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Castlevania: Symphony of the Night - Nocturne to the Moonlight - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Castlevania: Symphony of the Night - Nocturne to the Moonlight - Leser-Test von Andy1977
Konami hat zwei Jahre an der Entwicklung von Dracula X: Nocturne to the Moonlight (PAL und US Spielern bekannt als Castlevania X: Symphony of the Night) gearbeitet. Das Ergebnis ist ein liebevolles und episches Kunstwerk sondersgleichen und das vielleicht beste 2D-Spiel der letzten fünf Jahre.

Alle 100 Jahre erscheint Dracula mitsamt seiner Burg wie aus dem Nichts und jedesmal muss er von einem Vampirjäger vernichtet werden. Das letzte Mal vollbrachte Richter Belmont diese Tat (nachzuspielen in der PC-Engine Version Dracula X: Rondo of Blood). Doch Richter verschwand ein paar Jahre später spurlos und kurze Zeit später erschien das Schloß wieder, obwohl die hundert Jahre noch lange nicht vorbei waren.
Alucard, der Sohn von Dracula, fühlt sich berufen, nach dem Rechten zu schauen. Es wird vermutet, dass sich Richter in dem Schloß aufhält. Und wir als Spieler vermuten mal, dass Dracula auch nicht weit sein kann...

Falls die Story-Nacherzählung Fehler enthält, bitte ich um Entschuldigung: Ich habe zu 90% das japanische Original gespielt, ohne dabei die Story verstehen zu können. Die Erzählung habe ich aus der PAL-Anleitung und den wenigen Sachen zusammengefaßt, die ich noch wußte.

Auf die Story kommt es nämlich nicht an: Was Castlevania schon immer ausgemacht hat, war das Spielfeeling. Die Mischung aus Jump'n'Run und Gegner mit der Peitsche zu schlagen spielt sich in jeder Episode sehr reiz- und stilvoll. Hier bricht Konami zugleich mit einer Tradition: Alucard besitzt keine Peitsche. Er trägt Waffen und kann auch im Laufe des Spieles mehrere Waffen einsammeln. Sie finden Schwerter, Dolche und Bihänder in den verschiedensten Ausführungen, aber keine Peitsche.

Das Spiel selbst wird aber auf den ersten Blick genauso gespielt, wie die Vorgänger: Seitlich dargestellt, komplett in sehr schöner 2D-Grafik und springend, sowie schlagend kämpft sich Alucard durch das Schloß seines Vaters. Nur ist das Spiel ungleich größer: Die Automap, die man per Select-Taste aufrufen kann, ähnelt nicht ohne Grund der Automap von Nintendos Super Metroid. Das Spiel ist tatsächlich auch so umfangreich und ähnlich wie in Nintendos Klassiker ist es auch nicht linear aufgebaut. Verschiedene Bereiche des Schloßes sind zunächst versperrt, können aber mit den passenden Gegenständen zugänglich gemacht werden. Das fängt bei simplen Schlüsseln an und geht über zu Sprung-Passagen, die mit den jetztigen Fähigkeiten Alucards nicht gemeistert werden können.

Das ist die nächste, entscheidende Veränderung: Alucard's Fähigkeiten müssen erweitert werden, um das Spiel lösen zu können. Er kann sich in einen Werwolf, in eine Fledermaus oder sogar in einen Nebel verwandeln, nur braucht er dazu den richtigen Gegenstand. Zudem hat Alucard Erfahrungspunkte und Charakterwerte: Er bekommt bei jeder Feindvernichtung besagte Punkte und kann sich somit wie in einem Rollenspiel aufleveln. Auch die Energieanzeige ähnelt nun mehr Hit-Points. Magie-Punkte gibt es ebenfalls, die er zur Benutzung seiner Spezialfähigkeiten braucht. Castlevania ist also zu einem Action/Rollenspiel geworden, was auf diese Art und Weise auch perfekt funktioniert.
Die Extrawaffen aus den Vorgängern, wie Messer, Äxte, Molotow-Cocktails und für die Sie Herzen einsammeln müssen, um sie benutzen zu können, sind ebenfalls vorhanden.
Später finden Sie sogar kleine Helfer, die Sie aktivieren können und Ihnen im Kampf helfen: Z.B. eine kleine Fee, die Sie regelmäßig heilt oder ein fliegendes Schwert, welches nochmal ordentlich auf die Gegner einschlägt.

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