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Castlevania: Harmony of Dissonance im Gamezone-Test


1 Bilder Castlevania: Harmony of Dissonance im Gamezone-Test

Köpfe werden rollen!

Juste Belmont, der Held des neuen Castlevania auf dem Gameboy Advance hat die selbe Aufgabe wie all seine Vorfahren: Graf Dracula zu töten! Der alte Blutsauger ist schon recht zäh, was das getötet werden anbelangt, schließlich hat Castlevania schon etliche Reinkarnationen erlebt. Trotzdem hat das Spiel nach all den Jahren nichts von seinen Reizen eingebüßt, es macht immer noch einen riesen Spaß mit der Peitsche bewaffnet, tausenden von Skeletten, Zombies und anderen Kreaturen der Finsternis zu Leibe zu rücken.

Grafisch hat sich einiges seit dem Vorgänger "Castlevania - Circle of the Moon" getan: Die Gegner und vor allem die Hintergründe der einzelnen Schloss-Abschnitte sind ein echter Augenschmaus. Auch etliche Spezialeffekte sind neu und werten das optische Erlebnis um einiges auf. Man merkt ganz deutlich, dass die Entwickler des legendären "Castlevania - Symphony of the Night" an diesem Spiel mitgewirkt haben, sogar einige Monster wurden 1:1 aus dem Playstation-Hit übernommen.

Großer Minuspunkt: Der Sound. Bei manchen Teilen der Serie hätte man sich die Hintergrundmusik am liebsten auf CD bestellt, aber bei dieser Version war wohl nicht mehr genug Platz für gute Soundsamples auf dem Modul. So hören sich manche Stücke eher wie die Musik von alten Mastersystem-Spielen an, ansatzweise nervt der Sound schon richtig und man wünscht sich die 8-Bit-Dudelei hätte ein Ende.

Das Gameplay ist dafür ungeschlagen wie immer: Neben unserer dreh- und schwingbaren Peitsche ist unser Held diesmal mit einem mächtigen Zauberbuch ausgerüstet, so kann entweder Wasser, Eis oder Feuermagie zusätzlich eingesetzt werden. Je nach dem, welche Zusatzwaffe (Messer, Axt, Weihwasser usw.) man gerade besitzt, ändert sich auch der verwendete Zauberspruch. Später findet man noch weitere Zauberbücher, die wesentlich stärkere Magie ermöglichen. Natürlich kann man die Magie auch abschalten und ganz normal mit den Zusatzwaffen auf die Monster losgehen. Das Inventory-System ist auch wieder dabei, Rüstungen, Ringe und hunderte von weiteren Gegenständen können aufgesammelt und anschließend im Menü ausgerüstet werden.

Die besonderen Eigenschaften wie der "Doppelsprung" die "Rutschattacke" oder auch der "Wandsprung" stehen meist erst nach dem Besiegen eines dicken Endgegners zur Verfügung. Mit neuen Eigenschaften gelangt der Held in entlegenere Teile des Schlosses und steht neuen Gegnern gegenüber. Die praktische Automap-Funktion des Spiel hilft dann schnell weiter wenn man mal die Übersicht verloren hat. Dies ist der besondere Suchtfaktor des Spiels: Sobald man eine neue Eigenschaft erlernt hat, macht man sich sofort auf, um die vorher unzugänglichen Räume zu erforschen. Da sollte man auf jeden Fall mit Netzteil spielen, sonst merkt man vor lauter Spielspass gar nicht wie schnell die GBA-Batterien zu neige gehen können.

Das teilweise recht umständliche DSS-System mit den erst zu findenden magischen Karten des Vorgängers ist also dem Zauberbuch gewichen, auch manche Endgegner sind etwas fairer und einfacher zu schaffen. Dadurch spielt sich das Spiel flüssiger und schneller. Besonders schön aufgefallen ist auch ein kleiner Shop der sich im Schloss versteckt, hier können neben guter Ausrüstung auch Lebensenergietränke erworben werden.

  • - GreenAcid"-"
  • Die Vampierjagt mit Peitsche hat immer noch nichts von Ihrem Reiz verloren. Abgesehen von dem schlechten Sound ist dieser Teil der Saga ein solider und absolut kaufenswerter Nachfolger. Das süchtig machende Gameplay bietet wochenlangen Spielspass und bei ständig neuen Items, Gegnern und Waffen kommt so schnell keine Langeweile auf.
Castlevania: Harmony of Dissonance (GBA)
  • Singleplayer
  • 9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
tolle Grafik
schnelles und packendes Gameplay
nervender 8-Bit Sound
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