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Breite Mehrheit gegen Gewaltgames


1 Bilder Breite Mehrheit gegen Gewaltgames
Im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks überprüften die Meinungsforscher des Bonner dimap-Institutes nun die aktuelle Einstellung der Deutschen zu gewalttätigen Spielen und Filmen. Auch wenn es manch einem Nutzer dieser Medien nicht schmecken mag, das Ergebnis der repräsentativen Umfrage ist eindeutig: 81% der Befragten unterstützen die Forderung nach einem Verbot besagter Medien! Nur 17% der Befragten konnten sich dagegen zu einem klaren Nein durchringen, 2% waren unentschlossen oder gaben keine Antwort. Deutlich, wenn auch nicht wirklich überraschend, die interne Verteilung der Stimmen. Während sich sogar 91% der über 60-jährigen für ein Verbot aussprachen, betrachtet die Gruppe der 18 -29-Jährigen in Kenntnis der Materie das Ganze offenbar schon deutlich differenzierter. Doch mit 66% Ja-Stimmen zu möglichen Verboten dominiert letztlich auch hier die negative Stimmung gegenüber besagten Medien eindeutig.

HALLofGAMEs Meinung:
Obwohl ich überzeugter Demokrat bin, freue ich mich ausnahmsweise mal, das wir Deutschen nicht ähnliche Mitwirkungsmöglichkeiten haben, wie die Schweizer. Nicht auszudenken mag ich mir den Fall,. wenn eines schönen Sonntag im Rahmen eines Volksentscheides Horden wohlmeinender, aber faktisch ahnungsloser Rntner in die Abstimmungslokale pilgern und für den gesetzlichen Kahlschlag bei der Spielevielfalt sorgen würden! Mit möglicherweise ungeahnten Folgen, denn wer weiß, wieviele nette alte Menschen es schon für gewalttätig halten würden, daß Mario mit dem Hintern auf Pilze springt und danach dem platten Pilz auch noch -potentielle Aufforderung zum Raub- eine Goldmünze stiehlt...

Doch keine Panik angesichts des oben geschilderten Meinungsbildes, denn ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Nicht nur das inzwischen sogar die konservative FAZ unerwartet deutlich mit dem gebräuchlichen aber leider unseriösen Gewaltbegriff in der Diskussion aufgeräumt hat, auch von rechtlicher Seite mehren sich die bedenken! So hat der EU-Rechtsexperte Dr. Karl Albrecht Schachtschneider inzwischen selbst die bisherige, noch nicht verschärfte deutsche Jugendschutzpraxis sowohl aus verfassungsrechtlichen als auch im Hinblick auf geltende EU-Rechte zumindest für "anfechtbar" erklärt!

Quelle: www.mediabiz.de

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