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Car Tycoon: Willkommen in Wolfsburg - Leser-Test von Beluvius


1 Bilder Car Tycoon: Willkommen in Wolfsburg - Leser-Test von Beluvius
Es ist ja ein weit verbreitetes Vorurteil, dass das Auto des Deutschen liebstes Kind sei. Er hegt es und pflegt es, damit es lang lebe und immer schön glänzt. Auch die Autoindustrie selbst hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Daher kommt es wohl nicht von ungefähr, dass jetzt gerade eine deutsche Softwareschmiede die Produktion und Entwicklung von Automobilen in einer Wirtschaftssimulation zum Thema macht. Dabei ist dies beileibe nicht der erste Versuch: "Oldtimer" von MaxDesign und "Rüsselsheim" von Impression waren frühere Anläufe ein Computerspiel über den Automobilbau zu machen - leider keinem davon gelang ein wirklich herausragendes Spiel. Ob es Fishtank mit seinem "Car Tycoon" besser gemacht hat?

Gameplay
Car-Tycoon ist eine in Echtzeit ablaufende Wirtschaftssimulation, bei der man eine Autofirma in den USA von den frühen fünfziger Jahren bis zum Jahre 2006 erfolgreich führen muß. Dabei kümmert man sich um die Entwicklung, Produktion, Vermarktung und den Vertrieb selbstentwickelter Autos. Um wirklich erfolgreich zu sein, muß man gegen bis zu drei Computergegner behaupten. Das Spielgeschehen findet auf einer isometrischen, stufenlos zoombaren Karte statt auf der bis zu vier verschiedene Städte zu finden sind, in denen auch alle produzierten Autos herumfahren.
Zu Beginn des Spieles besitzt man eine kleine Autofabrik, in der man eine von sieben verschiedenen Autotypen herstellen kann. Dazu gehören z.B. Klein- u. Sportwagen, Vans oder Cabrioles. Jedes Automobilmodell wird aus vier Komponenten zusammengeklickt: Karosserie, Fahrgestell, Motor und Inneneinrichtung. Dabei sollte man darauf achten, dass die einzelnen Bestandteile auch wirklich zusammenpassen: In einem Kleinwagen macht ein 8-Zylinder Motor mit über 100 PS wenige Sinn - und findet daher entsprechend wenige Käufer..
Hat man die ersten Autos hergestellt, werden diese in eine der eigenen Verkaufsfilialen transportiert, um sie an den Käufer zu bringen. Eine kleine Promotion in den Verkaufsräumen dazu eine fetzige Musikband, schon steigt die Kauflust der potentiellen Kunden. Um den Verkauf weiter anzuheizen, kann man verschiedene Werbekampagnen bei den örtlichen TV- und Radiostationen oder Zeitungsverlagen schalten.
Sollte dies alles nichts nützen und die Kunden stets den Autos der Konkurrenz den Vorzug geben wird es Zeit, dem Mitbewerber mal durch Sabotage eine seiner Fabriken lahmzulegen oder durch Werksspionage hinter die Ursachen seines Erfolgen zu kommen.
Sind die ersten Euros verdient sind, sollte man sich in seiner Forschungsabteilung um die Entwicklung neuer Komponenten kümmern, denn welcher Kunde will schon Autos mit veralteter Technik fahren?
Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, muß man schon bald Expandieren und zusätzliche Fabriken und Verkaufsfilialen erwerben. Diese können lediglich über unregelmäßig stattfindende Auktionen ersteigert werden. Die Zahl der Fabriken und Filialen, die man im Spiel besitzen darf, ist leider auf jeweils acht beschränkt. Sollte das Geschäft mal nicht so gut laufen, fehlt jede Möglichkeit seine erworbenen Fabriken wieder zu verkaufen...
Über die Gschäftsentwicklung kann man sich mit Hilfe einiger unspektakulärer und viel zu kleiner Diagramme informieren, die jedoch manche wichtige Information verschweigen und es einem schwer machen seine eigene Position im Konkurrenzkampf einzuschätzen.
Hauptbestandteil des Spieles ist die 20 Szenarien umfassende Kampagne, in denen man die unterschiedlichsten Ziele erfüllen muß : Erreiche einen bestimmten Umsatz, baue x Autos, vom Typ y, dominiere den Markt für Sportwagen, entwickle das erste 5-Liter-Auto usw. . Ferner gibt es 20 verschiedene Maps ,auf denen man ohne bestimmtes Ziel drauflos wirtschaften kann (Freies Spiel).

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