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Crash Twinsanity: Mittelmäßige Hüpfkost - Leser-Test von Fir3ball


1 Bilder Crash Twinsanity: Mittelmäßige Hüpfkost - Leser-Test von Fir3ball
Mario hat seinen Bowser, Sonic seinen Doktor Eggman und Crash hat Doktor Neo Cortex. Im neuesten Crash Bandicoot Abenteuer Crash: Twinsanity machen die beiden Rivalen erstmals gemeinsame Sache. Ob dieses Unterfangen gut geht lest Ihr in unserem Review.

Anfangs scheint die Welt noch in Ordnung, denn schon zu Beginn des Spiels plant Doktor Neo Cortex Crash zu erledigen. Doch alsbald tauchen zwei Vögel aus der zehnten Dimension auf, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Heimat von Doktor Neo Cortex und Crash zu verwüsten. Also machen sich die beiden Erzfeinde gemeinsam auf Vogeljagd.


Wichtig ist, wie es sich spielt

Gameplaytechnisch hat sich an Crash: Twinsanity nicht viel getan: Noch immer lauft Ihr den Großteil des Spiels durch lang gezogene 3D-Abschnitte, in denen Ihr Hüpfpassagen überwinden, Gegner erledigen und Hindernissen ausweichen müsst. Eingestreut werden immer wieder spaßige 2D-Passagen, in denen Ihr das Geschehen von der Seite betrachtet. Ab und zu gibt es Abschnitte, die Ihr gemeinsam im Team mit Doktor Cortex erledigen müsst: Ab und zu gilt es, ihn einfach nur vor Gegnern zu schützen, Ihr könnt Cortex jedoch auch an die Hand nehmen und ihn Schwingenderweise als Waffe einsetzen.

Das Spiel ist mit einer Nettospielzeit von gerade mal sechs Stunden extrem kurz ausgefallen, damit aber auch für Abwechslung gesorgt ist haben die Entwickler zahlreiche Minispiele integriert: So müsst Ihr z. B. eine Bowlingbahn hinunterrollen oder mithilfe eines stationären Geschütztes weit entfernte Feinde behaken. Neben diesen witzigen Minispielchen motivieren vor allem die taktisch anspruchsvollen Bosskämpfe.

Die recht simple aber viel zu ungenaue Steuerung bereitet euch während dem Spielen einige Probleme: Nicht selten kommt es vor, dass Ihr die Charaktere nicht präzise steuern könnt und so an Gegnern vorbei schlagt oder in tiefe Abgründe fallt. Erfreulicherweise fallen die Ladezeiten des Spiels sehr kurz aus.

Die Technik oder: Hauptprobleme

Grafisch ist Crash: Twinsanity ordentlich ausgefallen, reizt die Xbox aber kein Bisschen aus. Aufgrund der verwachsenen Texturen, tristen Levels und kantigen, sowie detailarmen Modelle überzeugt die Grafik nicht wirklich, dennoch haben wir schon schlimmeres gesehen. Einzig die durchaus netten Animationen, sowie die schönen Render- und Ingamezwischensequenzen gefallen. Der Humor der Sequenzen artet aber schnell in Langeweile aus, noch dazu könnt Ihr diese nicht abbrechen. Schade, dass ebenfalls auf den aus dem Vorgänger bekannte Fur-Shading Effekt verzichtet wurde, der Crahs Pelz lebensecht aussehen lies.
Eines der Hauptprobleme des Spiels ist zweifelsohne die schlechte Kamera: Zwar lässt sich diese mittels rechtem Analogstick justieren, bewegt Ihr euch jedoch, schwingt sie wieder in die feste Kameraposition zurück, die zwar teilweise in Ordnung geht, des Öfteren aber zu unfairen Frustmomenten führt, da Ihr z. B. nicht genau sehen könnt, wohin Ihr springen müsst.

Soundtechnisch überzeugt das Spiel auch nicht wirklich. Zwar weiß die gelungene deutsche Synchronisation zu Gefallen, aber die obskure Musik des Spiels, die sich hauptsächlich auf seltsame Gesangspassagen reduziert nervt bereits nach kurzer Zeit.

Fazit: Crah: Twinsanity ist leider nur ein mittelmäßiges Jump 'n Run, welches vor allem aufgrund der miesen Kamera, der unpräzisen Steuerung und der mittelmäßigen Technik einen bitteren Nachgeschmack bietet. Zwar überzeugen die schönen und humorvollen Zwischensequenzen und die gute deutsche Synchronisation, dennoch ist das Spiel viel zu kurz ausgefallen. Da helfen auch die netten Minispiele nichts.
Wer vor allem für Kinder ein Jump 'n Run sucht darf einen Blick riskieren, der Rest greift zur um Längen besseren Konkurenz.

Pro und Contra:

+ schöne Animationen
+ gute deutsche Synchronisation
+ nette und humorvolle Zwischensequenzen
- unübersichtliche Kamera
- ungenaue Steuerung
- dadurch viele Frustmomente
- nervige Musik
- detailarme Grafik
- viel zu kurz

Negative Aspekte:
unübersichtliche Kamera, ungenaue Steuerung -> dadurch viele Frustmomente, nervige Musik, detailarme Grafik

Positive Aspekte:
schöne Animationen, gute deutsche Synchro, nette und humorvolle Zwischensequenzen

Infos zur Spielzeit:
Fir3ball hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Fir3ball
  • 6.7%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.1/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 8/10
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