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Bushido Blade: Beat´em Up-Simulation - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Bushido Blade: Beat´em Up-Simulation - Leser-Test von Andy1977
Bushido Blade ist ein Beat'em Up. Jedoch ist es ein Beat'em Up der besonderen Sorte: Zwei Kontrahenten stehen sich gegenüber und tragen eine Waffe. Wer zuerst den Gegner mit einem tödlichen Schlag treffen konnte, gewinnt den Kampf. Eine Energieleiste gibt es nicht. Dieses Konzept ist gewagt, hat auch dementsprechend viele Feinde gefunden, aber auch fast genauso viele Fans. Fakt ist: Bushido Blade ist nicht mit anderen Beat'em Ups zu vergleichen und ist für sich gesehen einzigartig (vom Nachfolger einmal abgesehen).

Anfangs haben Sie die Auswahl zwischen einem Story-, einem Versus-, einem Slash-, einem Trainings- und einem POV-Modus. In ersterem treten Sie gegen mehrere Gegner hintereinander an. Sie wählen eine von sechs Spielfiguren aus und eine von acht Waffen. Ein Kampf wird in einem relativ großen Spielareal ausgetragen, in dem Sie sich wie z.B. in Tekken vorrangig nach links und rechts bewegen. Drücken Sie nach oben oder unten läuft die Spielfigur seitwärts. Mit den R1- und R2-Tasten können Sie zwischen einer aufrechten und einer geduckten Körperhaltung schalten. Halten Sie die L1-Taste gedrückt, können Sie sich frei bewegen und rennen in die gedrückte Steuerkreuz-Richtung.
Über drei der vier Feuerknöpfe können Sie einen hohen, einen mittleren oder einen tiefen Angriff vollführen. Mit dem vierten können Sie einen Angriff des Gegners abblocken. Kombinationsschläge werden hintereinander ausgeführt, d.h. Sie drücken mehrere Tasten nacheinander, die vom Sinn her eine gute Schlagkombination ergeben.

Wie schon erwähnt gewinnen Sie bei einem tödlichen Treffer. Sie können aber den Gegner verletzen, in dem Sie ihn am Arm oder am Bein treffen. Dadurch wird die Bewegungsfreiheit eingeschränkt oder die Waffe kann nicht mehr mit zwei Händen getragen und geführt werden. Bei einer Beinverletzung können Sie nicht mehr aufrecht stehen, dafür aber zu einem Hechtsprung ansetzen.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit per Tastenkombination eine kleine Wurfwaffe einzusetzen oder dem Gegner Sand ins Gesicht zu streuen.
Schlagen beide Spieler zur gleichen Zeit aufeinander ein, so dass sich die Waffen mit derselben Wucht berühren, gibt es ein Face-Off: Der Spieler, der hierbei seine Angriffstaste am häufigsten drückt, drängt den anderen Spieler nach hinten.

Das Kampfsystem lebt von Kontern, Zurückdrängen und Ausnutzen einer Lücke. Jeder kleinste Fehler hat eine Auswirkung. Das System bemüht sich sehr realistisch zu sein, schafft dies meiner Meinung nach auch und besitzt einen eigenwilligen Charme.

Es geht übrigens auch um die Ehre in Bushido Blade: Sie können per Select-Taste aufgeben und dem Gegner freie Hand zum finalen Schlag geben. Im Story-Modus können Sie zudem unehrenhaft kämpfen, indem Sie den Kampf beginnen, bevor das Startsignal ertönt, oder den Gegner angreifen, wenn dieser am Boden liegt. In diesem Falle kämpfen Sie nicht gegen die letzten Endgegner und können auch nicht die Endsequenz erreichen.

Beim Versus-Modus ändert sich kaum etwas an der Spielmechanik. Sie können sich natürlich eine Kampfarena selbst aussuchen. Diese sind übrigens nicht nur groß, sondern auch vielschichtig: Mal können Bambusrohre gefällt werden oder Gräben bzw. Anhöhen können die Kontrahenten auf verschiedene Ebenen bringen.

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