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DTM Race Driver im Gamezone-Test


1 Bilder DTM Race Driver im Gamezone-Test

"DTM Race Driver" aus dem Hause Codemasters versucht etwas frischen Wind in das Rennspielgenre zu bringen, indem sie quasi ihre TOCA-Reihe mit einem Storymode versehen haben und als DTM-Racing verpacken. Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen und etwas ungestümen Nachwuchsfahrer McKane, dessen Karriere wir fortan voranzutreiben versuchen. Insgesamt 13 verschiedene Meisterschaften gilt es zu bestehen, auf über 35 internationalen Kursen und mit 42 verschiedenen Autos. Die Story läuft dabei linear ab und wird uns in der Form kurzer Videosequenzen zwischen den Rennen präsentiert, denn der Schwerpunkt liegt nach wie vor bei den Rennen und der Beherrschung des Wagens.

Nach erfolgter Testfahrt können wir bei unserem ersten Team anheuern und versuchen die ersten Meisterschaftspunkte einzufahren. Dabei gibt sich die Steuerung der Boliden recht ausgereift, allerdings ohne an der Simulationsgrenze zu kratzen. Sie dürfte sich ziemlich genau zwischen einem Arcade-Racer und einer Simulation ansiedeln, so dass ein schneller Einstieg gewährt ist, für bessere Platzierungen allerdings muss man schon etwas Kenntnis über die Fahreigenschaften mitbringen. So sollte man tunlichst vermeiden in der Haarnadelkurve zu früh zu Beschleunigen, will man nicht gegen die Fahrtrichtung zum Stehen kommen, oder zu schnell auf die Kuppe zusteuern, denn mit Luft unterm Wagen verliert dieser schnell sein Steuervermögen. Insgesamt gesehen allerdings, erreicht die Steuerung nicht ganz das Niveau eines "Gran Turismo", dafür gibt sie sich zu arcadelastig und lässt auch nicht so ein gutes Bodenkontaktgefühl zu, wahrscheinlich auch deswegen, weil der Rumblemotor nicht so exzessiv eingesetzt wird. Trotzdem darf man sie als gelungen bezeichnen, auch wenn man sich mitunter ein etwas schnelleres Einlenken wünschen würde.

Die grafische Präsentation kann sich sehen lassen und die vielen kurzen Filmsequenzen schaffen es recht gut Atmosphäre aufzubauen. Die Ingame-Grafik gefällt besonders durch ihre Licht- und Glanzeffekte, welche hervorragend am Abend zur Geltung kommt, wenn sich die untergehende Sonne in den Banden spiegelt und diese mit besonders harten Kontrasten dargestellt werden. Doch auch die Gebäude und der restliche Schmuck sind nett anzusehen und erlauben sich keine negativen Ausreißer. Am detailliertesten freilich sind die Autos selbst, die, egal aus welcher Perspektive heraus, immer eine gute Figur machen. Fast schon selbstverständlich akzeptiert man das ausgeklügelte Schadenssystem, welches Verformungen der Blechteile, bis zu ihrem Verlust, wunderbar darstellt. Natürlich werden auch die Schäden an den Reifen und an den Glasteilen berechnet, was man spätestens nach einem Auffahrunfall an den herumstiebenden Splittern erkennt.

Lediglich die Soundkulisse gibt sich nicht ganz so ausgereift wie der Rest des Spiels, obwohl sie technisch, neben dem Mono und Stereoton, auch noch mit Dolby-Surround aufwartet, gibt sich die gesamte Geräuschkulisse etwas dünn. Der Motor hört sich recht knackig an, besonders in Verbindung mit dem Geräusch des Differential ergibt das einen schönen Sound, trotzdem hat man den Verdacht diesen Sound schon aus einem anderen Rally-Game zu kennen. Die Umwelt gibt nur wenige Geräusche von sich, allen voran die Rufe aus den Zuschauerrängen und die Boxensounds, sowie ein leichtes Säuseln bei Regenfahrten.

Trotz des ein oder anderen Kritikpunktes kann das Gameply zu "DTM Race Driver" begeistern. Die gesamte Präsentation erzeugt eine zum Spiel passende Atmosphäre und der Storymode hält sich dezent im Hintergrund, ohne jedoch unterzugehen, so dass man nicht von ihm erschlagen wird und sich voll auf die Rennen konzentrieren kann. Durch die angenehme Menüführung, welche uns in Form der verschiedenen Bereiche wie Garage und Freizeitraum präsentiert wird, hat man schnellen zugriff auf alle Wichtigen Funktionen ohne das Handbuch bemühen zu müssen. Gekrönt wird das Ganze durch einen stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad, der einem im späteren Verlauf noch einiges an Fahrkünsten abfordert.

  • Peter Grubmair"-"
  • "DTM Race Driver" ist eins der wenigen Rennspiele mit Storymode welches es geschafft hat, die beiden Elemente miteinander zu kombinieren ohne Abstriche im Gameplay machen zu müssen. Es reicht technisch zwar nicht ganz an die Spitzenreiter des Genres heran, hängt aber locker das Groß der Rennspiele auf der PS2 ab. Die Anzahl der Strecken und Autos muss sich nicht verstecken und das was auf dem Schirm landet kann sich sehen lassen, lediglich die Soundkulisse hätte noch etwas Feinschliff vertragen, wobei die Betonung auf "etwas" liegt, denn im Großen und Ganzen gibt auch sie sich von ihrer besten Seite. Somit kann man "DTM Race Driver" als rundherum gelungen bezeichnen.
DTM Race Driver (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Gut integrierter Storymode
tolle Lichteffekte
ausgereifte Steuerung und tolles Schadenssystem
viele Meisterschaften auf noch viel mehr Strecken
Die Umwelt ist ziemlich ruhig und gibt kaum Geräusche von sich
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