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Cel Damage im Gamezone-Test


1 Bilder Cel Damage im Gamezone-Test
Fun Racer gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer und das inzwischen in die Tage gekommene "Mariokart" Spielprinzip wurde nicht nur einmal neu verwurstet. Mit "Cel Damage" geht ElectronicArts allerdings einen neuen Weg, indem sie das ganze Game in astreiner Cel-Shading Optik gehalten haben und das Spielprinzip endlich losgelöst wurde vom alten Rennprinzip. Musste das Cel-Shading in diversen Games nur dafür herhalten die unausgereifte grafik zu übertünchen, so ist es EA in diesem Game gelungen sie wirklich voll zur Geltung zu bringen ohne an Details zu sparen. So ist Cel-Shading ein Genuss fürs Auge. Das Spielprinzip richtet sich dabei, je nach Level, nach verschiedenen Regeln. Im "Smack-Attack" Mode z.B. geht es einfach darum die Konkurrenten so oft und so hart wie möglich anzurempeln, was kräftig Punkte bringt. Zusätzlich kann man sich noch mit allerlei Waffen ausstatten, wie einer Motorsäge, einem Maschinen- oder Lasergewehr, einen überdimensionalem Hammer, Granaten, oder wenn alle Stricke reißen, dann wirft man eben mit Steinen. Wer zuerst die vorgegebenen Punkte erreicht gewinnt das Match. Als zweite Spielart existiert das "Gate Relay", in welchen man möglichst schnell alle vorhandenen Tore in der vorgegebenen Anzahl zu durchfahren hat. Klar, dass die Computerspieler das zu verhindern versuchen. Es hört sich leichter an als es wirklich ist, denn in der Praxis existieren in der Arena beispielsweise zwanzig Tore die jeweils zehnmal durchfahren werden wollen. Keine leichte Aufgabe also. Der dritte zur Verfügung stehende Mode ist die "Flag Rally", hinter der sich eigentlich eine Art Capture the Flag versteckt, mit dem Unterschied mehrfach vorhandener Flaggen und deren Eigenleben. Denn wie im Toonland üblich, leben auch die Flaggen und setzen alles daran sich nicht schnappen zu lassen.
Zu beginn kann man aus vier verschiedenen Fahrern auswählen, zu denen sich im Laufe des Games noch weitere freigespielte Figuren gesellen.

Das Gameplay ist leicht erlernt aber schwer zu schaffen. Einen Level mal schnell 'runterreißen ist nicht drin, dafür sind die Anforderungen viel zu hoch. Alleine um den aller ersten Level zu schaffen indem man nur 500 Punkte einzusacken hat, ist man schon zehn bis fünfzehn Minuten beschäftigt. Damit ist garantiert, dass man "Cel Damage" nicht an einem Wochenende durchspielen kann.

Die Grafik präsentiert sich in bestem "Cel Shading" Look, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist, zu oft in der Vergangenheit wurde diese Technik benutzt um grafische Schwächen zu übertünchen. Anders in diesem Spiel, welches das Potential hat das Image des "Cel Shading" wieder zu polieren. So fliegen einem im Gefecht im wahrsten Sinne des Wortes die Details um die Ohren das es eine Freude ist. In Kombination mit den absolut übertriebenen Animationen macht so schon das Zuschauen alleine unglaublichen Spaß.

Der Sound passt ebenfalls hervorragend zum Spiel und unterstützt optimal das Chaos in der Arena. Egal ob es die schmissigen Musiktracks sind, die Kommentare der Charaktere oder die Geräuschkulisse, man bemerkt deutlich die Hand des gelernten Toningenieurs dahinter. So kann man getrost den Volume Regler nach Rechts drehen, schließlich will der Nachbar auch etwas von der Party haben.

"Cel Damage" weiß dank der witzigen Spielidee und der guten technischen Umsetzung voll zu überzeugen. Einziger Wehrmutstropfen vielleicht die kindischen Charaktere, welche manch älteren Spieler abschrecken könnten, was aber sehr schade wäre, entgeht einem doch dadurch ein wirklich nettes Game. Wer also einen Funracer ab des Standards sucht und der Cel-Shading Grafik nicht abgeneigt ist, der sollte sich "Cel Damage" einmal ankucken, es lohnt sich.

Cel Damage (GC)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 7/10 
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