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Mord: Und wieder sind die Spiele schuld


1 Bilder Mord: Und wieder sind die Spiele schuld
Seit Montag steht in Dallas ein dreizehnjähriger Junge wegen Mordes vor Gericht. Nachdem er und ein Schulkamerad offenbar am 5. März diesen Jahres die Schule geschwänzt hatten, um stattdessen lieber Videozuspielen, endete der Tag für seinen Kumpel tödlich. Nach mehrstündigem Spielen griff der Dreizehnjährige nämlich zu Mutters Pistole und tötete den ebenfalls dreizehnjährigen Jonathan Hogan mit Schüssen in Kopf und Brust, wobei mindestens ein Schuß aufgesetzt war, das heißt der Mörder hatte die Waffe direkt an den Körper des Opfers gehalten!

Nach seiner Verhaftung gab der Täter selbst an, die gewalttätigen Videospiele wären für die Tat verantwortlich gewesen. Erst durch sie angeregt, hätte er die Action der Games letztlich in die Tat umgesetzt. Einiges deutet daraufhin, das es sich hierbei lediglich um eine Schutzbehauptung handelt. Die Polizei, die insgesamt elf, nicht näher genannte Videospiele beschlagnahmte, kam nach eigenen Angaben jedenfalls zu dem Schluß, daß der jugendliche Schütze sehr wohl den Unterschied zwischen Realität und Videospiel gekannt habe! Dem dreizehnjährigen Schützen droht nun eine bis zu vierzigjährige Haftstrafe wegen Mordes. Desweiteren hat die Familie des Opfers Klage gegen die Mutter des Mörders erhoben, die unbeaufsichtigt eine geladene und für die Kinder erreichbare Waffe zurückgelassen habe.

Nachdem es bereits im vergangenen Dezember zu einem ähnliche gelagerten Fall gekommen war, beschäftigt sich nun auch die U.S. Federal Trade Commision mit den Vorkommnissen, denn derzeit finden in den USA ähnliche Überlegungen wie bei uns statt, den Zugang zu bestimmten Spielen erheblich zu erschweren!

HALLofGAMEs Meinung:
Auf genau so einen Fall habe ich seit langem gewartet! Bei all den, zum Teil völlig unrealistischen Diskussionen über die Wirkung von gewalttätigen Spielen war es doch nur eine Frage der Zeit, bis ein ganz Schlauer daherkommt und die bösen, bösen Spiele für seine eigene Tat verantwortlich macht! Trotz seines jungen Alters hoffe ich, das er damit nicht durchkommt. Eine Mitschuld an solchen Versuchen tragen in meinen Augen aber auch ganz eindeutig diejenigen, die lautstark immer wieder den vermeintlich schädlichen Einfluß von Spielen propagieren und damit nun offenbar in einem dreizehnjährigen Jungen den Eindruck erweckt haben, so könnte man vielleicht mildernde Umstände geltend machen!

Quelle: webcenter.newssearch.netscape.com

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