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Crash im Gamezone-Test


1 Bilder Crash im Gamezone-Test

"Crash" hat mit einem üblichen Rennspiel nicht mehr viel gemein. Wer schon "Destruction Derby" gespielt hat weiß auch worum es in dem neuesten Titel von Rage geht. Man nehme einen frisch lackierten Wagen, verstärke ihn mit einer Fahrerkabine und tune die Maschine bis zum Anschlag, woraufhin man sich mit einer Anzahl anderer Verrückter in einer Arena trifft um die Wagen fachgerecht zu verschrotten. Sieger ist wer am Ende noch fahren kann und überlebt hat.

Man beginnt, wie im Rennspiel-Genre üblich, mit der relativ kleinen Auswahl von drei Autos und vier Arenen. Insgesamt allerdings existieren sechzehn Arenen und zwölf Autos, die Stück für Stück erarbeitet werden wollen. Zum Start kann der Spieler lediglich zwischen dem Arcade-Mode und der Karriere wählen. In der Arcade stehen einem immer alle aktuell freigespielten Strecken und Autos zur Verfügung, welche im Karriere-Mode als Belohnung für die erbrachte Leistung ausbezahlt werden. Der Karriere-Mode allerdings hat es in sich. Knapp zwanzig verschiedene Spielarten wurden in ihm verwirklicht. Hinter "Jeder gegen Jeden" verbirgt sich der normale Deathmatch, "Der letzte gewinnt" beinhaltet das fast gleiche Spiel allerdings mit dem Unterschied, dass einfach der Letzte überlebt, und im "Punktelimit" verhält es sich genauso, allerdings ist das Spiel beendet sobald ein Spieler die vorgegebene Punktzahl erreicht. Etwas anders verhält sich da schon der "Jäger"-Mode, in dem jeweils ein Fahrzeug für eine bestimmte Zeit die Rolle des Gejagten übernimmt, was man an dem dicken roten Pfeil über dem Auto erkennt, und die Anderen nur Punkte bekommen wenn sie den Gejagten treffen. Der Gejagte hingegen erhält Punkte für erfolgreiches Ausweichen. Es folgen noch der "Stuntman", den Derjenige gewinnt der die besten Stunts hinlegt, oder der "Eleminator", bei dem immer der Spieler ausscheidet der als letztes den Checkpoint durchfährt. So gibt es noch vierzehn weitere Modi, vom "Fangenspiel" über das "Busspringen" bis hin zum "Schrottplatz", wo es in der vorgegebenen Zeit so viele Wagen wie möglich zu verschrotten gilt. Zu allem Überfluss ist es auch noch möglich sich ein benutzerdefiniertes Spiel zu erstellen, wo man den Spieltyp, das Zeitlimit, das Punktelimit, die Rundenanzahl, die Wagenanzahl und den Schwierigkeitsgrad sowie das Team frei festlegen kann. An Spielmodi mangelt es diesem Game also wahrlich nicht.

Trotz der immensen Auswahl an Modi gestaltet sich das Gameplay recht eintönig. Es liegt nun mal in der Natur der Arenen, dass man sich in ihr nur im Kreis bewegen kann. Ebendieses wird permanent vom Spieler verlangt, bis der Gleichgewichtssinn sich aus den Ohren lehnt und um Hilfe schreit. Zwar verhalten sich die angebotenen Autos tatsächlich, je nach Klasse, recht verschieden, in der Praxis allerdings spielt das nur eine recht untergeordnete Rolle, viel wichtiger ist da schon die Stabilität und vor allem das Beschleunigungsvermögen der Boliden. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben wie relativ hoch der Schwierigkeitsgrad angesiedelt ist. Die Computergegner schenken einem, selbst am Anfang der Karriere, nicht das Geringste. Hier den ersten Platz zu erringen kostet schon einiges an Spielzeit und Konzentration. Besonders wo sich die Kamera alle Mühe gibt nicht zu viel vom Spielgeschehen zu zeigen, egal welche Position man gewählt hat. Hier würde man sich eine Radaransicht oder zumindest eine Anzeige aus der Vogelperspektive wünschen.
Leider macht "Crash" offensichtlich keinen Gebrauch von der Xbox internen Festplattencash-Funktion, oder wie ist es zu erklären, dass bei der Widerholung eines Levels dieser wieder komplett neu von der DVD geladen werden muss? Denn diese Ladezeiten haben es in sich und bringen den Spielfluss leider immer wieder zum Stocken.

Die Grafik ist in Ordnung, auch wenn manche Arena schon etwas langweilig und flach wirkt, so bemerkt man davon im Spiel nur wenig, ist das Augenmerk doch mehr auf die Konkurrenz als deren Umgebung gerichtet. Diese versteht es auch sich gut zu präsentieren. Egal ob noch im Bügelfaltenlook oder später dann wie ein Knitterhandtuch, die Autos zerlegen sich nach bester Manier. Stück für Stück fallen die Teile ab und geben den Blick auf das Fahrgestell und dessen Fahrer frei. Dabei scheint manches Teil sehr am Besitzer zu hängen, wie Stoßstangen oder Türen die sich einfach nicht lösen wollen und so unter heftigem Funkenflug mitgeschleift werden. Bis schließlich der Haufen aus Metal und Kunststoff brennend und rauchend liegen bleibt.

Die Soundkulisse wird ihrem Namen gerecht. Zwar muss man schon eine gewisse Vorliebe für britischen Grunch haben und somit metallenem Lärm gegenüber nicht abgeneigt sein, zum Spielgeschehen passt der Sound jedenfalls hervorragend. In Kombination mit den Crashgeräuschen und dem Motorengebrüll entsteht ein Lärm wie man ihn besser kaum mehr inszenieren kann.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Crash" hat den Bonus das erste Crash-Game für die Xbox zu sein und sich somit einen Zeitvorteil zu verschaffen den Andere nicht mehr aufholen können. Durch die immense Anzahl an Spielmodi entgeht das Game der Gefahr zu schnell langweilig zu werden. So allerdings stellt es ein sehr lustiges Partygame dar welches mit bis zu vier Spielern gleichzeitig auf einer einzigen Konsole gespielt werden kann, ein entsprechend großer Fernseher vorausgesetzt.
Crash (XB)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Sehr viele Spielmodi
viele Arenen und Autos zum freischalten
Sehr arcadelastige Steuerung
nicht unbedingt die neueste Spielidee
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