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Contra: Shattered Soldier - Gib Contra! - Leser-Test von Treesitter


1 Bilder Contra: Shattered Soldier - Gib Contra! - Leser-Test von Treesitter
Es gibt Spiele, die vergisst man nicht. Die kongeniale "Contra"-Reihe (hiess bei uns in Deutschland Probotector) von Konami gehört sicher dazu. In meinen 15 Jahren Videospielpraxis habe ich diese Shooter immer gleichzeitig gehasst und geliebt, erst auf dem NES, dann auf dem Gameboy, später auf dem SNES. Die zwei Teile für die PSX dagegen waren grottig schlecht, umso gespannter war ich, als ich mir "Contra: Shattered Soldier" für die PS 2 besorgte. Eines vorweg: Schon die alten Teile waren schwer und daher nichts für Frischlinge am Pad. Doch selbst mit ihnen verglichen ist "Shattered Soldier" vom Schwierigkeitsgrad her die Hölle auf Erden. Doch dazu gleich mehr.

Zu Beginn entscheidet ihr euch, ob ihr das Spiel mit Bill oder Lucia bestreiten wollt. Ihre Fähigkeiten und Bewaffnung sind exakt gleich, allerdings müsst ihr euch fragen, ob ihr einen weiblichen Schrei oder einen männlichen hören wollt, wenn ihr getroffen werdet und sterbt. Das ist in sofern wichtig, als dass dies der Sound sein wird, den ihr in den ersten Stunden am häufigsten hört...

Schwierigkeitsgrade gibt's drei: Easy, Normal und Hard. Auf "Easy" habt ihr 99 Continues und jeweils 9 Leben, auf Normal sind es nur noch 3 Continues mit jeweils 3 Leben und um das Spiel auf "Hard" angehen zu können, solltet ihr in der Lage sein, blind zu spielen, so wenig dürft ihr getroffen werden. Weiter geht's mit der Auswahl des Levels. Am Anfang sind derer vier verfügbar, die ihr in beliebiger Reihenfolge angehen könnt, zwei weitere erwarten euch dann, wenn ihr alle vier mindestens auf "Normal" durchspielt.

In den Levels wird fleissig in alle Richtungen gescrollt, mal standesgemäss von links nach rechts, mal von oben nach unten, unten nach oben, vorne nach hinten und quer nach schräg. Dadurch fühlt ihr euch wie in einem gut gescripteten Actionfilm, obwohl das Spiel sehr linear ist und die Richtung immer vorgegeben wird.

In puncto Fortbewegung müsst ihr euch nicht immer nur auf eure dürren Roboterbeine verlassen, sondern seid auch mal mit einer Hover-Harley oder einem Snowboard unterwegs oder hängt an einer von einem Hubschrauber abgefeuerten Rakete, die ihr dann steuern könnt. "Super Probotector" lässt grüssen.

Die Gegner beballert ihr mir drei verschiedenen Waffen: Einem Flammenwerfer, einer MG und einem Granatwerfer, die ihr ständig mit euch herumtragt. Sie alle habe einen zweiten Modus, in dem sie dann Raketen oder einen Flammenstoss abfeuern. Die MG dagegen setzt einen Kreisel in die Welt, der sich zweimal um die eigene Achse dreht und dabei viele kleine Kugeln verschiesst. Der taktisch richtige Einsatz der Waffen ist der Schlüssel einer jeden Spielsituation, bestimmte Gegner sind mit einer speziellen Waffe besonders leicht zu killen. Der Flammenwerfer etwa ist in der Lage, Projektile der Feinde abzuwehren und eure Raketen sind praktischerweise zielsuchend.

In jedem Level machen euch viele kleine Aliens das Leben schwer, ein wirkliches Problem sind aber nur die zwei bis drei fetten Zwischengegner, gefolgt von einem noch fetteren Oberfiesling. Diese Mistviecher haben es in sich! Nicht genug damit, dass sie den halben Bildschirm einnehmen, ihr müsst auch noch ständig ihren rotierenden Projektilen, zielsuchenden Raketen, zuckenden Plasmastössen, heissen Flammenwerfern, gnadenlosem Lasersperrfeuer und vielem, vielem mehr ausweichen während ihr versucht, sie an der einen Stelle zu treffen, an der sie verwundbar sind. Ein einziger Treffer ihrerseits, eine einzige Berührung mit ihnen oder ihren Schüssen und ihr seid ein Leben los. Dabei wurden häufig neckische Details in die Fights eingebaut, auch sind die Endbosse ziemlich geniale Anspielungen auf die alten Probotector-Teile, was natürlich den Nostalgiker in mir freut.

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