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Cultures 2: Die Tore Asgards im Gamezone-Test


1 Bilder Cultures 2: Die Tore Asgards im Gamezone-Test
Die Geschichte von "Cultures 2 - Die Tore Asgards" knüpft direkt an "Cultures - Die Entdeckung Vinlands" an. Bjarni, der damals als kleiner Junge mit den Leuten seines Dorfes Amerika entdeckte, ist nun erwachsen und muss sich neuen gefährlichen Herausforderungen im Abendland, Morgenland und im Byzantinischen Reich stellen, um Ragnarök - das Ende der Welt - abzuwenden. Eine Vision, die ihm zuteil wurde, lässt auf einen Kampf von Giganten schließen.

"Cultures 2" bietet im Grunde bekannte Aufbau-Strategie-Kost, allerdings in fast perfektionierter Form ohne offensichtliche Mängel. Dies beginnt bei den knuddeligen Akteuren, geht über die nett gestalteten Landschaften bis hin zu der unglaublichen Spieltiefe, die sich nicht erst nach Stunden bemerkbar macht sondern schon nach den ersten Minuten in denen man sich mit dem lustigen Wikingervolk beschäftigt.
Der Einstieg gestaltet sich anhand des Tutorials sehr einfach und schnell. Innerhalb kürzester Zeit hat man die wichtigsten Features gelernt und kann beginnen ein eigenes Dorf in einem freien Spiel aufzubauen oder sich an die Missionen heranwagen, die in den fortgeschritteneren Levels nicht mehr so einfach zu knacken sind. Selbstverständlich darf auch ein Multiplayer-Mode nicht fehlen, welcher uns in "Cultures 2" den Zusammenschluss von bis zu fünf Spielern per Netzwerk erlaubt.
Der wichtigste Unterschied von "Cultures 2" zu ähnlich gearteten Aufbauspielen wie "Die Siedler" dürften die Erfahrungswerte der einzelnen Figuren sein. So gewinnt jeder Charakter, wie in einem Rollenspiel, je nach Aufgabe gewisse Erfahrungspunkte. Im Laufe des Spiels entwickelt so jede einzelne der Figuren einen eigenen Charakter, den man als Spieler nicht außer Acht lassen sollte, da er in so mancher Situation entscheidend sein kann. Dabei wird die Spielewelt nicht nur von Männern sondern auch ihren Frauen bevölkert, welche allerdings keine Berufe annehmen können, da ihre Aufgabenbereiche fest umschrieben sind. Sie kümmern sich um die Nahrung, das Haus, die Kinder und deren Unterhaltung.

Die Grafik braucht sich vor der Konkurrenz nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Die Landschaft wirkt selbst im unbebauten Zustand nicht leer und öde, sondern ist gespickt mit Blumen, Felsen und Geländeformationen, ganz wie in Echt. Die Gebäude ebenso wie die Figuren fügen sich wunderbar in das Gesamtbild ein und wirken wie aus einem Guss. Selbst in der hohen Auflösungsstufe von 1024x768 Pixel läuft das Spiel flüssig und völlig ohne störende Ruckler.

Bei dem Soundtrack hat man sich ebenfalls viel Mühe gegeben sie dem Szenario anzupassen. Egal ob im Intro, den Zwischensequenzen oder im Spiel selbst, ständig wird man begleitet von mittelalterlicher Kammermusik gehobeneren Niveaus, während die Charaktere allerlei Geräusche bei der Verrichtung ihrer Arbeit erzeugen.

Das Gameplay von "Cultures 2" weiß mehr als zu überzeugen. Der Einstieg gestaltet sich trotz der massig vorhandenen Features, dank des Tutorials, als recht einfach, und so ist man innerhalb kürzester Zeit in der Lage die volle Spieltiefe auszuschöpfen. Schneller als man sich versieht hat man Stunden vor dem Game verbracht, ganz so wie man es sich wünscht.

"Cultures 2 - Die Tore Asgards" hat das Zeug zum Topseller. Nach den vielen mittelmäßigen Aufbau- und Strategiespielen der letzten Wochen ist damit endlich wieder ein Spitzenprogramm zu haben. Wer sich schon für "Age of Empires" oder "Die Siedler" begeistern konnte wird dem Wuselfaktor von "Cultures 2" ebenfalls nicht widerstehen können. Somit ist "Cultures 2" ein absoluter Pflichtkauf für PC-Spieler.

Cultures 2: Die Tore Asgards (PC)
  • Singleplayer
  • 9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 10/10 
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