Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Conflict: Desert Storm im Gamezone-Test


1 Bilder Conflict: Desert Storm im Gamezone-Test

Wie der Titel schon vermuten lässt, orientiert sich "Conflict: Desert Storm" an der Operation Wüstensturm 1990 der USA gegen den Irak. Man schlüpft in die Rolle eines oder mehrerer Mitglieder einer Spezialeinheit der amerikanischen Armee und hat in deren Auftrag diverse Kampfhandlungen auszuführen. Dabei wird schon bei der ersten Mission klar, dass mit blindem Herumballern kein Blumentopf zu gewinnen ist. Taktisches Vorgehen ist angesagt unter Einbeziehung aller Möglichkeiten die das Schlachtfeld bietet. Dabei können wir nicht nur die verschiedensten Waffen benutzen, von der Handfeuerwaffe über die Maschinenpistole bis hin zum Sniper-Gewehr, jede hat auch noch ihre ganz spezifischen Eigenschaften und will anders bedient werden. So kann man das Scharfschützengewehr nicht im Laufschritt sondern nur im Stehen oder Hocken bedienen, oder die MP zielt umso genauer je ruhiger der Soldat steht. Doch auch mit Plastiksprengstoff, Funkgeräten und Panzerfäusten darf experimentiert werden, bzw. muss, damit man das Missionsziel erreicht. Überhaupt muss man sagen, dass die Missionen sehr ausgereift und kein bisschen einfach sind. So kann man sich richtig ins Geschehen hineinversetzen und mit der Geschichte mitleben. Besonders das Kommandieren mehrerer Spezialisten ist ein Spaß in dessen Genuss man bereits in der zweiten Mission kommt, einem waschechten Häuserkampf mit allem was dazugehört.

Die Steuerung der Spezialisten ist eingängig und klar strukturiert, auch wenn sie etwas von der üblichen Art abweicht. Dafür bietet sie Anhand einiger Tastenkombination die Möglichkeit schnell und sicher die gewünschte Waffe oder das gewünschte Tool auszuwählen und anzuwenden. Hektisches suchen im Inventar nach dem Auslöser für den Sprengstoff oder das versehentliche nehmen einer Waffe ohne Munition kommt praktisch nicht vor. Für Einsteiger sehr praktisch die Funktion des Auto-Zielens, die sich in der Fernrohr-Ansicht automatisch deaktiviert und so ganz gezielte Schüsse auf bestimmte Körperteile erlaubt. Dabei geht der Realismus aber nicht soweit, dass Körperteile abgetrennt oder Köpfe halbiert werden können, dafür fließt reichlich rotes Blut. Die eigene Gesundheit erkennt man nicht nur an dem Schadensbalken zur jeweiligen Figur, sondern auch an deren Verhalten und von außen sichtbaren Verletzungen. Je schwerer Verwundet desto langsamer wird der Soldat und umso schlechter sein Zielvermögen. Der exzessive Einsatz aller verfügbaren Medipacks ist also unabdingbar.

Die gebotene Grafik ist sicher nicht das Beste was man aus einem aktuellen PC herauskitzeln kann, ordnet sich aber in der oberen Qualitäts-Region ein. Die Level sind ausreichend ausgestattet aber glänzen nicht gerade durch ihre Detailvielfalt. Um das richtige Feeling aufkommen zu lassen reicht es aber allemal, und besonders die Waffeneffekte wurden nicht nur aufwendig sondern auch praktisch umgesetzt. So lässt sich die Staubwolke einer explodierten Granate wunderbar nutzen um schnell die Straßenseite zu wechseln oder ein brennender Panzer um seine Mannschaft dahinter zu versammeln.

Die Soundkulisse gibt sich genauso real wie man das von einem Strategie-Shooter dieser Qualität erwarten darf. Es gibt viel militaristisches Geschreie vom Ausbilder und den Vorgesetzten, meist per Funk, zu hören, sehr realistische Waffengeräusche, und nur wenig Musik in Form von kurzen Jingles bei Erfülling einzelner Missionsziele sowie ganzer Stücke in den Menüs. Die Umwelt selbst gibt nur selten Geräusche von sich, wie das Generatorbrummen im Elektrohaus oder das Rauschen des Flusses.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Conflict: Desert Storm" ist ein Strategie-Shooter wie man ihn sich nur wünschen kann. Keinerlei technische Mängel vermiesen den Spielspaß, dafür bekommt man umso mehr ein Game geboten bei dem strategisches und überlegtes Handeln vonnöten ist. Die ausgereiften Missionen verstehen es den Spieler in der Welt des Irak von 1990 versinken zu lassen ohne ihn mit irgendwelchen unnötigen Ballast zu beladen. Kaum hat man eine Mission erfüllt möchte man sich schon in die nächste stürzen, von Frustmomenten weit und breit keine Spur, auch wenn die Gegner mitunter eine erstaunliche Intelligenz an den Tag legen. Damit sollte "Conflict: Desert Storm" in keiner Sammlung begeisterter Shooter-Fans fehlen.
Conflict: Desert Storm (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Sehr ausgereifte Missionen
viele verschiedene Waffensysteme
auch die übernahme feindlicher Stellungen ist möglich
Manchmal etwas karge Landschaften
e_gz_ArticlePage_Default