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Castlevania: Symphony of the Night - Ein zeitloser Klassiker - Leser-Test von Hüni


1 Bilder Castlevania: Symphony of the Night - Ein zeitloser Klassiker - Leser-Test von Hüni
Mit "Castlevania - Symphony of the Night" für die gute alte Playstation bewies Konami 1997, dass auch im Zeitalter der 3D-Spiele immer noch erstklassige Action-Adventures mit traditioneller 2D-Optik bestehen können. Wer sich immer mal gefragt hat, wie denn die Spiele heute aussehen würden, wenn sich die 3D-Polygon-Grafik nie durchgesetzt hätte, sollte einen Blick auf diese "Castlevania"-Episode werfen.

Die Story kann im Castlavania-Universum nur wenige Neuerungen bieten: dass Dracula ein weiteres Mal von den Toten auferstanden ist und nach der Herrschaft über alle Sterblichen ersehnt, ist ja die Ausgangssituation einer jeden Castlevania-Episode. Allerdings fängt "Symphony of the Night" da an, wo der Vorgänger "Castlevania Bloodlines" sein Ende nahm: Ihr spielt in einem stark vereinfachten Endgegnerduell den finalen Kampf zwischen Richter Belmont und Dracula nach. Castlevania-Veteranen werden sich mit der nur unwesentlich veränderten Steuerung sofort zurechtfinden.

Nach dieser spielerischen Retrospektive wird der Faden weitergesponnen. Wenige Jahre nach diesen Ereignissen verschwindet Richter Belmont von der Bildfläche und abermals materialisiert sich das Schloss Draculas.
Jedoch ist es diesmal kein Belmont, der sich aufmacht, um Einhalt zu gebieten, sondern Draculas eigener Sohn Alucard, der halb Mensch, halb Vampir ist. Kaum im Schloss angekommen, trifft Alucard jedoch auf den personifizierten Tod, der sich ihm in den Weg stellt und ihn seiner gesamten Ausrüstung beraubt.

Ohne Waffen oder Items macht Ihr Euch als Alucard auf den Weg durch das Schloss. Da die ersten Gegner recht harmlos sind und Waffen hinterlassen, müsst Ihr Euch nicht lange auf Eure bloßen Fäuste verlassen. Mit der Zeit verbessert Ihr nicht nur Euer Waffen- und Item- Arsenal; für jeden erledigten Gegner gibt es, RPG-ähnlich, Erfahrungspunkte mit denen Ihr Euren Experience-Level in die Höhe treibt: dies wirkt sich natürlich nicht nur auf Eure Energie, sondern auch auf die Schlagkraft positiv aus. Dieses Feature ist auch dringend erforderlich, denn im Gegensatz zu den meisten seiner Vorgänger und Nachfolger ist "Castlevania - Symphony of the Night" kein lineares Jump'n Run, sondern vielmehr ein Action-Adventure: ihr müsst bestimmte Zauber erlernen, um Türen zu öffnen oder Euch anderweitig neue Fähigkeiten (wie die Verwandlung in einen Wolf, eine Fledermaus oder in eine Nebelwolke) aneignen, um neue Bereiche des Schlosses zu erkunden. In bestimmten Räumen könnt Ihr Eure Energie auffrischen und den Spielstand speichern. Eingesammelte Geldsäcke könnt Ihr beim Bibliothekar des Schlosses gegen neue Waffen, Items oder Zaubersprüche eintauschen.

Wer sich einmal in dieses wirklich riesige Schloss verirrt, kommt so schnell auch nicht mehr heraus: es wimmelt nur so von Zombies, Skeletten, Hexen, bösen Feen, Raubvögeln, Frankenstein-Monstern, Höllenhunden und vielen mehr. Insgesamt beläuft sich die Anzahl verschiedener Gegner auf circa 130 (!!!). Das Schloss wartet mit einer ebenso phantastischen wie abwechslungsreichen Hintergrundgrafik auf. Ein genauso abwechslungsreicher Soundtrack untermalt das Geschehen: mal ist die Stimmung höllisch und beklemmend, mal mystisch kühl oder auch melancholisch-verträumt. Für jeden Fan des subtilen Gruselns ist hier das Passende dabei.

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