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Butt-Ugly Martians: Zoom or Doom! im Gamezone-Test


1 Bilder Butt-Ugly Martians: Zoom or Doom! im Gamezone-Test

Inzwischen haben wir sie ja fast schon lieb gewonnen, die verdammt hässlichen Marsianer und ihre niemals endende Invasion. Da sich diese inzwischen schon viel zu lange hinzieht und Imperator Bog langsam ungeduldig wird, beschließt er den Eroberungs-Cup auszuschreiben. Sieger der Meisterschaft quer durch die Galaxis erhält zur Belohnung die Erde, dachte er sich und setzte die Idee in die Tat um. Damit haben wir alle nötigen Vorbedingungen für den x-ten Aufguss des WipeOut Spielprinzips. Es handelt sich hierbei also um einen Futureracer der mit ebenso futuristischen Gefährten ausgetragen wird. Auf den Pisten gibt es allerlei PowerUps und Waffensysteme einzusammeln mit denen wir den Widersachern das Leben schwer zu machen haben.

Die Austragungsorte selbst glänzen durch ihr abgefahrenes Design und den abenteuerlich verwundenen Strecken. Es gibt Unterwasserstrecken genauso wie Pisten im Schnee, in der Wüste oder an glühenden Vulkanen vorbei. Oft auch teilt sich die Strecke und eröffnet uns eine Abkürzung und ab und zu dürfen wir sogar über eine Sprungschanze springen. Dabei präsentiert sich das Geschehen durchgehend flüssig und mit angenehmer Weitsicht, lediglich an der Detailarmut an manchen Streckenabschnitten könnte man etwas nörgeln. Dafür sind die Zwischensequenzen umso gelungener und zaubern so manches Grinsen ins Gesicht des Betrachters.

Die Steuerung funktioniert auf Anhieb so wie man es erwartet und selbstverständlich können wir die Padbelegung unseren Wünschen nach konfigurieren. Wie bei den bekannten Genrevertretern existieren auch in diesem Futureracer die bekannten Luftbremsen zur rechten und linken Seite, ohne die ein enges Kurvenschneiden nicht möglich wäre, sowie die vielen, wirklich vielen Waffensysteme. Allerdings spreche ich den Gefährten eine vernünftige Physik einfach ab, da sie sich nicht so verhalten wie man es erwartet, nämlich frei auf der Piste steuerbar, sondern viel mehr hat man das Gefühl die Dinger würden auf einer magnetischen Bahn festgehalten und mit der Lenkung können wir lediglich etwas aus der Bahn ausbrechen. Ein verlassen der Piste ist also nicht möglich, genauso wenig wie ein drehen gegen die Fahrtrichtung. Trotzdem hat man sich an das System ziemlich schnell gewöhnt und kommt dann erstaunlich gut damit zurecht. Was schon etwas länger dauert ist das ausprobieren aller möglichen Waffensysteme, denn diese existieren in ziemlich hoher Zahl. So gibt es Standard Raketen, zielsuchende und mehrfachzielsuchende Raketen, eine Schwebemine, eine Zeitbombe, die Schwerkraftpfütze, einen Traktorstrahl, den Blitzbolzen, den Teleporter, die Frier- und die Schrumpfbombe, den Zeitverzögerer, den Repulsor, die Blendgranate, den Autopilot, zwei verschiedene Turbo-Boosts und noch einiges mehr. Dies sorgt für ein recht unberechenbares Gameplay, denn eben noch auf dem ersten Platz kann man sich Augenblicke später schon auf dem letzten wiederfinden. Dabei sollte man sich den Einsatz jedes PickUps gut überlegen, denn schafft man es ein Rennen durchzuhalten ohne diese Specials einzusetzen, gibt's im nächsten Rennen Mega-PickUps einzusammeln. Eine gelungene Idee die so manchen menschlichen Spieler vom Feuern abhält.

Die Soundkulisse erfüllt ihren Zweck recht gut, vor allem wegen den schnellen Synthie-Pop Klängen in den Rennen, weniger allerdings wegen den mager verteilten Geräuschen, die noch dazu oft im allgemeinen Geräuschebrei untergehen. Besonders der oft wiederholte Ausspruch "Jetzt wird's hässlich" unserer Marsianer nervt schon bald.

Der Multiplayer-Mode verdient es eigentlich nicht erwähnt zu werden, denn dieser fiel schon sehr ärmlich aus und wirkt wie eine Verlegenheitslösung. Lediglich zwei Modi stehen zur Auswahl, welche sind das "Kurz-Rennen" und der "Gegner-Kampf". Im Kurz-Rennen können wir zu Zweit ein Rennen auf den bereits freigeschalteten Strecken austragen, inkl. computergesteuerter Gegner, und der Gegner-Kampf ist das Gleiche allerdings ohne Computerfahrer.

  • Peter Grubmair"-"
  • Die "verdammt hässlichen Marsianer" stellt im Grunde nichts anderes dar als der x-te Aufguss einer schon so oft versofteten Spielidee dar, die allerdings recht gut gelungen ist und durchaus Spaß vermitteln kann. Da einem recht viele Waffensysteme geboten werden kann man über das Magnetschwebebahn-Syndrom schon hinwegsehen, allerdings würde man sich mitunter schon etwas mehr Details oder eine fulminantere Soundkulisse wünschen. So allerdings reiht sich das Game nahtlos in das Mittelfeld der bekannten Genrevertreter ein und wird seinen Weg wohl nur in die Hände jüngerer Spieler und Hardcore-Sammler finden.
Butt-Ugly Martians: Zoom or Doom! (PS2)
  • Singleplayer
  • 6,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Nett gestaltete Strecken und durch die vielen verschiedenen Waffensysteme recht abwechslungsreiches Gameplay
Schwacher Multiplayer-Part und keinerlei Innovation
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