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Colin McRae Rally 2 im Gamezone-Test

Während die Konsolen- und PC-Spieler bereits in den Genuss des dritten Teils der Colin McRae Reihe gekommen sind, müssen sich die GBA Spieler noch mit dem zweiten Teil zufrieden geben.

1 Bilder Colin McRae Rally 2 im Gamezone-Test

Derweil darf man dies überhaupt nicht in negativem Ton sagen, denn was Codemasters hier auf dem kleinen Handheld realisierte ist wirklich erstaunlich. Im direkten vergleich mit V-Rally 3 für den GBA schafft es Colin zwar nicht ganz dessen grafische Qualität und vor allem Detailvielfalt zu erreichen, dafür bekommen wir einen richtigen Beifahrer geboten, welcher geflissentlich aus dem Gebetsbuch vorliest sowie eine "richtige" Wiederholung am Ende jedes Stages, so wie man es von der Konsole oder dem PC her gewohnt ist. Generell orientiert sich die gesamte Präsentation am großen Bruder und erfolgte in bester Colin Manier. So begegnen einem bereits im Hauptmenü die bekannten horizontalen Menüs die Colin schon immer auszeichneten, sowie die ebenfalls gewohnt ausführlichen Features, wie die vielen Einstellungsmöglichkeiten am Wagen sowie die Infos über bevorstehende Prüfungen.

Das Gameplay wartet Hauptsächlich mit der Meisterschaft und dem Arcade-Game auf, wobei der Schwerpunkt natürlich auf der Meisterschaft liegt, welche sich über mehrere Länder hinweg zieht. In jedem Land gilt es mehrere Teilstrecken möglichst flott zu absolvieren um am Ende der Rallye möglichst viele WM-Punkte einzuheimsen. Dabei lehnt sich Colin 2 etwas an das original Reglement an und gibt uns die Chance den Event möglichst realistisch nachzuvollziehen. Dabei muss nicht extra erwähnt werden, dass in der Meisterschaft absolvierte Strecken sodann im Einzel- und Zeitrennen zur Verfügung stehen. Der Arcade-Mode hingegen hat nichts mit der realen Rallye zu tun, bietet dafür aber die Möglichkeit ein Rennen gleichzeitig mit den Konkurrenten auszutragen.
Einer der wichtigsten Punkte bei einem Rennspiel ist zweifelsohne die verwendete Physik. Diese wurde in Colin 2 wirklich hervorragend umgesetzt und manchmal muss man schon staunen wie viel Leistung die Programmierer aus dem kleinen Handheld noch herauskitzelten. So besitzt jedes Fahrzeug sein ganz spezifisches Fahrverhalten, ebenso wie sich die diversen Untergründe stark auf dieses auswirken. Den stärkeren Autos nimmt man ihre Power anstandslos ab, da man regelrecht spüren kann wie die Wagen bei Vollgas schieben, und umgekehrt lernt man schnell die Vorteile der leichteren Wagen zu schätzen, welche zwar nicht soviel Power besitzen, dafür wesentlich leichter zu manövrieren sind.

Dazu gesellt sich eine sehr differenzierte Soundkulisse, die einen hören lässt auf welchem Untergrund wir uns eben befinden und besonders durch die deutliche Sprache des Beifahrers brilliert. Selbstverständlich wird man, wie von Colin gewohnt, nur in den Menüs mit einer angenehmen Melodie belohnt, im Rennen selbst gibt es keine Musik, schließlich muss man sich aufs Rennen konzentrieren.

Die Grafik erreicht, wie bereits erwähnt, nicht das recht hohe Niveau eines V-Rally 3, platziert sich aber eng dahinter. Dafür sind die Autos auch richtige 3D-Modelle, was man besonders in Grenzsituationen, z.B. bei der Fahrt auf zwei Rädern, bemerkt. Hier hat man anscheinend mehr Wert auf eine authentische Physik als auf die maximal mögliche Grafik gelegt. Wie wir meinen eine gute Entscheidung. Allerdings soll hier kein falscher Eindruck entstehen, denn die gebotene Grafik ist erstklassig und muss sich wirklich nicht verstecken.

Ebenfalls positiv gefällt uns die Möglichkeit bis zu vier GBA's per Link-Kabel miteinander zu vernetzen um so ein anspruchsvolles Mutiplayer-Match austragen zu können.

  • Peter Grubmair"-"
  • Grafisch nicht ganz so prächtig wie V-Rally 3, dafür im Gameplay und der Fahrphysik viel ausgereifter, teilt sich Colin McRae 2 den Rallye-Thron auf dem GBA. Das es überhaupt möglich ist einen kompletten Rallye-Event auf den kleinen Handheld umzusetzen hätte man noch vor einem Jahr für nicht möglich gehalten. Denn es ist schon ein ganz besonderer Spaß in der Trambahn auf den vereisten Pisten Islands seine Runden zu drehen, während einem der Schotter um die Ohren fliegt und der Beifahrer sein bestes gibt. Da es zudem viele Autos und Strecken zum freischalten gibt, bleibt auch die Motivation nicht auf der Strecke, denn als eingefleischter Rallye-Fan ist man erst zufrieden wenn man die Bestzeit innehat. Die Entscheidung allerdings, ob ihr lieber die bessere Grafik von V-Rally 3 haben wollt oder doch lieber die bessere Physik und vor allem den gelungenen Beifahrer von Colin 2, können wir Euch nicht abnehmen, denn beide Titel sind hervorragend gelungen.
Colin McRae Rally 2 (GBA)
  • Singleplayer
  • 9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Unglaublich ausgereifte Physik für ein GBA-Spiel
sogar eine Art Schadenssystem existiert
Sehr gelungener Beifahrer
Nicht ganz so detaillierte Grafik wie bei V-Rally 3
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