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DTM Race Driver - Director's Cut: Arroganter Schnösel! - Leser-Test von just4ikarus


1 Bilder DTM Race Driver - Director's Cut: Arroganter Schnösel! - Leser-Test von just4ikarus
Wenn einer spielerisch tolle und kommerziell erfolgreiche Rennspiele schaffen kann, dann Codemasters. Weltbekannt wurden sie durch die bisher 4 Colin McRae Rally - Games und den Actionkracher "Operation Flashpoint". "Colin McRae Rally 2" stand nun schon seit vielen Monaten auf dem vordersten Platz der Rennspiel-Hitliste, man könnte denken, dass es unmöglich sei, das Game vom Thron zu stürzen ... aber dass das Game Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommen sollte, daran dachte wohl wirklich niemand! (oder? )

Revolutionär einfach, einfach revolutionär

Was in einem normalen Ego-Shooter seit, sagen wir mal, "Half-Life" zur Grundausstattung eines kommerziell erfolgreichen Actiongames gehört, wurde 2003 durch "DTM Race Driver" eingeführt: man erlebte seine ganze Karriere in einer Story-Kampagne, mit Videoszenen und professionellen Sprechern. Seit diesem Game sind nun auch in Rennspielen interessante Storys gefragt. Soweit zu einfach revolutionär!

Revolutionär einfach ist hingegen die Steuerung: ich habe das Game anfangs mit der Tastatur gesteuert ... na ja, anfangs schleuderte es mich noch oft ins Kiesbett aber nach und nach gaben sich die Schwierigkeiten und ich konnte schon erste Erfolge feiern. Danach probierte ich es mit meinem Gamepad, und auch da war ich überzeugt: Codemasters hat mit der Steuerung alle Arbeit geleistet. Nicht so schwer wie Colin McRae Rally, nicht so arcadelastig wie z. B. Rollcage (na ja, schlechtes Beispiel). Einfach einfach. Und mit einem Lenkrad würde sich das Game natürlich noch um einiges realistischer und spannender fahren, nur ich besitze leider noch keines...

Du bist Ryan McKane, der jüngste Spross aus einer weltbekannten Rennfahrer-Familie. Er erlebte als kleiner Junge sozusagen "live", vor Ort mit, wie sein Vater nach Ende des Rennes von seinem Erzfeind gerammt wurde, und er seinen Wagen nicht mehr kontrollieren konnte. Der Wagen prallte gegen die Wand und ging in Flammen auf, für McKanes Vater kam jede Hilfe zu spät. Jetzt, einige (ca. mindestens 15) Jahre nach diesen schrecklichen Geschehnissen fährt Ryans großer Bruder in der DTM. Ryan hat bisher noch keine lukrativen Angebote bekommen ... bis jetzt

Es ist geil ein Arschloch zu sein!

Erstens einmal: Entschuldigung für diese nicht von Intellektualität strotzende Aussage, aber wenn sie schon bei meinem Big Brother Christian funktioniert, und der auch noch Platz 1 in den Charts wurde..., na ja, also nochmals "Entschuldigung"!

Während Mr. Freeman aus Half-Life, oder Mr. Basco aus Runaway vor Sympathie strotzen, empfinde ich zu Ryan eine gewisse Abneigung: er hält sich für den besten Rennfahrer aller Zeiten, und schon dass ist schon ein Grund ihn nicht zu mögen: jeder weiß doch, dass Christian Klien (Jaguar, Formel 1, Saison 2004, Österreich), der beste Rennfahrer ist, oder?

Na ja, man kann sich halt nicht als ausgezeichneter Rennfahrer bezeichnen, wenn man von Herrn just4ikarus, weltbekannt als Rennspiel-Amateur-Fahrer, gesteuert wird. Hierbei hätte ich mir in Interviews eine Multiple-Choice-Antwort-Aussuchs-Verfahren gewünscht: "Und, was sagen sie zu ihrer Leistung nach diesem Rennen? " A: "Dabei sein ist alles ... nur warum haben mich alle zweimal überholt ... ist das überhaupt erlaubt? " B: "Ach, ist das Rennen schon vorbei, ich dachte, dass sei die Aufwärmrunde. " Oder vielleicht C: "Ähm, hust hust, na ja, ich bin halt, hust hust, der beste Rennfahrer aller Zeiten ... hust hust! ". Na ja, Spaß beiseite ... mit der Charaktergestaltung hätte sich Codemasters intensiver auseinandersetzen müssen. Gott-sei-Dank sehe ich im Nachfolger "DTM Race Driver 2" die Videoszenen nur mehr aus der Ich-Perspektive und nicht wie hier aus der Verfolger- (oder auch Third-Person-)Perspektive.

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