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Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortex - Wo sind die Innovationen? - Leser-Test von mikmaxim


1 Bilder Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortex - Wo sind die Innovationen? - Leser-Test von mikmaxim
Crashy ist ja mittlerweile ein ziemlich bekannter Videospielheld geworden - das Beuteltier feierte bereits im Jahre 1995 sein furioses Debüt auf Sonys PlayStation. Dementsprechend durfte die orange "Ratte" auch bei den Next-Generation-Konsolen nicht fehlen. Berits im Jahre 2001 hat Microsoft mal wieder kräftig zugeschlagen, um die Abenteuer des Maskottchens für die frische Xbox zu sichern. Ob die Umsetzung auch gelungen ist, wollen wir zusammen in diesem Review klären.

Zur Story: ähnlich wie der berühmte Klempner in "Super Mario Sunshine" wollte sich Crash mal einen Urlaub am Strand gönnen, um sich von den nervigen Jump 'n Run-Geschehenessen der letzten Jahre ein bisschen zu erholen. Doch die bösen Uka Uka und Dr. Neo Cortex haben andere Pläne im Kopf, und so muss sich unser Held mal wider aufmachen, den beiden ordentlich den Hintern zu versohlen.

Das Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den Vorgängern überhaupt nicht geändert: man steuert die Ratte durch vorgeschriebene Bahnen, eine echte Bewegungsfreiheit im Sinne von z. B. Mario gibt es leider nicht. Die bekannten Gameplayelemente wurden auch beibehalten - die bekannten Kisten sind mal wieder mit von der Partie. Ähnlich wie bei "Donkey Kong Country" (dort waren es Fässer) haben diese auch verschiedene Funktionen. Oft findet man dort verschiedene Extras, wie z. B. Äpfel. Beim Einsammeln von 100 Stück bekommt man ein Extraleben. Und diese werdet ihr im weiteren Spielverlauf auch sehr benötigen, denn der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich hoch angesetzt. Leider gibt es stellenweise einige unfaire Passagen, vor allem bei den Sprüngen. Es ist nämlich so, dass die Entfernung zur nächsten Plattform in der Regel nur sehr schwer korrekt abzuschätzen ist - das sorgt für Frust!

Es hat mir sehr gefallen, dass es nicht nur Standartkost im Sinne typischer Jump 'n Run - Lauferei gibt - das Geschehen wird oft durch Verfolgungsszenen gelockert, in denen man z. B. von einer Horde riesiger Nashörner fliehen muss, oder man erkundet etwa wundervolle Unterwasserlevel. Die Levels im Flugzeug dagegen haben mir weniger gefallen, da hier oft die Übersicht verloren geht und man auf stupides Button-Triggering angewiesen ist.

Bei der Gestaltung der Endgegner hat man sich sichtbar Mühe gemacht, denn mit dem standarten "Hüpf-ihm-auf-dem-Kopf" kommt man hier nicht weiter! Vielmehr ist ein geschickter Einsatz des Hirnschmalzes erforderlich, um die jeweiligen Schwachstellen der Widersacher zu entdecken.

Bei der Grafik fällt zuerst auf, dass das Ganze ziemlich scharf und farbenfroh ist - man kann die Gegner dank der wundervollen Weitsicht schon aus großer Entfernung sehen und dementsprechend reagieren. Für meinen persönlichen Geschmack ist die Grafik jedoch zu "steril" und säuberlich - den Charme von z. B. Conker oder Donkey Kong sucht man vergebens. Ich hatte sogar den Eindruck, dass die grafische Untermalung aus einem Labor stammen konnte - irgendwie ohne Charakter. Die Musikstücke düdeln unauffällig vor sich hin und erwecken nicht gerade den Eindruck eines akustischen Meisterwerkes.

Im Ergebnis kommt meiner Meinung nach ein ziemlich routiniert produziertes Spiel heraus - während des gesamten Spielens konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass es sich hierbei um ein Fließbandprodukt handelt. Ordentlich, aber irgendwie auch langweilig. Noch etwas: auf den ersten Blick spricht das Game jüngere Zocker an, aber für die ist der Schwierigkeitsgrad eindeutig zu heftig.

Negative Aspekte:
Lange Ladezeiten, wenig Neues.

Positive Aspekte:
Toller Charakter, nette Grafik.

Infos zur Spielzeit:
mikmaxim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    mikmaxim
  • 6.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 7.5/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 4/10
    Atmosphäre: 6/10
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