammendes Inferno. Erst am nächsten Morgen wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Wo einst urbanes Leben pulsierte herrscht im wahrsten Sinne gähnende Leere. Als der Junge Toan im Dreck erwacht, sieht er vor sich nur ein weites, ödes Feld liegen. Von weiteren Überlebenden, seinen Freunden oder seiner Familie gibt es nicht die geringste Spur. Aber Hoffnung kommt auf: Ein mysteriöser alter Mann, der sich als Beschützer von Toans Welt vorstellt, erklärt dem Jüngling, dass im tiefsten Inneren vergessener Verliese einige mächtige Artefakte schlummern, mit deren Hilfe der Wiederaufbau Norns ein leichtes sei.

Gameplay:
Das Spielprinzip von Dark Cloud lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Sim City und Zelda beschreiben. Ihr baut euch eine eigene Welt auf und erkundet diese danach in der Third-Person-Perspektive. Entwickler SCEI nennt diese Art von Spielen ein "Georama RPG". Im Prinzip beinhaltet "Dark Cloud" nämlich einen Action-Part womit ihr samt einem Schwert in der Hand finstere Verliese durchforsten müsst. Der andere Part baut auf der Art von Sim City auf, wo ihr nach und nach euer Dorf Norn wieder nach euren Vorstellungen aus dem Boden zaubern könnt. Level Five scheint sich aber beim Action-Part offensichtlich der Zelda 64-Reihe (N64) bedient zu haben. Wie Zelda's Link hat auch euer Held Toan die Kamera stets im Nacken, während er nach verborgenen Schatzkisten Ausschau hält und sich in actionreichen Echtzeitkämpfen mit Skeletten, Fledermäusen oder dicken Goblins herumschlägt. Auf Wunsch könnt ihr aber eure Gegner per "Lock On"-Funktion anvisieren und seinen Angriffen elegant ausweichen, ohne ihn aus dem Auge zu verlieren. Dabei solltet ihr aber stets die Schadensanzeige Eurer Waffe im Auge behalten. Denn mit jedem Treffer am Gegner nutzen sich die Klingen ab - unscharfe Säbel fügen den Gegnern nur noch lächerliche Kratzwunden zu. Glücklicherweise findet ihr im Verlauf des Abenteuers eine Vielzahl an Hieb- und Stichwerkzeugen. Findet ihr sogar ein Repair-Set(Reparatur-Set), könnt ihr stumpfe Schneiden wieder zu alter Schärfe schleifen. Auf ein gewissen Realismus bei den Bedürfnissen wurde bei eurem Helden wert gelegt. Denn bei seinen anstrengenden Dungeon-Streifzügen verliert Toan stetig an Körperflüssigkeit. Ab und zu birgt eine Schatztruhe zwar ein Fläschchen an diesem köstlichen Nass, ökonomischer ist es jedoch, sich direkt zu den unterirdischen Quellen zu begeben. Hier wird nicht nur euer Durst gestillt, sondern auch eure Wunden geheilt. Dennoch ist Eile geboten: Da die Verliesarchitektur vor jedem Abstecher zufallsgeneriert wird, findet ihr jede Wasserquelle stets an einer anderen Stelle. Nach der kräftezehrenden Arbeit beginnt mit dem Wiederaufbau der Stadt der schönste Teil des Helden-Alltags. Mittels einen einfachen Editors dürft ihr gefundene Artefakte gegen Häuser, Bäume oder Wege eintauschen und beliebig auf einem Stadtplan positionieren. Nach und nach baut ihr Parkanlagen und Kirchen, reissende Bäche oder investiert in eine rotierende Windmühle.

Graphics:
Die Grafik ist wie bei den meisten PlayStation 2 Games verblüffend. Wunderschöne Wasser -und Spiegeleffekte, Gebäude die in den Himmel ragen und Tiere die umherwandern. Das alles in einer riesigen Landschaft ohne sichtbaren Grafikaufbau. Scheint so, als hätte die PS2 keine Leistungsgrenze...
Von wegen! Solange ihr nichts an Gebäuden aufgebaut habt wirkt die ganze Umgebung so trostlos und karg wie in der Wüste. Auch die Dungeons selbst wirken recht öde. Somit ist der Ersteindruck des ganzen eine reine Katastrophe. Habt ihr aber eine gewisse Spielzeit hinter euch, vergisst man schnell den schlechten Ersteindruck. Die Landschaft und die Umgebung wirkt je mehr ihr aufgebaut habt enorm detailliert. Der Übergang zwischen der Bauansicht und der vollen 3D-Perspektive ist absolut fliessend. Die Kamera zoomt dabei immer stärker auf den Aufenthaltsort eures Charakters, bis sie sich direkt hinter ihm befindet. Dieser Effekt ist absolut cool!
Die Spielfigur ist äusserst detailliert animiert und bewegt sich absolut flüssig, wie man das auch von der Playstation 2 erhofft hat. Die Haare wehen im Wind und das umgehängte Jäckchen ebenfalls. Trotz aller Feinheiten lässt aber der gewünschte Anti Aliasing Effekt zu wünschen übrig. Zwar ist er nicht ganz so miserabel wie bei RR5, dennoch lässt sich ein gewisser Treppeneffekt nicht von der Hand zu weisen.

Sound:
Solide aber ein wenig blass kommt der Sound daher. Die zu selten angewandte Bassline ist recht stark bemerkbar. Trotzdem ist der Sound recht passabel und lässt die Ohren nicht in Eintönigkeit versinken.

  • Gamezone Redaktion"-"
  • Dark Cloud kommt zwar auf DVD daher bietet aber trotz dieser Basis keine speziellen Besonderheiten. Weder grafisch noch soundtechnisch gibts grossartige Wunder zu vermelden. Optisch kann Dark Cloud wegen schlichter Polygonfiguren und einfallslosen Hintergründen dem heutigen Standard mancher Dreamcast-Titel nicht mithalten. Nehme man z.B das pompöse Skies of Arcadia oder Grandia 2 als Konkurrenz erblasst Dark Cloud regelrecht. Dafür bietet dieser Titel aber eine gelungene Fantasy-Untermahlung mit ungewöhnlichem Spielablauf.
Dark Cloud (PS2)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
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