Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Castlevania: Circle of the Moon - Meisterhaft! - Leser-Test von Daniel


1 Bilder Castlevania: Circle of the Moon - Meisterhaft! - Leser-Test von Daniel
Castlevania - ein Name, der viel verspricht und bei dem Konami nicht viel falsch machen darf.
Nach den beiden N64 Abstechern in die 3D Domäne, die manche die-hard Castlevania Fans eher als Experiment angesehen haben und nach dem gecancelten Dreamcast Castlevania, hat sich Konami besonnen, das Flehen der unzähligen "Symphony of the Night" Fans erhört und ihrer Fangemeinde, sowie dem Rest der Welt einen waschechten Nachfolger des Playstation Spiels spendiert.

Von der Handlung her - wie kann es anders sein - sorgt Konami bei "Circle of the Moon" (kurz: CotM) für wenig Überraschung: 1830 - Die Vampirlady Camilla erweckt den bösen Grafen Dracula in ihrem Schloss zum Leben. In dieser Nacht soll der Vollmond kommen und damit der Zeitpunkt, um Dracula seine alten Kräfte zurück zu geben. Unterbrochen wird die Zeremonie von den Vampirjägern Morris Baldwin, seinem Sohn Hugh und seinem Schüler Nathan Graves. Dracula findet das gar nicht lustig, lässt die beiden "Kleinen" in einen Abgrund fallen und nimmt den alten Morris gleich noch gefangen, um ihn als Blutspender zu missbrauchen. Hugh verdrückt sich, um seinen Vater zu retten und darum muss der Protagonist Nathan erst mal selbst schauen, wie er sich im Schloss zurecht findet.
Ähnlich wie bei "Symphony of the Night" (ab jetzt: SotN) ist mehr Story vorhanden, als man von früheren Castlevania Spielen gewohnt ist. Während des Spiels finden Gespräche statt und entfalten die Geschichte "im Laufe der Nacht".
Im Gesamtzusammenhang der Reihe tun sich zwar wieder Rätsel auf (Wer sind die Baldwins? Wo sind die Belmonts?), aber das tut dem Spiel keinen Abbruch.

Im Gegenteil: Wer "Symphony of the Night" oder die "Metroid" Reihe von Nintendo mochte, wird sich schnell zurechtfinden. Im Grunde gibt es keine Levelaufteilung, sondern nur zusammenhängende Bereiche des Schlosses, die sich dem Spieler nach und nach (mit wachsendem Inventar) erschließen. Man durchkämmt die Umgebung und ist zum Beispiel in den Katakomben unterwegs, um später mit Hilfe des Doppelsprungs zum Glockenturm zu kommen. Gegner werden mit der Peitsche verdroschen, hinterlassen Erfahrungspunkte und Gegenstände, wie Energieauffrischung und neue Rüstungen und die altbekannten Extrawaffen mit Herz-Munition sind ebenso wieder dabei.
Aber Konami hat sich auch etwas komplett Neues einfallen lassen: DSS! Das "Dual-Setup-System": Man kann im Spiel 20 verschiedene Karten finden, die einen in 2er Kombination spezielle Fähigkeiten verleihen, was allerdings von der Magieleiste zehrt. So lassen sich bis zu 100 Kombinationen von schnellerem Rennen über Feuerschwerter und Geschosse bis hin zur Unverwundbarkeit ausführen. Dieses Element vertieft noch einmal den Action-Adventure Anteil, denn mit einer Eispeitsche Gegner einzufrieren und diese als Stufen zu benutzen, läßt einen wieder in neue Räume vordringen.
Ab und zu (meist vor einem wichtigen Gegenstand) bekommt man einen Obermotz vorgesetzt und hier wird man direkt merken, was einer der Hauptunterschiede zu SotN ist: Der Schwierigkeitsgrad! Der Umfang ist im Gegensatz zu SotN zwar geringer, aber die effektive Spielzeit (beim ersten Durchspielen ca. 11-15 Stunden) wird durch den manchmal relativ knackigen Schwierigkeitsgrad wieder angehoben. Das kann man durchaus positiv sehen, denn so gut SotN auch war, es war zu kaum einem Zeitpunkt wirklich schwer. CotM ist zwar auch für den Durchschnittszocker gut zu verdauen, aber bei manchen Endgegnern und auch normalen Gegnern, weiß man warum es sich immer empfiehlt regelmäßig abzuspeichern. An manchen Stellen ist Tastengeschick gefordert, ohne aber zu überfordern oder unfair zu werden.
Kein Wunder, denn die Steuerung ist wunderbar direkt, exakt und die Kollisionsabfrage fair. Selbst komplexere Spezialattacken gehen nach kürzester Zeit locker von der Hand und man füllt sich wie der Herr am Joypad.

e_gz_ArticlePage_Default