Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Buffy: The Vampire Slayer im Gamezone-Test


1 Bilder Buffy: The Vampire Slayer im Gamezone-Test

Wohl jedem dürfte inzwischen die amerikanische Serie "Buffy the Vampire Slayer" bekannt sein. Wem nicht, der hat auch nicht viel versäumt, denn es genügt zu wissen, dass Buffy eine Vampirjägerin ist, die neben der Schule mal eben paar Monster killt und die Dämonen dorthin zurückschickt woher sie kommen. Genau darum geht es auch im gleichnamigen Xbox-Spiel, in welchem man in Buffy höchstpersönlich schlüpfen und den Vampiren den Garaus machen kann. Fans der Serie dürfen sich dabei an der originalen Stimme von Sarah Michelle Cellar erfreuen und einem Model welches ihr gerecht wird.

Bereits zu Beginn des Games werden wir von einer sehr stimmungsvollen Musik empfangen, welche eine unheimliche Szene untermalt in der wir Buffys Mentor und sie selbst in einer Nebelschwade stehen sehen, alles recht unwirklich, und die einführenden Worte sprechend. Daraufhin folgt der erste Level, welcher noch als Training zu verstehen ist, wird uns doch gezeigt wie sich Buffy bewegt, wie sie springt und welche sonstigen Moves sie zu Beginn d'rauf hat. Dabei fällt auf, dass sie trotz der einfachen Steuerung ein recht reichhaltiges Repertoire an Schlägen beherrscht, welches sich im Laufe des Spiels noch kräftig erweitert. Nach dem Trainingslevel beginnt übergangslos die Vampirhatz, in der wir mit Buffy's Hilfe die Vampire, Skelettons und diverse Dämonen schlagen, stechen und schmeißen bis der Bildschirm, im wahrsten Sinne des Wortes, glüht. Denn neben den normalen Schlägen beherrscht Buffy natürlich einige Special-Moves, welches durch gedrückt halten der letzten Taste ausgelöst werden. In solch einem Moment hält sie kurz inne, während sich eine leuchtende Aura um sie aufbaut, um dann den ultimativen Schlag auszuteilen. Wie wir schon seit Van Helsing wissen, kann man einen Untoten schlecht noch toter töten, weshalb man ihm schon einen Holzpflock ins verdorrte Herz schlagen muss, um ihn in Staub zu verwandeln. Dies lässt sich nicht nur händisch bewerkstelligen, sondern z.B. auch mit einer Armbrust die man aus der Ego-Perspektive nutzen kann, was ein ganz neues Zielgefühl erzeugt, wenn man in diesem Game nicht wie üblich auf den Kopf sondern auf das Herz zielt. Trifft man an anderen Stellen bleiben die Pflöcke einfach im Vampir stecken ohne ihn auszulöschen. Dabei entbehrt es nicht einer gewissen Komik, wenn so ein Vampir mit lauter Pfeilen im Kopf auf einen zuschwankt. Steht Buffy dann noch mit dem Wischmopp in der Hand da und versucht sich zu verteidigen, ist die ganze Horrorstimmung beim Teufel. Womit dies der richtige Zeitpunkt ist um die Atmosphäre zu analysieren, die sich alle Mühe gibt recht grusselige Stimmung aufkommen zu lassen. So ist das Zusammenspiel aus Musik, eingestreuten Zwischensequenzen und den Leveln selbst recht gut gelungen, und auch der Spieler wird ziemlich gut durch die Level geführt und nie im Unklaren gelassen wie und wo es weitergeht, trotzdem schafft es Buffy nicht an die klassischen Horror-Adventures heranzukommen. Zu sehr versucht sich das Game an die Serie zu halten. Dafür können sich die Kämpfe durchaus sehen lassen, egal ob es die Animationen der verschiedenen Charaktere sind oder die vielen verschiedenen Bewegungen die Buffy vollführt, die gebotene Aktion muss sich nicht verstecken und könnte manchmal direkt der Serie entsprungen sein.

Wie bereits erwähnt ist die Steuerung recht gut gelungen, schon nach wenigen Versuchen hat man alles Nötige intus und kann Buffy auf die Vampire loslassen. Mit dem linken Analogstick bewegt man sie in die vier Himmelsrichtungen und mit dem Digitalkreuz wechselt man die eingesammelten Waffen durch. Auf den Aktionstasten liegen die diversen Hand- und Fußschläge sowie die Möglichkeit mit Gegenständen zu interagieren, sie aufzuheben oder Türen zu öffnen. Die Schultertasten werden dazu benutzt, um in die Ego-Perspektive umzuschalten und in dieser zu zoomen.

Die Grafik weiß ebenfalls zu gefallen, denn die Level sind sehr detailliert gestaltet und besonders die Special-Effekts wurden wunderbar in Szene gesetzt. Egal ob es sich um halbdurchsichtige Dämonen handelt, welche in einer leuchtenden Wolke erscheinen, oder "nur" um die Zombies, welche nach dem gezielten Abstechen per Holzpflock in Asche verwandelt werden die dann zu Boden rieselt, die Grafik gibt sich keine Blöse und wird einer Xbox gerecht. Lediglich etwas mehr Licht hätte man sich an so mancher Stelle gewünscht, was aber sicher Absicht war um den Spieler in diverse Schrecksituationen zu locken.

Um den gesamt guten Eindruck abzurunden, wartet "Buffy the Vampire Slayer" noch mit einer sehr ausgereiften Soundkulisse auf. Sehr stimmig zum Gezeigten passend vernehmen wir entweder nur ganz leise Streicher im Hintergrund, während die Schritte Buffy's im Gewölbe wiederhallen und irgendwo aus der Ferne eine Stimme immer wieder "Slayer" flüstert, oder ein Kampfgetöse mit Geschrei, Waffengeklirre und immer wieder dem satten "pflopft" wenn der Pflock seine Bestimmung erreichte. In Kombination mit den nahtlos eingefügten Zwischensequenzen, in denen der Sound selbstverständlich ebenso nahtlos fortgeführt wird, trägt die Soundkulisse einen nicht geringen Anteil zu dem gesamt guten Eindruck bei.
Leider hat man die deutsche Version nicht lokalisiert, lediglich das Handbuch wurde ins Deutsche übersetzt. Im Spiel selbst kann man weder auf die deutsche Sprache umschalten noch deutsche Untertitel einblenden.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Buffy the Vampire Slayer" ist mehr geworden als nur das Spiel zur Serie. Selbst wenn man Buffy nicht aus dem Fernsehen kennt kann man viel Spaß mit dem Game haben, und die Fans von Sarah werden ebenfalls nicht enttäuscht sein, wird sie doch von ihrem virtuellen Double mehr als gut vertreten. Sicherlich sind die wenigen gebotenen Rätsel nicht auf einem von anderen Genrevertretern bekanntem Niveau und auch der Gruseleffekt reicht nicht in die Höhen eines Resi, aber das was geboten wird hat Hand und Fuß. Sämtliche Charaktere sind wunderbar aufwendig animiert und grafisch vollendet, ebenso die Level, welche immer im maximalen Detailgewandt erstrahlen, was in Verbindung mit der praktischen Steuerung und der ausgereiften Soundkulisse ein wunderbar spielbares Action-Adventure ergibt. Somit ist "Buffy the Vampire Slayer" ein durchaus empfehlenswerter Titel für die Xbox.
Buffy: The Vampire Slayer (XB)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Flüssiges Gameplay bei schöner Grafik und ausgereifter Soundkulisse
Wunderbar inszenierte Übergänge zwischen Spiel und Videosequenzen
Die Gegner-KI scheint manchmal auszusetzen
da angeschossene Vampire nicht immer reagieren
besonders wenn man sie von weitem mit der Armbrust aufs Korn nimmt
e_gz_ArticlePage_Default