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Civilization II: Ein Strategie Meisterwerk - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Civilization II: Ein Strategie Meisterwerk - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Bei Civilization 2 übernimmt ihr die Führung eines kleinen Stammes im Jahre 4000 v.Chr. Vor dem Spielstart müsst ihr zuerst durch eine ganze Menge an Optionen wühlen. Neben der Größe der Spielwelt könnt ihr hier unter anderem die Anzahl der computergesteuerten Konkurrenzvölker und umherziehenden Barbarenhorden festlegen. Die 21 zur Wahl stehenden Völker bieten vom alten Babylon über die Azteken bis hin zu den Amerikanern unter Lincoln so ziemlich alles, was in der Weltgeschichte Rang und Namen hat. Zuletzt bestimmt ihr noch den Baustil der Gebäude ihrer Nation, der die Stadtbilder nachhaltig prägen wird. Dank zahlreicher ebenso überflüssiger wie langwieriger Grafikeffekte und wiederholter Nachfragen zieht sich diese Prozedur leider ziemlich hin und ist nicht gerade ein Muster an Bedienungsfreundlichkeit. Nach einer kurzen Pause erscheint dann eine neue Weltkarte und das Spiel kann beginnen. Ihr beginnt das Spiel lediglich mit einer Siedlereinheit. Da euch nur die nähere Umgebung bekannt ist, müsst ihr diese erst mühsam zu Fuß erforschen, bi ihr eine geeignete Position zur Gründung einer Stadt gefunden habt. Von da an gilt es, die kleine Siedlung durch Ausbauen der Infrastruktur und Nutzung der umliegenden Ressourcen langsam zur Metropole wachsen zu lassen. Nahe liegende Felder sorgen für mehr Nahrungsmittel, wenn ihr mit einer weiteren Siedlereinheit für den Bau von Bewässerungsanlagen sorgt. Eine Positionierung von Städten am Wasser sorgt abgesehen von weiteren Lebensmitteln durch Fischfang zusätzlich für die Möglichkeit, in dieser Stadt später Boote und Schiffe zu bauen. Auch Goldvorkommen und dergleichen können mit entsprechenden Minen ausgenutzt werden. Ihr könnt jeder Zeit weitere Städte gründen, mit der Karawanen Einheit sorgt ihr für regen Handel zwischen euren Siedlungen und somit für mehr Geld. Falls ihr irgendwann den Überblick über euer Reich verlieren solltet oder noch Anfänger bei Civilization 2 seid, erweisen sich die zahlreichen Berater im Spiel als praktisch. Bei Sitzungen des Stadtrats könnt ihr die Meinung mehrerer Minister einholen, was die Planung eurer nächsten Aktivitäten angeht. Besonders praktisch ist diese Hilfestellung im Baumenü. Solltet ihr irgendwann mit einem Dutzend Städte hantieren, behalten wenigstens eure Berater noch den Überblick, welche Gebäude oder Einheitentypen sich für die jeweilige Stadt derzeit anbieten. Das Element, welches Civilization 2 wohl am stärksten von anderen Aufbau und Strategiespielen unterscheidet, ist die stetige technische Weiterentwicklung eures Volkes. Eure Wissenschaftler entdecken auf eure Anweisungen hin das Alphabet und das Rad, jede Erfindung dient als Grundlage für weitere Entdeckungen. Nicht nur technische Errungenschaften wie der Brückenbau, sondern auch Konzepte wie Demokratie und Umweltschutz müsst ihr hier erst erspielen. Fast jeder Fortschritt bedeutet für euer Volk, daß ihr in den Städten neue Einheitentypen und Gebäude bauen könnt. Die Prunkstücke unter diesen Bauten sind die sieben Weltwunder, die sich besonders stark auf die Zufriedenheit eures Volkes auswirkt. Mit der Erfindung des Rads könnt ihr auf Streitwagen zurückgreifen, die anfangs durch die höhere Geschwindigkeit und Kampfkraft den Fußtruppen deutlich überlegen sind. Haben eure Wissenschaftler sich schon näher mit Stahl befasst, setzt ihr eure Kriegsgegner gleich mit schwerer Artillerie unter Druck. Neben Bodentruppen jeglicher Art könnt ihr im weiteren Spielverlauf auf Schwere Kampfkreuzer mit darauf stationierten Stealthbombern zurückgreifen, deren höhere Geschwindigkeit sogar überraschende Angriffe auf andere Kontinente ermöglicht. Ein Atombombenangriff auf eine Stadt hinterlässt nachhaltige Schäden in der umgebenden Landschaft. Auch hinterlistige Taktiken sind bei diesem Spiel möglich. Falls ihr bei den menügesteuerten Verwandlungen mit den Oberhäuptern der anderen Völker nicht zum gewünschten Ergebnis kommt, könnt ihr diese mit entsprechenden Einheiten ausspionieren. In Friedenszeiten habt ihr einen Überblick über die Situation der anderen Nationen, ansonsten könnt ihr durch gezielte Spionage auch Technologien stehlen. So kann es theoretisch passieren, daß ihr plötzlich einer Horde Neandertaler mit Schusswaffen gegenübersteht. Als Spieler dürft ihr nicht nur den Steuersatz festlegen, auch die Staatsform könnt ihr mit der Revolutions- Option schlagartig vom Despotismus zum Kommunismus oder der Demokratie ändern. Sind eure Bürger mit ihrer Situation nicht zufrieden, kommt es zu Aufständen und die Produktivität des Volkes geht zurück. Die Zusammenhänge des Spiels sind sehr komplex, jedes einzelne Feld auf der Weltkarte hat andere Auswirkungen auf Städte oder drauf stattfindende Kämpfe. Zum Glück gibt es einen vorbildlichen Tutorial Modus, der euch die Steuerung und das Gameplay näher bringt. Die deutschen Bildschirmtexte sind stellenweise etwas holprig und die Grafik und die Musik können nicht gerade begeistern, stören tut dies alles nur geringfügig. Zum Speichern des Spielstands benötigt ihr übrigens zehn Blocks auf der Memorycard. Schon der Vorgänger konnte die Spieler damals fesseln. Die technische Seite des Spiels ist leider ziemlich schwach ausgefallen, sowohl die Weltkarte als auch diverse Zwischenbilder. Aber trotzdem ist Civilization 2 gegenüber Echtzeit Strategie Spielen wie Command & Conquer deutlich anspruchsvoller und abwechslungsreicher. Jedes Spiel verläuft hier anders und das Experimentieren mit unterschiedlichen Strategien sorgt für eine hohe Dauermotivation. Was etwas störend ist, ist die niedrige Intelligenz von automatisch gesteuerten Einheiten. Schickt man sie los, finden sie später kaum den Weg zurück in eine Stadt. Civilization 2 mag grafisch selbst für ein Strategiespiel wenig berauschend sein, doch spielerisch ist es ein einfallsreiches Strategie Spiel. Das enorm variantenreiche Gameplay und die gelungene Steuerung sorgen zusammen mit den immer wieder neuen Welten für einen hohen Dauerspaß.

Negative Aspekte:
Schlechte Grafik, nerviger Sound

Positive Aspekte:
Geniale Steuerung, variantenreiches Gameplay

Infos zur Spielzeit:
Rpgmaniac-No1 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 10/10
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