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Conker's Bad Fur Day: Killer Hörnchen, killer Game! - Leser-Test von fabomat


1 Bilder Conker's Bad Fur Day: Killer Hörnchen, killer Game! - Leser-Test von fabomat
Conkers Bad Fur Day

Ehemals als niedliches Jump & Run mit dem niedlichen Namen "Twelve Tales: Conkers Quest" angekündigt und dann in der Versenkung verschwunden ist nun doch ein Conker-Spiel auf dem Markt.
Aber von niedlichen Hüpfern alias Banjo Kazooie hatte Rare wohl genug und so wurde aus dem putzigen Conkerlein der fluchende, ewig saufende und extrem herzlose C... *rülps* Conker.
Gleich zur wirklich absolut obergenialen Story:
Den Abend verbringt der angehende (darüber aber noch nicht aufgeklärte) Held in einer Bar mit seinen Saufkumpanen. Gerade noch rechtzeitig fällt ihm ein, dass er seiner Freundin Berry ja noch nicht bescheid gesagt hat und es das Aus mit ihr bestimmt nicht verkraften würde, denn sie hat ist so: 90-60-90 und er ist so: ... sehr klein
Also schnappt er sich das Telefon und wählt die Nummer. Er erwischt aber leider nur den Anrufbeantworter der Geliebten und spricht ihr aufs Band. Dabei wird er aber von seinen Kumpels, die demnächst in den Krieg ziehen müssen zu einer Runde unterbrochen und als er mitbekommt, dass die eine Runde schmeißen, da vergisst er dann sogar Berry.
Den späten Abend verlässt Conker die Kneipe und muss sich nun dummerweise für eine Richtung entscheiden, die nach Hause geht. Natürlich erwischt er die falsche und wacht den nächsten Morgen mit einem dicken, dicken Kater an irgend so einem Bach auf.
Hier kommst du ins Spiel. Aber sehr schleppend, denn mit so einem Kater läufts noch nicht Rund und so torkelst du durch die Gegend und suchst nach der Lösung des Problems. Die bietet dir die Vogelscheuche Birdy (Nein! Nicht Beer-dy), nachdem du ihr ein Bier (Ja! Beer!) besorgt hast, was aber durch einfaches B-drücken geht, da du dich ja vor ihr auf einem Aktionsfeld befindest. Die Lösung ist nun, dass du auf einem anderen Aktionsfeld ne Aspirin bekommst und danach endlich quietschfidel rumhüpfen kannst.
Die Story läuft nicht nur so weiter, sondern noch viel abgedrehter und schonungsloser. Kein Kinokassenschlager der nicht verar... veräppelt und kein Gegner der nicht zerschmettert wird. Für zarte Gemüterchen und solche die's werden wollen ist Conkers Bad Fur Day (Anspielung auf die amerikanische Redewendung Bad Hair Day) jedenfalls bestimmt nichts.

Die Steuerung ist einfach: Mit dem Analogstick lenkst du den Wüterich, mit a springst du und mit b haust du deinem Gegner die Bratpfanne über den Kopf oder benutzt Specials an den Aktionsfeldern. Mit R zoomt man direkt hinter Conker in eine Egoperspektive für Anfänger (zum Umschauen) und mit C-Unten einfach nur hinter ihn, wenn man z.B. gerade vorher die Kamera mit C-Links oder C-Rechts so justiert hat, dass sie Conker von der Seite zeigte, und man nun doch lieber seinen entzückenden Rücken, bzw. Schwanz... *hüstel*... Schweif, im Bild haben möchte. Und durch kleine Durchgänge kriecht unser Antiheld mit Z.

Sämtliche technische Aspekte sind absolute Oberklasse für N64! Das ganze Spiel ist komplett mit englischer Sprachausgabe und den Texten dazu in Sprechblasen. Und diese Sprachausgabe ist im Gegensatz zu vielen anderen Spielen nicht einfach nur Alibi, sondern wirklich perfekt gemacht! Jeder Charakter hat eine eigene Stimme und seine individuelle Art sich auszudrücken. Das unfreundliche Zahnrad z.B. beendet jeden Satz mit "F*ck Off" und die Bienenkönigin hat eine typisch weibliche Heulsusenstimme. Sie hat auch viel zu Heulen, da ihr die Wespen mit den 70er-Jahre-Gangster-Film-Stimmen immer wieder den Bienenstock klauen.
Die Musik passt immer perfekt ins Bild und sämtliche Nebengeräusche sind wunderbar inspirierend. Ist das alles unglaubwürdig? Nun ja. Conker wurde nicht umsonst erst kürzlich von der British Academy of Film and Television Arts für die technische Innovation in Sachen Sound ausgezeichnet.
Die Grafik ist ebenfalls Extraklasse auf dem Nintendo 64. Während die Levels "nur" sehr gut aussehen, sind die Gegner/Freunde und überhaupt alle beweglichen Objektesowas von überwältigend. Ich hätte niemals gedacht, dass so detaillierte Darstellungen auf einer 64 Bit Konsole überhaupt möglich sind! Und dann die Bewegungsanimationen! Ohne Worte... geil!

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