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Command & Conquer: Renegade im Gamezone-Test


1 Bilder Command & Conquer: Renegade im Gamezone-Test

Geglückter Genre-Wechsel im C&C-Universum!


1 Bilder Command & Conquer: Renegade im Gamezone-Test
Während der vielen unterschiedlichen Command&Conquer-Teile haben wir uns schon des Öfteren mal gewünscht ganz vorne mit dabei zu sein und selbst ins Geschehen einzugreifen. Wie sieht wohl die "Hand von Nod" von innen aus? Wie fährt sich so ein Mammut-Panzer? Diesen Traum hat Westwood nun mit Renegade wahr werden lassen: Als Elitesoldat Nick "Havoc" Parker werden wir in den Kampf gegen NOD und deren Oberguru Kane geschickt.

Das Missionsdesign ist wirklich fantastisch: Ständig bekommen wir per Funk neue Sekundär-Ziele, die es zusätzlich zu erledigen gibt. Unfaire Stellen sucht man vergebens und es wird einem nie langweilig. Andauernd fliegt uns wieder etwas um die Ohren oder neue Fahrzeuge und Waffen stehen zur Verfügung. Die Gegner, die uns Nod entgegenstellt sind allerdings nicht sonderlich schwer zu besiegen. So sind die Burschen sehr einfach mit ein paar Schüssen zu erledigen und machen einen nicht gerade intelligenten Eindruck.

Viele Taktiken aus dem Echtzeit-Strategie Vorbild können auch hier eingesetzt werden: So funktioniert der böse Laser-Obelisk von Nod natürlich nicht mehr wenn wir vorher das Stromkraftwerk in die Luft gesprengt haben. Als Elite-Soldat können wir natürlich ähnlich wie "Tanja" oder "Boris" Gebäude des Feindes mit Sprengstoff sofort zerstören. Dazu geht man einfach in das Gebäude hinein und platziert an der Hauptsteuerkonsole eine dicke Ladung C4.

Leider können wir keine neuen Gebäude bauen, dafür aber jede Menge Fahrzeuge. Sobald wir vor einem neuen Gefährt stehen, können wir einfach einsteigen und losfahren. Auch die Steuerung ist sehr gut gelöst, man muss nicht mal andere Tasten benutzen, denn man zielt mit der Maus und steuert mit den "Strafe-Tasten". Ähnlich wie bei "Halo" können auch mehrere Spieler ein Fahrzeug übernehmen, in diesem Fall teilt man sich das fahren und schießen auf.

Die Grafik ist einer der großen Kritikpunkte bei Renegade: So sind mache Zwischensequenzen und Gebäude zwar sehr eindrucksvoll, andererseits gibt es Stellen im Spiel die doch wieder viel zu "eckig" sind oder einfach hässliche Texturen zu bieten haben. Man muss Westwood trotzdem die Leistung hoch anrechnen, denn die komplett selbst entwickelte Engine wird die meiste Zeit sehr gut ausgenutzt und macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Klar, mit einer eingekauften Quake3-Engine hätte man schönere Optiken bieten können, allerdings wäre wahrscheinlich die Modifikation dafür genauso aufwendig gewesen wie eine eigene Engine zu entwickeln.

Aus den Boxen tönt fetziger C&C-Sound der sich wunderbar in die Atmosphäre einfügt. Manche Tracks aus C&C genießen unter Fans schon regelrechten Kult-Status. Auch Waffen- und Explosionsgeräusche und die deutsche Synchronisation sind relativ gut gelungen, die englische Version bietet aber dennoch mehr Stimmung.

Der Multiplayermode bietet nach dem erfolgreichen bestehen des Single-Player-Modes noch einiges an Langzeitspaß: Hier kann man ähnlich wie bei Counter-Strike in Teams gegeneinander antreten. Nach dem man auf dem Schlachtfeld wieder auftaucht kann man sich erstmal an Terminals einen hübschen Panzer oder ein durchschlagendes Scharfschützengewehr kaufen. Voraussetzung dafür ist genügend Geld, welches automatisch dank dem Tiberiumsammler in die Spielerkasse fließt. Die Maps bieten jeweils zwei Angriffsmöglichkeiten, einmal für die Soldaten und einmal für die Spieler die mit Panzern oder anderem Vehikeln anrücken. Hier ist oft Teamplay gefragt, alleine kommt man nicht sonderlich weit: Geplante Großangriffe sind hier der Schlüssel zum Erfolg.
Eine Online-Highscoreliste und eine Clanverwaltung sind direkt in das Spiel integriert, so können die besten Spieler jederzeit die übersicht behalten.

Der Sprung in die Ego-Perspektive ist wirklich geglückt. Zwar überwiegt hier natürlich das klassische Ego-Shooter-Element, aber die vielen Fahrzeuge und das sehr gute Missionsdesign bieten viel Innovation. Die teilweise enttäuschende Grafik sorgt zwar für Punktabzug, echte Fans werden sich aber bestimmt nicht dadurch stören lassen. Wer schon immer gerne C&C gespielt hat und nebenbei auch mal einer Runde Counter-Strike nicht abgeneigt war, der wird dieses Spiel lieben!

Command & Conquer: Renegade (PC)
  • Singleplayer
  • 8,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
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