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Commandos 2: Men of Courage - Commandos strikes back! - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Commandos 2: Men of Courage - Commandos strikes back! - Leser-Test von buckshot
Commandos "Behind Enemy Lines" gehört auf dem PC zweifelsohne zu den erfolgreichsten Strategie Spielen der letzten Jahre. Im Gegensatz zu genreverwandten Echtzeitschlachten, wie beispielsweise Command & Conquer, hat der Spieler hier jedoch nicht die Befehlsmacht über eine komplette Streitkraft, sondern koordiniert den Einsatz einer kleinen Spezialeinheit. Rekrutiert aus Elitesoldaten, wurde diesen Kampfgruppen im Zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle in der strategischen Kriegsführung der Alliierten gegen die Besatzungsmächte zuteil.

1940 von Leutnant Colonel Dudley Clark gegründet, war es die Aufgabe der Commandos Sabotageaktionen hinter den Frontlinien durchzuführen, Partisanen bei ihrem Widerstandskampf zu unterstützen oder hohe gegnerische Offiziere aus dem Verkehr zu ziehen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in erster Linie in einer strategischen Einsatzplanung und weniger am blinden Ballerwahn. Um die jeweiligen Einsatzziele erfolgreich abzuschließen, sollte tunlichst darauf geachtet werden unbemerkt zu bleiben und sich gar nicht erst in Schusswechsel zu verstricken. Somit ist weniger ein schneller Finger am Abzug der Waffen, viel mehr gehöriger Grips gefragt, was sich durch den happigen Schwierigkeitsgrad nochmals steigert. Dadurch ist die geschickte Koordination der spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Teammates Hauptbestandteil des Games.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger scheinen auf den ersten Blick kaum Änderungen am grundlegenden Spielprinzipvorgenommen worden zu sein. Doch keine Angst die Entwickler von Pyro Studios waren beileibe nicht untätig, um uns nicht mit einem billigen Wiederaufguss des selben Spiels zum Kauf zu animieren. Im Gegenteil, die Schwachstellen des Originals wurden restlos ausgemerzt und frische Ideen in Hülle und Fülle fanden Einzug in die Welt der hinterlistigen Kriegsführung. Die wohl augenscheinlichste Neuerung dürfte sein, dass es nun möglich ist diverse Gefährte wie beispielsweise Panzer zu nützen und selbst Gebäude zu erkunden. Bevor ein Raum betreten wird, kann mit einem prüfenden Blick durch Fenster oder offene Türen sichergestellt werden, dass die Luft im Inneren auch rein ist. So können Gebäude nach nützlichen Gegenständen durchsucht oder aber als strategisch wichtige Punkte genützt werden. Für letzteres eignet sich besonders der treffsichere Sniper ausgezeichnet. Mit seinem Zielfernrohr kann er selbst weit entfernte Gegner präzise ausser Gefecht setzen um Teamkollegen so den Weg zu ebnen.

Die grafische Detailverliebtheit in Commandos 2 sucht wieder mal ihres gleichen. Da sich das Kampfgeschehen nun nicht mehr ausschließlich auf die Invasion von Nazideutschland konzentriert, kommt vielseitigen Terrains eine besondere Rolle zu gute. So findet der Spieler je nach Kampagne nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch Asien oder dem Südsee Raum sein Einsatzziel. Von den arktischen Eislandschaften Islands über das romantisch gelegene Schloß Coldnitz in Sachsen bis hin zu dichten Urwaldgebieten in Indien und Thailand ist jede Menge Abwechslung geboten. Damit die insgesamt zwölf Missionen auch mit Leben gefüllt scheinen, wurde die Animationsvielfalt der Soldaten gehörig in die Höhe geschraubt, so dass sie verblüffend real anmuten. Lanzer reagieren umgehend auf verdächtige Geräusche, unterhalten sich mit Kameraden oder rauchen zwischendurch schon mal eine Zigarette, Kettenfahrzeuge passen sich selbst kleinsten Unebenheiten am Boden an, Küstenverläufe sind reich an Fischschwärmen wärend im Dickicht der Dschungels schon mal mächtige Elefanten Eure Wege kreuzen. Damit alle Details auch gebührend in Szene gesetzt werden, ermöglicht die bewegliche Kameraperspektive 90 Grad Turns und stufenlose Zooms. So können besonders in den Gebäuden alle Räume genauestens nach nützlichen Gegenständen durchsucht werden.

Wer Commandos bereits kennt trifft auf alte Bekannte, freut sich aber auch einige neue Teammitglieder kommandieren zu dürfen. Neben den Grundfähigkeiten welche jeder Charakter beherrscht, sind vor allem die jeweiligen Spezifizierungen im Zusammenspiel für das Gelingen einer Mission zwingend notwendig. Thomas Hancock ist der Sprengmeister, Jack O'Hare ausgebildet in Nahkampftechniken, James Blackwood der Marine, Renè Duchamp versteht sich hervorragend in Spionageaktionen, Francis Wookridge gilt als treffsicherer Heckenschütze, Samuel Brookly kommt die Rolle des Technikfreaks zuteil, Paul Toledo die des unsichtbaren Diebes, mit Whiskey findet sogar ein Pitbull seinen Einsatz und last but not least verdreht Natasha Nikochevski feindlichen Truppen, mit ihren weiblichen Reizen, den Kopf.

Da jede Mission keinen strikt vorgegebenen Lösungsweg verfolgt, sondern dem Spieler den Freiraum lässt auf verschiedene Weisen das Einsatzziel zu erreichen, lohnt sich selbst das wiederholte Durchspielen. Für Langzeitmotivation ist also gesorgt!

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 0-1 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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