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DNA: Dark Native Apostle im Gamezone-Test


1 Bilder DNA: Dark Native Apostle im Gamezone-Test
Ein böser Doktor ohne Doktortitel macht unter den Fittichen eines Ex Green-Beret die schauderlichsten Gen-Experimente. Sie haben dabei nichts besseres zu tun als Menschen zu züchten die unendlich Bomben legen und sich sogenannte Biochips in den rechten Arm einsetzen können. Als so manipuliertes "Testobjekt" erwachen wir in einem Labor und wissen vorerst überhaupt nichts. Weil dem so ist, haben wir auch nur einen einzigen Gedanken, nämlich den an die Flucht.
Wir bemerken, die Story ist so ausgelutscht wie die Schlaghosen aus den 70ern, was durch den verwendeten Cell-Shading Look noch unterstützt wird, welcher zwar einen gewissen Stil besitzt, in "D.N.A." aber dermaßen grobpixelig und mit einer viel zu geringen Farbtiefe umgesetzt wurde, dass man sich manchmal in die seligen 8Bit Zeiten zurückversetzt vorkommt. Was wirklich schade ist, denn wenn man sich trotz dieses Einstiegsschocks etwas mit dem Game befasst, entfaltet sich ein wasserdichtes und durchaus ausgereiftes Gameplay in bester Action-Adventure Manier. Wie Lara Croft ist unser Charakter auf der Suche nach dem nächsten Schalter oder Schaltkasten um verschlossene Türen zu öffnen, lernt Bomben zu legen und neue Biochips in seinen Arm zu implantieren, was ihm diverse übermenschliche Fähigkeiten beschert. Die Dinge im Inventory können, wie wir es von einem Spiel dieser Machart auch erwarten, kombiniert und neu benutzt werden. So bewegen wir uns durch insgesamt sieben in sich abgeschlossenen Leveln, beginnend im Labor unseres Vertrauens über einen Flugkontroll-Tower bis hin zu einem mittelalterlichem Stage, in dem uns allerlei Getier und Übermenschen aus dem D.N.A.-Labor über den Weg laufen, welche erschossen, gesprengt, angezündet oder im Säurebad aufgelöst werden wollen.

Die grafische Präsentation im Cel-Shading-Look kann mich nicht besonders begeistern, da man irgendwie das Gefühl hat, dass man sich hier dieser Technik nur bedient hat um gewisse grafische Schwächen zu überdecken. Besonders in Verbindung mit der teilweise extrem niedrigen Farbanzahl und der viel zu geringen Auflösung kann man sich vor Klötzchen und Treppenstufen kaum mehr retten. Gut gelöst hingegen ist die Kameraperspektive, welche in 45° Grad Schritten um das jeweilige Zimmer herum gedreht werden kann, wobei zu nahe kommende Elemente durchsichtig werden und so nicht den Blick auf das Wesentliche verhindern.

Die Soundkulisse hinterlies ebenfalls einen zwiespältigen Eindruck, nicht der Qualität wegen sondern weil die Hintergrundmusik so garnicht in das Geschehen passen will. So dudelt z.B. während der Gefechte mit den Mutanten-Krokodilen in den Abwasserkanälen eine unglaublich langweilige Fahrstuhlmusik im Hintergrund vor sich hin wie man sie selten in einem Videospiel zu Gehör bekommt. Die Geräusche hingegen darf man als angepasst und gelungen bezeichnen, sie werden dem Spiel durchaus gerecht.

"Dark Native Apostle" ist ein Spiel zum hassen oder zum lieben. Wer auf Cel-Shading steht und sich für Action-Adventures begeistern kann, sollte sich diesen Titel einmal zu Gemüte führen und ein Probespiel länger wie 10 Minuten wagen, denn "D.N.A." entfaltet seine Spieltiefe erst Stück für Stück. Erwartet man hingegen ein Spiel mit vorzeigbarer Grafik sowie Innovationen im Gameplay und der Story, der sollte lieber zu einem anderen Titel greifen.

DNA: Dark Native Apostle (PS2)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 7/10 
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