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Dancing Stage Fusion im Gamezone-Test


6 Bilder So funktionierts So funktionierts

Nicht wirklich Mainstream, aber dennoch von vielen geliebt - das ist Dancing Stage! Konamis erfolgreiches Tanzspiel bekommt nun endlich wieder eine Fortsetzung auf Sonys Playstation 2 spendiert. Der letzte Titel, Dancing Stage Fever, war leider alles andere als ein Top-Hit. Die Songauswahl hätte im Umfang kaum kürzer sein können und in Sachen Innovation war völlig tote Hose. Keinerlei Veränderung, keine neuen Modi oder Ideen. Lest weiter, um zu erfahren ob Dancing Stage Fusion ebenfalls enttäuscht oder ob sich der Kauf wieder lohnt.

Die Grundmechanik


6 Bilder So funktionierts So funktionierts
Für alle, die Dancing Stage bereits kennen, ist folgender Abschnitt uninteressant. Hier wollen wir uns nämlich der Grundmechanik widmen, um "Neulinge" in die Geheimnisse des Tanzspiels einzuweihen. Ganz oben auf dem Bildschirm befindet sich die so genannte Stepzone. Diese besteht aus vier durchsichtigen Pfeilen, die in alle Himmelsrichtungen zeigen (oben, unten, rechts und links). Nun flitzen bunte Pfeile von unten nach oben, in Richtung Stepzone. Deckt sich ein farbiger Pfeil mit einem durchsichtigen Pfeil der Stepzone, so muss er sofort gedrückt werden. Dazu stellt man sich auf eine Tanzmatte, auf der alle vier Pfeile gekennzeichnet sind, und tritt mit dem Fuß auf den jeweils verlangten. Hier ist Timing gefragt! Die Reihenfolge und Menge, der zu drückenden Pfeile, variiert mit jedem Song, da sie vom Rhythmus und von der Musik abhängig ist. Je nach Schwierigkeitsgrad werdet ihr also mit nur wenigen oder einer wahren Flut konfrontiert. So kann es auch zu Sprüngen (zwei Pfeile gleichzeitig z.B. links und rechts), Achtel- oder sogar Sechzehntelschritten kommen. Dadurch sind Anfänger und auch Profis bestens bedient.

Innovation oder nur wieder Altbekanntes?


6 Bilder Immer schön bewegen Immer schön bewegen
Nachdem man sich bei Konami leider schon öfters den Spaß erlaubt hatte, die Fans mit lieblosen Fortsetzungen ohne jegliche Innovationen abzuspeisen, ließ man sich bei "Fusion" nun endlich mal wieder was einfallen. Der ein oder andere Modus begeistert durch frische Ideen, aber auch Altbewährtes ist wieder zu finden. Ein kleiner Überblick über die Modi: Wohl am häufigsten genutzt: Der Spielmodus! Hier wird zunächst bestimmt ob man alleine oder gegen einen Kumpel antreten will oder alleine auf zwei Matten tanzt. Nun darf noch ein virtuelles Männlein (oder Weiblein) ausgesucht werden, das dann im Hintergrund zur Musik tanzt und schon geht's zur Song- und Schwierigkeitsstufenauswahl. Meist stellt man die Hintergrundkasper aber sowieso gleich in den Optionen aus, da man ohne diese schneller zum Tanzen kommt und nicht abgelenkt oder gar genervt wird. Das neue Feature, weitere Tänzer und sogar Bekleidung für selbige freizuspielen, ist somit ein wenig unsinnig, aber immerhin hat man sich mal was einfallen lassen. Wesentlich sinnvoller ist hingegen die Wiederbelebung des Oni-Mode. Dieser kehrt mit neuem Namen, als so genannter Herausforderungsmodus, zurück und ist im Spielmodus integriert. Es gilt eine bestimmte Anzahl an unterschiedlich schweren Songs zu absolvieren. Doch Vorsicht! Für jeden einzelnen Titel hat man nur vier Lebenspunkte. Mit jedem "gut", "fast" oder "buh" wird einer unwiderruflich abgezogen und sobald man alle verloren hat, muss wieder am Anfang begonnen werden. Wie immer mit dabei und ebenfalls im Spielmodus zu finden: Der Non-Stop-Mode. Hier wollen vier Songs hinter einander gemeistert werden, ohne dass der Tanzbalken verschwindet. Durch schlechte Leistung wird dieser kleiner, durch gute allerdings wieder größer. Auch der Endlosmodus darf nicht fehlen. Wie der Name schon sagt tanzt ihr immer weiter, bis eure Kondition und damit auch der Tanzbalken nachlässt. Um ein paar Fettpölsterchen abzubauen, eignet sich der Workout-Mode genau richtig. Man gibt seine Größe und das Gewicht an und schon können die Kalorien berechnet und angezeigt werden, welche man durchs Tanzen verloren hat.

Wer in Sachen Dancing Stage noch etwas unerfahren ist, dem wird im Unterrichtsmode alles Schritt für Schritt erklärt. Profis (und solche, die es noch werden wollen) haben die Möglichkeit im Trainingsmodus ihre Leistungen zu verbessern. Hier können schwere Songpassagen immer und immer wieder geübt werden, bis diese keine Probleme mehr machen. Wer seine eigenen Pfeilkombinationen erstellen will, der darf das im Editiermodus tun. In Fusion gibt es den Punkt "Information". Darunter verbirgt sich nichts anderes, als die Auflistung all eurer Errungenschaften (sprich neue Songs oder Modi) und wichtige Ereignisse (das erste AA und andere Fortschritte). Wenn es um Innovation geht, dann liegt der Missionsmodus wohl ganz weit vorne. Ihr seht zunächst viele, zugedeckte Plättchen, die es aufzudecken gilt, damit ein Teil eines großen Bildes preisgegeben wird. Jedes Plättchen steht für eine bestimmte Mission. Ihr müsst beispielsweise ein B-Ranking erreichen, dürft den oberen Pfeil nicht tanzen, seht die Pfeile von oben kommen, während sich die Stepzone unten befindet, müsst absichtlich eine bestimmte Anzahl "fast" und "buh" erhalten, euch die Stepzone vorstellen, da diese fehlt, Haltepfeile ignorieren und vieles mehr. Es geht also nicht darum möglichst gut zu tanzen, sondern genau das zu tun, was verlangt wird. Bestimmte Dinge fallen dabei oft schwerer als man denken würde. Wird eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen, dreht sich das Plättchen um und man darf sich neu freigeschalteten Missionen widmen. Es kann auch gegeneinander angetreten werden, allerdings nur mit zugeteilten und nicht frei wählbaren Aufgaben.

Dancing Stage meets EyeToy


6 Bilder Erst putzen, dann tanzen Erst putzen, dann tanzen
Wer wissen will was dabei heraus kommt, wenn Tanzmatte auf USB-Kamera trifft, der sollte einen Blick in den Party-Modus werfen. Zum ersten Mal in der Geschichte von Dancing Stage wird Sonys EyeToy mit in das fröhliche Tanzspektakel einbezogen und schafft damit völlig neue Spielelemente. So darf man sich während des Hüpfens auf der Tanzmatte beispielsweise selbst im Fernsehen bewundern. Während die Arme bei dieser Variante noch nicht gebraucht werden, kommen sie beim Kokosnuss-Spiel jedoch voll in Einsatz. Durch schnelles Trampeln auf der Matte werden Palmen geschüttelt und anschließend müssen die herunterfallenden Kokosnüsse aufgefangen werden. Ihr könnt aber auch als Putzkraft tätig werden und den Bildschirm durch wildes Wischen von immer wieder auftretendem Schmutz und anderem säubern. Das ist ganz hilfreich, denn andernfalls seht ihr eure Stepzone und die Pfeile nicht. Diese amüsante Wedelei hat sich jedoch als ziemlich herausfordernd erwiesen, da schnell Koordinationsprobleme auftreten können.


6 Bilder Und dann die Hände zum Himmel! Und dann die Hände zum Himmel!
Als besonders interessant zeigte sich aber die EyeToy Variante, in der man nicht nur die Füße, sondern auch die Hände im Takt bewegen muss. Neben der Stepzone gibt es hier links und rechts zusätzliche Symbole für die beiden Hände. Zwischen den Pfeilen tauchen dann immer wieder die kreisförmigen Hand-Symbole auf, die ihr im richtigen Augenblick "greifen" müsst. Dummerweise stehen dabei keine verschiedenen Schwierigkeitsstufen zur Auswahl und der vorgegebene Anspruch ist sehr niedrig. Schon nach wenigen Versuchen ist man leider bereits unterfordert. Warum ein Alleyway ähnliches Spiel seinen weg in Dancing Stage Fusion gefunden hat ist allerdings etwas rätselhaft. Die Tanzmatte kommt nämlich gar nicht erst zum Einsatz, da die kleine Kugel lediglich mit den Händen gesteuert wird. Es gibt aber auch noch Minispiele bei denen nur die Füße zum Einsatz kommen. Hier wollen Tiere gefüttert oder Wettrennen gewonnen werden. Einerseits muss man Konami dafür auf die Schultern klopfen, dass sie mit der Einbindung von EyeToy endlich mal etwas mehr Kreativität gezeigt haben, andererseits gibt es da aber auch einen winzigen Hacken. Die Kamera-Modi sind sicherlich ganz nett, können jedoch eher als kleine Spielereien angesehen werden und nicht als sensationelle Bereicherung. Sie stellen lediglich eine Dreingabe dar, die man mal ausprobiert, aber das eigentliche Geschehen spielt auch weiterhin auf der Tanzmatte.

Von Sunlight bis zu the darkness - die Songauswahl!


6 Bilder Ein 'Gaststar' aus Silent Hill 4 Ein "Gaststar" aus Silent Hill 4
Nach der Pleite mit Dancing Stage Fever, kann sich die Songauswahl von Fusion endlich wieder sehen lassen. Es wurde sowohl die Anzahl, als auch die Vielseitigkeit der Songs gesteigert. Die lizenzierten Titel fielen ebenfalls üppiger aus und sind dieses Mal um einiges aktueller und bekannter, als noch in Fever. Da hätten wir zum Beispiel Jamelia - Superstar, The Darkness - I belive in a thing called love, DJ Sammy - Sunlight, Geri Haliwell - It's raining men, DJ Bobo - Chihuahua, die Sugababes, Atomik Kitten, Kylie Minogue und viele mehr. Während solche Songs früher meist zu sehr einfachen Schwierigkeitsstufen neigten (und das selbst auf Profi), hat sich das nun verbessert. Neben bekannten Titeln, gibt es aber auch wieder eine ganze Menge Tracks, die speziell für Dancing Stage entwickelt wurden. Es gibt sogar einen "Gastauftritt" von Heather aus Silent Hill 3, die "You're not here" zum Besten gibt und Mary Elizabeth McGlynn aus Silent Hill 4 verlangt in "Your rain" um euer Gehör. Insgesamt hätte man sich vielleicht ein paar mehr Naoki-Songs gewünscht, aber ansonsten ist die Auswahl wirklich exzellent. Ob schnulziger Pop, treibende Technobeats, fetziger Rock oder sogar Latin... es ist (fast) für jeden was dabei.

Die Präsentation


6 Bilder Das Roulette-Menü. Aber andere Farben Das Roulette-Menü. Aber andere Farben
Die beiden Vorgänger, Dancing Stage Fever und MegaMix, waren im Aufbau der Menüs völlig identisch. Fusion geht dabei ganz neue Wege. Die Songs sind nun nach einem Roulette im Kreis angeordnet und die komplette Aufmachung wirkt recht bunt. Leider wurde auf die Anzeige der bpm und die Statistik ob ein Song viele Sprünge oder Freezepfeile hat usw. verzichtet. Außerdem hat man das Punkte- und Bewertungssystem ein wenig verändert. Wer ein AA haben will, der muss nun eine full combo aufs Parkett legen, sprich kein einziges gut, fast oder buh tanzen. Hier waren die Vorgänger toleranter. Ob einem der neue Stil und das Ranking zusagen oder nicht, ist wohl Geschmacksache. Ansonsten hat sich an der technischen Seite im Grunde nichts getan. Sie ist wie schon immer zweckmäßig.

Die komplette Songliste:

Lizenzierte Titel:
Chihuahua - DJ Bobo
Come Into My World - Kylie Minogue
Danger! High Voltage - Electric Six
Familiar Feeling - Moloko
Freak Like Me - Sugababes
Go West - Pet Shop Boys
Good Luck - Basement Jaxx feat. Lisa Kakaula
Gotta Get Thru This - Daniel Beddingfield
Heaven and Earth - POP!
I Believe In A Thing Called Love - The Darkness
It's Raining Men (Almighty Mix) - Geri Haliwell
Kids in America - Kim Wilde
Mickey - Toni Basil
Move Your Feet - Junior Senior
OK - Big Brovaz
Promises - Kylie Minogue
Rappers Delight - Sugarhill Gang
Sexiest Man in Jamaica - Mint Royale (feat Prince Buster)
Somebody Like You - Atomic Kitten
Sunlight - DJ SAMMY
Superstar - Jamelia

Konami Songs (neu auf der Playstation)
321 Stars - DJ SIMON
A - DJ Amuro
A Stupid Barber - Sho-T
Across the nightmare - Jimmy Weckl
AM-3P - Ktz
Be Lovin - D-Crew
Candy - Luv UNLIMITED
Can't Stop Fallin' in Love (Speed Mix) - Naoki
Colors (for EXTREME) - dj TAKA
Destiny Lovers - Kunitake Miyuki
Dive - BeForU
Dynamite Rave (Down Bird SOTA Mix) - Naoki
Fire Fly - BeForU
Orion.78 (civilization mix) - 2MB
Paranoia Max (Dirty Mix) - 190
Paranoia Survivor - 270
Still In My Heart - Naoki
Sync (for EXTREME) - Outphase
Tomorrow Perfume - dj TAKA
Try 2 Luv. U - S.F.M.P.
un deux trois - SDMS
xenon - Mr.T
Your Rain (RAGE MIX) - Akira Yamaoka feat. Mary Elisabeth McGlynn
You're Not Here - Heather

Konami Songs (bereits auf anderen Playstation Games vorhanden)
Healing Vision (Angelic Mix) - 2MB
Kakumei - dj TAKA with NAOKI
Keep On Movin' - N.M.R
La Senorita - Captain.T
La Senorita Virtual - 2MB
Make It Better - mitsu-O!
Make It Better (So-REAL Mix) - mitsu-O! SUMMER
Trip Machine - DE-SIRE
Trip Machine -luv mix- - 2MB

Exklusiv: Unsere beiden Gastredakteure Cubey und Perfect007 in Aktion mit dem Spiel!Video im Gamezone TV Player starten
  • - -"-"
  • Wer Dancing Stage mag, wird auch mit dem neusten Ableger seine Freude haben. Seit langem stehen wieder einmal richtig viele Songs zur Auswahl (mehr als 50 mit insgesamt über 80 Minuten Laufzeit). Endlich zeigt man sich bei Konami kreativ, denn obwohl die EyeToy-Modi nur als kleiner Bonus zu verstehen sind, bringt man neue Ideen mit ein. Als wäre das noch nicht genug, kostet der Spaß außerdem keine 50€ wie sonst, sondern ist schon für 30 € zu haben. EyeToy-Unterstützung, mehr Songs, viele Modi und alles für weniger Kohle - wer da nicht zugreift ist selbst schuld!
Dancing Stage Fusion (PS2)
  • Singleplayer
  • 8,4 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Viele verschiedene Songs
EyeToy-Modi
fairer Preis von nur 30€
Neues Design und Rankingsystem ist etwas gewöhnungsbedürftig
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