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Crimson Skies: Feuer frei - Leser-Test von Hilliboy


1 Bilder Crimson Skies: Feuer frei - Leser-Test von Hilliboy [Quelle: PC Games]
Inhalt:
Crimson Skies spielt im Amerika der 30-Jahre, taugt aber nicht für den Geschichtsunterricht. Denn etwas ist faul in den Staaten: Statt in der Welt für Recht und Ordnung zu sorgen, haben sich die Amis nach dem Ersten Weltkrieg isoliert. Nach einer verheerenden Grippe-Epidemie, die heimkehrende Soldaten aus Europa eingeschleppt haben, wollen sie vom Rest der Welt nichts mehr wissen. Ende der 30-Jahre sind die ehemals Vereinigten Staaten dann zerfallen. Einzelne, etwa Texas und New York, haben sich kurzerhand für unabhängig erklärt und gehen aufeinander los. Die früheren US-Soldaten stehen jetzt im dienst ihrer Heimatstaaten , und in das Machtvakuum stoßen Luftpiraten. Zuerst unorganisiert, werden diese Freibeuter der Lüfte immer mächtiger und bilden schließlich Milizen, die sich ständig kleine Gefechte liefern. Und auch außen lauern Feinde, die mitmischen: Russen, Briten und Deutsche.
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Starpiloten Nathan Zachary, seines Zeichen Milizführer der „Fortune Hunters". Wie ehedem Robin Hood greift er die Reichen und Mächtigen an, um ihnen klar zu machen, wo ihre Grenzen sind. Und natürlich auch weil er an ihre Flugzeuge und Vermögen will. Die Beute wird geteilt, der Anführer zieht das Meiste an Land. „Unschuldige" Zeitgenossen bleiben verschont - so verlangt es der Ehrenkodex der Piraten.
Um ein erfolgreicher Piratenboss zu werden, müssen Sie am Steuerknüppel verschiedener Flugzeuge viele Aufgaben bewältigen: Da ist etwa Hawaii ein Schatz zu finden und gegen britische Angreifer zu verteidigen. Dann soll eine Bodenstation der Briten angegriffen werden. Das sind keine Spaziergänge, denn die Angriffsopfer verteidigen sich mit Kampfflugzeugen und Kanonen. In einer Aufgabe ist ein russisches Luftschiff flugunfähig zu schießen und ein Wissenschaftler von Bord zu retten. Auf dem Rückflug zum eigenen Zeppelin stören dann die feindlichen Flieger einer Ex-Freundin von Zachary, die mittlerweile eine berüchtigte Luftpiratin ist. Im Laufe des Spiels müssen Sie sogar den weltberühmten Flugzeughersteller Boeing angreifen, dort ein geheimes Flugzeugmodell klauen und die Tochter eines Wissenschaftlers retten...
Alles Spielerei im Vergleich zur geplanten Zerstörung eines Lagerhauses in New York. Patrouilenboote und fahrbare Flugabwehrgeschütze sind noch leichte Beute, aber dann kommen andere Flieger dazwischen - angriffslustige Luftakrobaten. Krönender Abschluss: die Fortune Hunters werden zum Ball des US-Präsidenten (den gibt’s noch!) eingeladen - zur Belohnung für Piraterie im Dienste der Regierung. Aber auch Luftweg zum Tanzvergnügen wird kein Spazierflug. Wer das alles zu leicht findet, kann sich das Leben so richtig schön machen. Etwa im Cockpit anderer Maschinen als jener, die das Spiel vorschlägt: Mit der gleich zu Beginn gekaperten „Balmoral" haben Sie keine großen Probleme während die „Devastator" schwieriger zu fliegen und überdies schwächer bewaffnet ist. Allerdings ist sie etwas schneller. Dennoch reicht dieser Vorteil nicht: Sie werden meist schnell abgeschossen. Wer genügend Dollars verdient hat, kann sich einen eigenen Wunsch-Flieger zusammenschrauben. Reichen die Moneten nicht, so können Sie natürlich auch die in einigen Aufgaben erbeuteten Flugzeuge verkaufen, um die Kriegskasse zu füllen.
Außer den vorgegeben Missionen gibt es etliche Einzelaufgaben, die der Spieler selber gestalten kann. So lässt sich die Zahl der Gegner festlegen, die der eigenen Mitstreiter, die Rahmenbedingungen für den Sieg und vieles mehr. Der Spieler kann in Crimson Skies drei Kamera-Einstellungen wählen: die Pilotenperspektive mit oder ohne Instrumente oder die Sicht von Hinten auf den eigen Flieger.

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