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Burnout: Rasen wie verrückt - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Burnout: Rasen wie verrückt - Leser-Test von HALLofGAME
Irgendwie werden ja arcadelastige Rennspiele schon lange nicht mehr wirklich für voll genommen. Spätestens seit Gran Turismo sind Simulationen gefragt und in Gran Turismo 3: A-Spec sehen viele Spieler längst das perfekte Rennspiel. Das auch neben dieser Rennspiellegende Fahrspaß pur geben kann, hat überraschend Acclaims Burnout gezeigt. Natürlich kann der arcadelastige, -im Fahrverhalten deshalb aber nicht unrealistische Racer Polyphony Digitals Legende nicht das Wasser reichen. Einen Höllenspaß machts trotzdem, darf man hier doch all die gefährlichen Dinge machen, von denen man sonst Gott sei Dank immer nur im Verkehrsfunk hört: Höchstgeschwindigkeiten im Stadtverkehr, Geisterfahrten und spektakuläre Unfälle, bei Burnout ist wirklich alles erlaubt!

Wie üblich tretet Ihr gegen eine Handvoll Gegner an (in diesem Fall drei) und versucht möglichst zu gewinnen. Statt wie sonst gewohnt, finden die Rennen hier aber nicht auf klassischen abgesperrten Rennstrecken statt, sondern mitten im prallen Leben! Eure Fahrtrouten mögen vorgegeben sein, aber sie führen mitten durch den schönsten Berufs- und Gegenverkehr. Da nimmt natürllich die Unfallhäufigkeit zu, was zwar mit schönen Replays belohnt, aber gleichzeitig mit Zeitabzug bestraft wird und Euch leicht den Sieg kosten kann. Ärgerlicherweise passiert sowas besonders gern mit dem Querverkehr in der dritten Runde, nachdem Ihr Euch schon zehn Minuten oder sogar länger abgearbeitet habt, Erster zu werden. Man braucht schon einiges an Frustpotential um hier nicht irgendwann das Pad in die Ecke zu werfen, auch wenn man nun wirklich nicht sagen kann, das der frustrierende Umstand unrealistisch wäre. Im wirklichen Leben hättet Ihr bei vergleichbarer Fahrweise immerhin keine zehn Minuten überlebt.

Wobei man nicht unterschlagen sollte, daß die Entwickler es in Punkto Gegnerverhalten deutlich übertrieben und die Spieler ziemlich benachteiligt haben. Im Prinzip kann man fahren, wie man will! Selbst mit ein, zwei unfallfreien und auch ansonsten perfekten Runden und optimalem Boosteinsatz (perfiderweise lädt sich der Boost am besten auf, indem man durch den Gegenverkehr fährt) heisst das nicht, das Ihr Euch einen Unfall wirklich leisten könnt, da es einfach unmöglich ist, sich wirklich vom Feld abzusetzen. Und je weiter Ihr im Spiel vorankommt (alles muß erst durch entsprechende Leistungen freigeschaltet werden) umso schlimmer werden die Verfolger.

Die Strecken sind nett gemacht und äusserst umfangreich, zehn Minuten-Rennen sind, wie gesagt keine Seltenheit. Trotzdem sind sie eine Mogelpackung! Irgendwann war nämlich mal von vierzehn Strecken die Rede, doch in Wahrheit sind es gerade vier. Wer sich darauf freut neue Strecken freizufahren (und diese Freude ist wirklich verdient), muß sich damit abfinden, daß man auch Nachtfahrten oder geringfügig modifizierten Strecken einfach andere Namen gegeben hat und das wars dann! Und ist wirklich mal was "neu", dann indem man zwei bereits bekannte Strecken zu einer Superstrecke zusammengebunden hat.

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