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Clock Tower: Der Scherenmann - Leser-Test von Ravenous


1 Bilder Clock Tower: Der Scherenmann - Leser-Test von Ravenous
1997 brachte ASCII Entertainment dieses eher ungewöhnliche Spiel heraus. Zur Geschichte:

Ein Reihe brutaler Morde erschreckt die Einwohner eines kleinen Städtchens. Den Opfern wird mit einer riesigen Schere der Kopf abgeschnitten. Es hat den Anschein, daß die verhaltensgestörten Barrow-Twins – Dan und Bobby, die Scissormen – zurückgekehrt sind. Doch die sollten seit über einem Jahr tot sein, nach Augenzeugenberichten der einzigen damaligen Überlebenden, Jennifer Simpson und Edward.

Anfangs steuert man den Charakter Nolan Campbell, ein Reporter, der in diesem Fall ermittelt. Wobei wir auch schon bei dem Punkt angekommen wären, der das Spiel ungewöhnlich macht: Die Steuerung, die man bestenfalls als „indirekt“ bezeichnen kann. Man „klickt“ mit einem Zeiger eine Position oder einen Gegenstand in einem Raum an, und die Spielfigur bewegt sich dort hin. Es gilt, Gegenstände zu finden und Hinweise aufzuspüren, um weiter zu kommen. Tagsüber eine recht triste Angelegenheit; nachts jedoch wird es interessanter.

Ein bedrohliches musikalisches Thema kündigt die Ankunft des Scherenmannes an. Dieser bewegt sich zwar ziemlich langsam, möchte aber den Charakter in eine Ecke treiben, um ihn einen Kopf kürzer zu machen. Für solche Gelegenheiten – und der Scissorman kommt sehr oft – gibt es einen Panik- und einen Fluchtmode. Entweder man schlägt den Psychopaten mit diversen Gegenständen in die Flucht, hämmert auf die „Paniktaste“ oder man versteckt sich, zum Beispiel in einem Schrank oder in einer Bodenklappe, in der Hoffnung, daß der Killer abzieht.

So rätselt man sich an etlichen Leichen vorbei durch verschiedenste locations. Zeitweise spielt man mit einem anderen Charakter – z.B. Jennifer Simpson oder Helen Maxwell -, das hängt von den gespielten Geschehnissen ab. Man trifft auf knapp 30 Personen; wieviel überleben, hängt ebenfalls von den Aktionen ab.

10 verschiedene Endsequenzen gibt es zu bewundern. Leider kommt der Schluß viel zu schnell; richtig schwierige Passagen sucht man auch vergebens.

Fazit: ein außergewöhnlicher Titel, den man weder sehr empfehlen noch miesreden kann. Bei mir hat sich bei diesem USK16 Spiel immer mal wieder gelinder Grusel eingestellt. Wenn man den beschriebenen Spielablauf akzeptieren kann und kein actiongeladenes Gemetzel erwartet, dann hat dieses Spiel einen (Veteranen-) Platz in der Horrorsammlung verdient.

Negative Aspekte:
Gewöhnungsbedürftige "Steuerung"; kurze Durchspieldauer

Positive Aspekte:
Gruseliges Ambiente, interessanter Spielverlauf

Infos zur Spielzeit:
Ravenous hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Ravenous
  • 5.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 5/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 5/10
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