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Covert Ops - Nuclear Dawn: Ein Zug nach Nirgendwo - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Covert Ops - Nuclear Dawn: Ein Zug nach Nirgendwo - Leser-Test von HALLofGAME
Der Blue Harvest ist ein neuartiger, extrem gesicherter und von NATO-Einheiten geschützter Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von St. Petersburg nach Paris. An Bord befindet sich der französische Botschafter mit seiner Familie, sowie 250 Gemälde russischer Beutekunst aus dem 2. Weltkrieg, die wieder auf dem Weg nach Deutschland sind und, wie sich im Verlauf des Spiels herausstellt, noch Einigem mehr, was die Begehrlichkeit so manches Schurken weckt.

Ein lohnendes Ziel also für die "Knights of the Apocalypse", eine Terrorgruppe vor der selbst der modernste Hochsicherheitszug nicht sicher ist. Genaralstabsmäßig und kaltblütig bringen sie die rollende Festung und damit auch den Botschafter in Ihre Gewalt. Und weil keine europäische Regierung es mag, wenn durch Ihr Land eine Atombombe rollt, haben die Terroristen gleich noch einen Nuklear-Sprengsatz mitgebracht, der ihnen ein sattes 20 Milliarden Lösegeld einbringen soll! Einzig Euer virtuelles Alter Ego Lieutenant Jack Morton hat den Terrorakt überstanden und ist noch einsatzbereit. Ein Rescue Team ist auf dem Weg, doch ohne Jacks Unterstützung innerhalb des Zuges ist die Operation zum Scheitern verurteilt.

So werdet Ihr, überwiegend per Funkkontakt mit Eurem Hauptquartier, ständig mit neuen, erweiterten Aufgaben betraut. Sucht die Familie des Botschafters und findet dann den Botschafter selbst. Verhindert nebenbei einen Raketenabschuß und kämpft den Weg zum Sanitätswagen frei und mischt dort eine lebensrettende Bluttransfusion für einen schwerverletzten Kameraden zusammen. Genretypisch machen Euch bei all dem nicht nur Terroristen und einige Boßgegner, sondern auch die üblichen verstecken Items, mit Magnet-Karten gesicherte Türen und Zahlen-Codes das Leben schwer. Positiv ist hier das allgegenwärtig erkennbare Bemühen um Realismus: So haben die Coder zwar das Inventory der Resident Evil Reihe fast vollständig kopiert, aber um die abstruse "In Racoon City schützt man Polizeireviere am Besten mit Edelsteinen"-Rätsellogik dankenswerterweise eine großen Bogen gemacht. Macht Ihr Euch mit falschen Magnet-Karten und Codes an gesicherten Türen zu schaffen gibt es einen Hauch von Metal Gear Solid und es wird wie selbstverständlich Alarm ausgelöst und schon habt Ihr die Wachen am Hals.

Für etwas Abwechslung vom "Elitesoldat tötet Terroristen"-Alltag sorgen mehrere implementierte Minigames. So schießt Ihr z.B. in einem Flak Gefechtsstand feindliche Hubschrauber ab, oder müßt zwei unterschiedlich schnelle Züge auf gleiche Höhe bringen, um rechtzeitig umsteigen zu können, bevor Ihr Euch zuguterletzt noch als Bombenräumer versuchen dürft. Die Steuerung Eures Elite-Soldaten entspricht weitgehend dem Genre-Standard, inklusive allerlei Spielereien wie Anschleichen, Seitwärtsrolle auf Knopfdruck und die schnelle 180° Drehung. Einsteigerfreundlich aber leider nicht abschaltbar, wird in Schlüsselsituationen angezeigt, welcher Button nun gedrückt werden muß. Erschwert wird das Ganze allerdings durch die ausschließlich digitale, nicht immer präzise Bewegungssteuerung und den sehr häufig nur mangelhaften Überblick im Zug.

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