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Capitalism 2: WiSim für Erbsenzähler - Leser-Test von Beluvius


1 Bilder Capitalism 2: WiSim für Erbsenzähler - Leser-Test von Beluvius
Fallende Aktienkurse, stagnierende Nachfrage, Lieferengpässe bei Rohstoffen und geringe Produktqualität. Was sich wie der Alptraum eines jeden Wirtschaftsmanagers anhört, sind die Probleme mit denen sich der Spieler in der Wirtschaftsimulation "Capitalism 2" herumschlagen muss. Entwickelt wurde das Game von Trevor Chan, der auch schon für den ersten 1995 erschienenen Teil und Spiele wie "Seven Kingdoms" verantwortlich war.

Gameplay
Captitalism 2 versucht alle wichtigen Aspekte des realen Wirtschaftsgeschehens abzubilden. Alle relevanten Unternehmensbereiche wie Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing müssen in Echtzeit koordiniert werden.
Zu Beginn des Spieles sollte man zunächst die so genannte "Unternehmer-Kampagne" durchspielen, die in 8 Missionen mit allen wichtigen Funktionen des Spieles vertraut macht. Anschließend kann man sich an die "Kapitalisten Kampagne" wagen, in der in 21 Missionen jeweils bestimmte Ziele erreicht werden müssen, z.B. einen bestimmten Gewinn zu erwirtschaften, die Aktienmehrheit bei einem Konkurrenten zu übernehmen, oder ein Monopol in einem der vielen Wirtschaftbereiche zu erlangen. Außerdem kann man sich in einem "freien Spiel" nach Lust und Laune ohne bestimmtes Ziel vor sich hin wirtschaften.
Zu Beginn eines jeden Spiels gilt es zunächst einige eigene Betriebe zu errichten, um Gewinn für die weitere Expansion zu erwirtschaften. Dies kann z.B. durch Bau eines Kaufhauses, einer Fabrik, einer Farm oder eines Bergwerkes erfolgen. Egal, für welche Art von Unternehmen man sich entscheidend, jedes verfügt über insgesamt 9 Slots, die mit Einkauf-, Produktion-, Verkaufs- oder Marketingabteilungen gefüllt werden. Bei einer Farm ist so z.B. mindestens eine Aufzuchtstation, eine Verarbeitungeinheit und - damit die Ware dann auch an den Mann gebracht werden kann - eine Verkaufsabteilung erforderlich. Insgesamt kann man auf diese Weise rund 3 Dutzend verschiedene Waren produzieren, die teilweise wieder als Zwischenprodukte für neue Endprodukte dienen.
Capitalism 2 setzt das Prinzip von Angebot und Nachfrage besonders detailreich um: Die Nachfrage nach einem Artikel wird neben dem Preis auch durch die Qualität und das Markenimage des Produktes bestimmt. Letzteres muss man durch Werbung kontinuierlich aufbauen.
In speziellen Forschungseinrichtungen beauftragt man Wissenschaftler damit, neue Technologien für seine Produkte zu erforschen. Denn ohne ausreichende Forschung interessiert sich schon bald kein Konsument mehr für die völlig veralteten Produkte. Ein entsprechender Technologievorsprung kann aber für den ein oder andern zusätzlichen Umsatzeuro sorgen.
Ferner kann man als Firmeninhaber auch am Aktienmarkt Anteile der eigenen oder fremder Firmen übernehmen, bestimmen welche Dividende man seinen Aktionären zahlen will und - wenn das Geld mal knapp ist - Kredite aufnehmen.

Grafik / Sound
Grafisch ist das Spiel für mich eine große Enttäuschung. Viele der Grafiken wurden einfach von dem 6 Jahre alten Vorgänger übernommen. Das Intro ist ein Witz, innerhalb des Spieles selbst gibt es überhaupt keine Videos oder Animationen. Einzig neu ist die Stadtansicht, die in Aussehen und Qualität stark an die neueste Version von SimCity erinnert. Bei vielen anderen Grafiken hat man den Eindruck, dass sie aus guten alten SVGA-Zeiten stammen. Am schlimmsten jedoch: Das Spiel läuft nur in einer Auflösung von 600x800 und ist daher auf größeren Monitoren sehr pixelig.
Auch der Sound ist eher zweckmäßig und genügt meiner Meinung nach nicht mehr heutigen Ansprüchen.

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