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Civilization 3: Civ gehr in die 3.Runde - Leser-Test von Beluvius


1 Bilder Civilization 3: Civ gehr in die 3.Runde - Leser-Test von Beluvius
Anno 1991: "Civilization" erscheint bei der legendären Strategiespiele-Schmiede Microprose und entwickelt sich schnell zu einem Klassiker und Bestseller der Computerspiele. Entwickler war kein geringer als Sid Meier. Damals passte das gesamte Programm auf vier 3,5 Zoll Disketten! 10 Jahre später erschien nun die dritte Version dieses Spieles. Am bewährten Grundkonzept des Spieles hat sich seit damals wenig geändert...

Gameplay
Noch immer geht es darum sein Volk erfolgreich rundenbasiert durch die gesamte Menschheitsgeschichte zu führen.: Zu Beginn des Spieles klickt man sich die Welt zusammen, in der man spielen möchte: Größe, Alter , Klima der Spielewelt können ebenso festgelegt werden, wie der Anteil von Wasser zu Landmassen und die Häufigkeit des Auftretens barbarischer Stämme.
Anschließend wählt man eine der 16 möglichen Nationen. Neu gegenüber den Vorgängern ist, dass jedes Volk mit speziellen Stärken und Schwächen ausgestattet ist - Während die Deutschen z.B. gute Krieger und Wissenschaftler sind, sind die Franzosen v.a. auf industriellem und wirtschaftlichen Gebiet führend.
Nachdem man alle diese Parameter festgelegt hat, startet man mit einer einzigen kleinen Stadt und eventuell noch ein oder zwei Einheiten auf der großen Weltkarte. Nun gilt es schnell zu expandieren: Neue Städte müssen gegründet, das Militär aufgebaut und Forschung betrieben werden, um den eigenen Einflussbereich zu erweitern und die Computergegner in Schach zu halten und möglichst zu besiegen. Besondere Bedeutung kommt dabei auch dem Stadtausbau zu: Mit Hilfe einer Vielzahl von Erweiterungen, die größtenteils erst erforscht werden müssen, kann die Produktivität der Städte stark erhöht werden, was die Produktion von Militäreinheiten zur Eroberung der Gegner vereinfacht.
Aber man muss nicht immer Gewalt anwenden: Auch auf diplomatischen Weg lässt sich viel erreichen. Gegenüber den Vorgängern wurden die Möglichkeiten hier stark erweitert: Man kann praktisch um alles mögliche schachern: Städte, Tributzahlungen, Bündnisse, Technologien, Landkarten und Rohstoffe.
Die Rohstoffe stellen dabei eine Neuerung im Spiel dar: Um bestimmte, besonders wertvolle Militäreinheiten bauen zu können, benötigt man häufig auf seinem eigenen Territorium auch bestimmte Rohstoffe. Sind diese nicht vorhanden, kann man diese Einheiten nicht bauen. Dann bleibt einem nur die Möglichkeit diese zu erhandeln oder mit Gewalt zu erobern.
Eine Reihe verschiedener Berater, z.B. für Militär, Diplomatie und Forschung, geben einem laufend Tipps für die weitere Entwicklung des eigenen Volkes und versorgen den Spieler mit den notwendigen Statistiken.
In Civilization 3 kann man auf viele Arten das Spiel gewinnen: Vernichtung aller Gegner, Bau und Start eines Raumschiffes, diplomatischer Sieg durch Wahl zum Generalsekretär der Vereinten Nationen oder durch besondere kulturelle Leistungen.

Grafik/Sound/Steuerung
Sid Meier war noch nie dafür bekannt grafisch besonders gelungene Spiele zu programmieren. Die Grafik seiner Spiele bezeichnet man am besten wohl als "zweckmäßig". Auch Civilization 3 bietet keine 3D-Grafikpracht, sondern setzt auf die bewährte 2D-schräg-von-oben-Ansicht. Dies garantiert aber immerhin die nötige Übersicht beim Spielen. Außerdem beleidigen die vorherrschenden Pastelltöne im Spiel nicht mehr so sehr das Auge - wie die meiner Meinung nach viel zu dunklen Farben des Vorgängers "Alpha Centauri". Bei Bau eines Weltwunders werden kleine Renderfilme in einem aufpoppenden Fenstern abgespielt, deren Qualität aber auch nicht dem heute Möglichen entspricht.
Auch der Sound kann nicht wirklich überzeugen. Ich hätte mir unterschiedliche Musik - je nach Zeitalter, in dem man gerade spielt, gewünscht. Leider ist die Musik aber ehrer monoton - und man schaltet die Musik des Spiels schnell aus und den eigenen CD-Player ein. Eine Sprachausgabe ist praktisch nicht vorhanden.
Die Steuerung ist einfach und intuitiv zu erlernen. Wer die Vorgänger-Spiele kennt braucht sich praktisch nicht umzugewöhnen und kann gleich durchstarten.

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